[Buch] The Final Empire (Mistborn 1)

Autor: Brandon Sanderson

Deutscher Titel: Kinder des Nebels

: 2008, USA

Reihe: The Final Empire, Mistborn Band 1

Taschenbuchausgabe: 655 Seiten (im Englischen)

Stichwörter: High-Fantasy, Magie, Post-Apokalypse

Was passiert, wenn der auserwählte Held versagt?

The Final Empire wird von dem Gottherrscher Lord Ruler nun schon 1000 Jahre lang regiert, seitdem er die Welt vor der Deepness rettete. Dennoch wurde sie grau und trostlos, ein stetiger Ascheregen hüllt die Gegend in Dreck, die Pflanzenwelt ist nur noch bräunlich und die Nacht wegen der mysteriösen Nebel gefährlich.

Die Menschheit ist geteilt in den Adel und in die Sklavenrasse der Skaa. Die unterwürfigen Wesen leben entweder auf großen Plantagen oder als Diener und Bettler in den Slums der Städte. Nur wenige Diebesbanden erweisen sich etwas größeren Mutes und rauben regelmäßig den Adel aus. Aber den Gottherrscher Lord Ruler stürzen? Niemals. Es ist schon kaum möglich seine Wächter zu töten, die Inquisitoren, die mit ihren Augen aus Stahlspitzen übernatürliche Kräfte zu haben scheinen.

Doch da wäre Kelsier, ein charismatischer Dieb und Rebellenführer, der zur Legende geworden ist, indem er das tödliche Arbeitslager des Lord Ruler überlebt hat. Und dieser entwickelt einen Plan, der so simpel und so wahnsinnig zugleich ist: The Final Empire stürzen und den göttlichen Lord Ruler töten.

Um diesen Plan durchzusehen, hat er enge Verbündte, die allesamt Mistings sind. Skaa, welche die seltene Kunst der Allomancy beherrschen. Schließlich stößt Kelsier auch auf die junge Vin, die, ohne es zu wissen, ein Mistborn wie er ist. Können sie zusammen wirklich den Herrscher stürzen?

Allomancy ist ein Zaubersystem, welches auf Metallen basiert. Diese verbrennt der Allomancer in seinem Magen. Eisen erlaubt es, andere Metall zu ziehen. Ist ein Metall leichter als der Allomancer, wird es zu ihm gezogen. Ist er leichter, so wird er zum Metall gezogen. Messing erlaubt es, das Gegenüber zu beruhigen und seine Emotionen zu mildern. Zinn verstärkt die Sinneswahrnehmung. Insgesamt gibt es 8 Basismetalle. Ein Misting kann nur ein Metall verbrennen, während ein Mistborn alle Metalle benutzen kann.

Zwangsläufig musste ich an das jüngere The Way of Kings (Band 1 „The Stormlight Archive“) denken. Kelsier ist der gutherzige Mann mit Helfersyndrom, der dennoch auch dunkle Stunden erlebt. Vin das verschüchterte Mädchen, welches immer mehr Selbstbewusstsein erlangt.
Die Charaktere sind keine Neuerfindung und stellenweise flach. Was mich nicht weiter gestört hat, da sie trotzdem sehr sympathisch sind. Auch die Welt spielt hier eine größere Rolle und ist quasi ein „heimlicher Protagonist“, wenn auch nicht so extrem stark detailliert wie in The Way of Kings.

Die Geschichte weist stellenweise Lücken auf, wo man sich fragt, wieso der Charakter nicht vorher darauf gekommen ist oder wieso etwas so leicht ging. Nichtsdestotrotz bietet Mistborn eine spannende Geschichte, die aber leider auch größtenteils schon abgeschlossen wird im ersten Band. Was wiederrum zu oben genannter Kritik führt, da alles doch relativ schnell passiert. Für mich eher negativ, für Leser, die nicht mehrere Bände lesen wollen, eher ein Pluspunkt. Es gibt keinen „Lesezwang“ für die weiteren Bände.
Nachtrag: Das ist völliger Schwachsinn, die Geschichte wirkt abgeschlossen, aber ist es bei weitem nicht. Unbedingt weiterlesen! Mistborn ist eine überaus geniale Reihe, eine der besten Fantasyerzählungen, die ich je gelesen habe.

Wer sich für Zauberei und verschiedene Magiesysteme interessiert, der sollte definitiv zu Mistborn greifen!