[Film] Thirst (2009)

2009 hat der koreanische Regiesseur Park Chan-wook (westlichen Gemütern wenn, dann wohl als Regiesseur von Old Boy bekannt) einen Vampirfilm rausgebracht! Tja, in den Zeiten, wo das Vampirgenre blüht und gedeiht, wie sieht da ein koreanischer Film zu dem Thema aus?

Der Priester Sang-hyeon möchte einfach ein guter Mensch sein und helfen. Deswegen nimmt er an einem Experiment teil, welches dazu beitragen soll, ein tödliches Virus zu erforschen. Es kommt zum schlimmsten, der Priester stirbt an dem Virus.
Jedoch erwacht er am nächsten Tag wieder zum Leben, besiegt das Virus als einziger von 500. Einzige Nachwirkungen sind Brandblasen. Und Lust auf Blut. Er ist zu einer Art Vampir geworden.
Als Kultfigur soll er nun den Kranken helfen, dabei trifft er auf einen alten Jugendfreund und zieht bei ihm und seiner Familie ein. Immer tiefer dringt er in den Sündenpfuhl ein. Er begehrt die Frau seines Jugendfreundes, braucht mehr Blut, beginnt neue Kräfte zu spüren. Die Spirale abwärts nimmt seinen Lauf.

Bemerkenswert ist, dass erst relativ spät im Film gesagt wird, dass der Priester ein Vampir ist. Vorher handelte es sich einfach um eine Krankheit. Dennoch bietet der Film keine „reale“ Darstellung des Vampirthemas, sondern spielt ständig mit der Thematik. Besonders schön, wenn der Priester in seinem Priestergewand wie ein richtig böser Vampir aussieht…und dann doch Gewissensbisse hat.

Auch dieser Vampirfilm bietet eine Liebesgeschichte, jedoch etwas anders und grausamer, als man es vom Hollywoodkino erwarten würde. Im Gegensatz zu anderen Filmen von Park, ist Thirst doch ziemlich geeignet für westliche Zuschauer. Zwar mögen viele Szenen extrem bizarr wirken, aber wer andere Filme von Park (bzw. generell asiatische Filme) kennt, dem wird das nicht sonderlich auffallen.

Für Vampirfans sicherlich geeignet, man muss nur etwas Ekel ertragen können (wobei auch hier im Vergleich zu anderen Filmen, sehr wenig Ekel eingesetzt wird).

Mir hat der Film gefallen, aber war etwas zu seicht und die Story zu geradlinig, im Vergleich zu anderen Filmen von Park Chan-wool.