[Buch] The Way of Kings (The Stormlight Archives 1)

Autor: Brandon Sanderson (*1975)

: 2010, USA; 2011 Deutschland

Gebundene Ausgabe: 1000 Seiten

Genre: High-Fantasy

„The Way of Kings“ liegt schon seit einem Jahr auf meiner Leseliste, mein Lieblingsautor Patrick Rothfuss hatte es auf seinem Blog vorgestellt, und da Empfehlungen von Lieblingsautoren bisher immer gut waren, wollte ich natürlich auch lesen. Tja und die Empfehlung hat sich als absolut passend für meinen Geschmack herausgestellt.

Zum Inhalt möchte ich jetzt nicht sooo viel sagen und verweise auf Elenas Rezension.

Nachdem der Hochkönig Gavilar ermordet wurde, tobt ein langjähriger Krieg auf den „shattered plains“, die Alethi wollen den Tod ihres Königs rächen, für den die Parshendi verantwortlich sind. Dazu sei allerdings auch gesagt, dass die Alethi gerne Krieg führen und somit da schon eher einen Volkssport betreiben als wirklich ernsthaft Krieg zu führen.

Der junge Krieger Kaladin landet als Sklave im Kriegslager und versucht mehr oder weniger unermüdlich, Menschen zu helfen.
Dalinar, einer der Hochprinzen, hat wiederrum ständig Visionen, die ihn dazu auffordern, die verschiedenen Hochprinzen und ihre Reiche zu vereinigen, da ein großer Feind naht, der die Verdamnis einleitet. Er soll sich dabei an einen Code halten, der aus dem Buch „The way of kings“ stammt.
Dann gibt es da noch Shallan, die unbedingt unter der bekannten Historikerin Jasnah ihre Lehre machen will. Aber das ist eigentlich nur ein Vorwand für einen perfiden Plan.
Der weitere Haupterzählstrang handelt von Szeth, einem „Truthless“ mit übermenschlichen Fähigkeiten, der für seine Meister morden muss. Er war es auch, der damals den Hochkönig ermordete.

Über die Welt Roshar lassen sich sicherlich viele Seiten schreiben, die Welt ist sehr schön und detailliert ausgearbeitet, fast schon ein eigenständiger Charakter. Dabei nicht zu abstrus, aber dennoch etwas fremd. Besonders wichtig für die Geschichte sind die sogenannten Highstorms, kräftige Stürme die ein besonderes Licht hervorbringen (oder von diesem begleitet werden), dieses Sturmlicht spielt eine besondere Rolle in der Welt und in der Erzählung.

Ich habe hier jetzt bewusst die vier Charaktere markiert, die in der Reihe eine wichtige Rolle führen werden (was so von Brandon Sanderson geäußert wurde). Denn zu Beginn des Buches wusste ich nicht so recht, welche Charaktere nun „wichtig“ sind, was auch daran lag, dass es einige Zwischenkapitel gibt und manche Handlungsstränge für lange Zeit fallen gelassen werden.
Die Zwischenkapitel sollen zwar mehr von Roshars Gesellschaft zeigen, allerdings fand ich sie hier mehr verwirrend als hilfreich.

Besonders hervorheben möchte in den könglichen Narren, Wit, der sicherlich noch eine größere Rolle spielen wird. Hoffe ich zumindest. Erinnert er mich doch ziemlich stark an den Narren aus dem Weitseher-Zyklus.

Was man zum dem Band sagen kann: er dient fast vollständig als Einführung. Im letzten Viertel werden langsam die Zusammenhänge zwischen den Protagonisten deutlich, sowie ein roter Faden etabliert und der epische Teil der Erzählung vollständig eingeführt. Ein Vorspiel von gut 800 Seiten ist ziemlich viel, aber in Anbetracht dessen, dass noch 9 Bücher folgen sollen, durchaus legitim. Dazu sei auch gesagt, dass die Einführung vom technischen Aspekt her gelungen ist, die Erzählung ist rund und (bis auf die Zwischenkapitel) flüssig. Die Welt wird zwar ausführlich erklärt, aber in angemessenen „Happen“, sodass der Leser nicht komplett überfordert wird.

Positiv: Die Hauptcharaktere sind alle sympathisch bis okay, die Welt ist echt interessant und die Geschichte entwickelt sich zu einem allumgreifenden Epos, so wie ich es mag.
Negativ: Zwischenkapitel, manchmal wirken Dalinar und Kaladin etwas zu ehrenhaft und gut

Fazit: Macht Lust auf mehr, verspricht ein tolles High Fantasy Epos zu werden. Einige Stellen waren etwas zu langatmig, mit einem zugedrückten Auge dennoch 5 Sterne!