[Buch] The Last Battle of the Icemark (Icemark Chronicles 1)

Blood, Blast and Fire!

Das ist der Kriegsschrei der Armee der Eismark, welche von einem kleinen Völkchen rauer Nordmänner und -frauen bewohnt wird. Seit geraumer Zeit herrscht Frieden in den Nordlanden, da der König einst die Vampirmonarchen besiegt hat. Doch eine neue Bedrohung aus dem Süden wächst heran, das Imperium und der berühmt-berüchtigte General Scipio Bellorum (Lateiner haben ihre helle Freude an dem Namen) nehmen Land für Land ein und wollen sicherlich auch nicht vor der Eismark halt machen.

Die Erzählung kommt schnell in Fahrt und hält sich kaum mit einer größeren Einführung auf. Was nichts ungewöhnliches ist, da in der Eismark-Reihe jeder Band für sich abgeschlossen ist.

Thirrin verliert ihren Vater im Krieg und muss nun mit 14 Jahren die Königin der Eismark werden. Während die Bedrohung aus dem Süden immer näher rückt. Wie soll sie die gewaltigen Armeen des Imperiums zurückschlagen? Ein Kampf gegen die Zeit beginnt, Thirrin muss nicht nur ihre eigene Armee vergrößern sondern auch neue Verbündete gewinnen. Aber wen? Die Vampirkönige, die einst ihr Vater besiegt hat? Unmöglich.

Nein, dies ist kein Vampirroman, das sag ich schonmal vorweg. Wer sich überraschen lassen möchte, sollte nicht den Klappentext lesen. Dort wird nämlich etwas zu viel verraten für meinen Geschmack.

Die Geschichte erzählt vor allem zwei Sachen: Thirrins Suche nach den Verbündeten, die etwas zu leicht ausfällt und den Kriegskämpfen. Der Rest kommt leider viel zu kurz. So ist das Buch zwar sehr gut zu lesen und kurzweilig, aber ich persönlich habe mir einfach etwas mehr gewünscht. Andere Autoren hätten sicher diese Geschichte auf drei Bücher erweitert, so in der jetzigen Form kann man sie kaum „episch“ nennen, weil alles zu schnell geht. Irgendwie mutet es so an, als ob der Autor hier sehr an eine Verfilmung gedacht hat, mich hat die Geschichte an Fantasystreifen wie Narnia und der Goldene Kompaß erinnert.

Schöne Ideen, zeigt auch andere als die bisher bekannten Fantasiewesen, und der Mix aus Altbekanntem (römisches Reich, Nordgermanen) mit neuen Elemten ist schon recht amüsant. Aber ich kann jetzt auch nicht sagen, dass ich richtig begeistert bin, da das Buch nunmal leider zu kurzweilig ist.

Ich habe das Buch auf Englisch gelesen, kann mir vorstellen, dass Leser auf Schulenglisch-Niveau hier besser zur deutschen Ausgabe greifen sollten. Wer Erfahrung mit englischer High Fantasy hat, wird hier keine Probleme beim Verstehen haben.