[Buch] Mockingjay (The Hunger Games 3)

Autor: Suzanne Collins

: August, 2010 USA

Reihe: The Hunger Games Band 3

Taschenbuchausgabe: 390 Seiten

Stichwörter: Young Adult, Adventure, Sci-Fi

Achtung, Spoiler.

Disktrikt 12 ist zerstört, Peete vom Capitol gefangen und Katniss befindet sich im unterirdischen Bunker von Disktrikt 13. Die dortige Präsidentin Coin plant den Schlag gegen das Capitol, doch dafür braucht sie Katniss. Sie soll als Mockingjay weiterhin als das Gesicht der Rebellion fungieren und durch mediale Auftritte die rebellischen Distrikte bei Laune halten…

Ich muss sagen, dass mir der letzte Band am besten gefallen hat. Endlich spürt man wirklich etwas vom Aufbegehren gegen das Capitol, auch was Katniss betrifft. Sehr gut ausgearbeitet fand ich die langsame Wandlung von Katniss, vom Mädchen zur Rebellin zum gebrochenen Opfer. Das ist für mich ein wesentlicher Aspekt eines dysutpoischen Romans, dass es eben nicht am Ende heile Welt ist für alle. Das Liebesdreieck Peeta-Katniss Gale wurde etwas reduziert, im Nachhinein frag ich mich, was der ganze Sinn davon war…wahrscheinlich, um das beliebte Team X oder Team Y Spielchen hier zu treiben. Dahingehend muss das Ende für viele Leser wohl ziemlich enttäuschend sein, weil es sich vor allem auf Katniss konzentriert und nicht auf ihre Kerle. Mir persönlich hat es sehr gut gefallen, auch wenn der Epiloge zu aufgesetzt schön war und meiner Meinung nach nicht passte. Teilweise hatte ich auch das Gefühl, dass die Autorin keine Ahnung hatte, wie sie nun die Geschichte ausgehen lassen soll, daher sich für eine recht bequeme Lösung entschied. Auch war einiges sehr vorhersehbar, beispielsweise, dass Coin nicht wirklich „eine der Guten“ ist.

Meine Meinung zu der Trilogie: Mir ist das alles zu sehr auf Katniss konzentriert, ich hätte gerne mehr über die Rebellen oder das Capitol erfahren. Das Liebesdreiecke hat mich vollends genervt, weil bis zum Schluß weder Peeta noch Gale irgendwie Leben inne hatten. Ingesamt empfand ich die Erzählung als sehr seicht, alles nur kurz angeschnitten, teilweise wirkt es so, als ob die Autorin sich extrem beeilt hätte. Naja, aber es ist ja ein Jugendbuch, ich denke, als „Erwachsenengeschichte“ hätte es mir schon besser gefallen. Ich hätte zwar gerne ausführlichere und tiefere Erzählungen bevorzugt, aber unter diesem Aspekt, dass es eben „nur“ als ein Jugendbuch angelegt ist, war es ganz ok.

Wegen der guten Lesbarkeit und der Suchtgefahr beim Lesen gibt es aber 4 Sterne, wenn ich es als Jugendbuch bewerte.

Man merkt, dass The Hunger Games für eine Generation ist, die nicht mehr in der Angst vorm kalten Krieg oder einem neuen Weltkrieg leben muss. Auf weitere „dysutopische“ Jugendromane verzichte ich wohl vorerst, das ist nicht wirklich mein Genre.