[Buch] The City of Dragons (Rain Wild Chronicles 3)

Autor: Robin Hobb

: Februar 2012, USA

Reihe: Rain Wild Chronicles, 3.Band von wahrscheinlich 4.

Gebundene Ausgabe: 425 Seiten

Strichwörter: High Fantasy, Drachen

Kelsingra, die mystischen Stadt der „Elderlings“ ist gefunden. Blöd nur, dass die Gruppe um Thymara, Alise und Captain Leftrin nirgendswo in der Nähe ihren Anker setzen können. Da die Drachen, mit einer Ausnahme, noch immer zu schwach zum fliegen sind und Distanz über den Fluß nicht schwimmen können, bleibt der Gruppe der Drachenhüter nichts anderes übrig, als sich auf einem Stück Land am anderen Ufer niederzulassen.

Ich habe nicht so ganz verstanden, wieso das Schiff nicht vor Kelsingra ankern kann und wie breit der Fluß eigentlich sein soll (man scheint kaum das andere Ufer sehen zu können…), aber habe die Prämisse „Die Gruppe kann nicht so einfach dahin“, mal akzeptiert. Diese Situation ist natürlich mehr als doof für die Drachenhüter, so nah am Ziel und doch so fern, desweiteren ein hungriger Haufen Drachen und langsam aufsteigende Verzweiflung weil Nahrung und andere Lebensgüter immer knapper werden.

Etwas überraschend fand ich den Handlungsstrang um Selden Vestrit (bekannt aus „Die Zauberschiffe“). Er war nicht sonderlich präsent in den ersten beiden Bänden und plötzlich bekommt er recht viele Seiten. Der Leser erfährt, dass Selden von irgendwelchen Leuten aus Chalced (= semi-feindlicher Staat, der einem noch brutalerem römischen Reich ähnelt) entführt wurde und nun verkauft werden soll. Es wird aber schnell deutlich, dass die Chalcedianer noch eine größere Rolle in der Gesamthandlung spielen werden. Denn wie wir erfahren, hat auch Alise‘ (ungewollter) Ehemann und Berufsmacho Hest mit einem Erpresser aus Chalced zu kämpfen…geschieht ihm recht!

Im zweiten Teil fehlte mir noch irgendwie der rote Faden, der wurde hier aber vollkommen etabliert und spannend weitergeführt. Die Handlung um Selden und Hest fand ich etwas zu ausschweifend bzw. hätte man vor allem Selden vorher etwas mehr in der Vordergrund rücken sollen…aber gut, ich schätze mal, dass die meisten Leser dieser Reihe sowieso auch „die Zauberschiffe“ vorher gelesen haben und somit Selden kennen. Auch schön, dass man mehr von Malta und Rheyn liest, aber mein größter Wunsch wurde (noch?) nicht erfüllt.

Ich war nach den ersten zwei Bänden noch skeptisch, aber alle Zweifel haben sich in Luft aufgelöst. Zwar reicht die Reihe nicht an die Zauberschiffe und die Weitseher Chroniken heran, aber ist trotzdem eine mehr als würdige Ergänzung. Daher 4,5 Sterne!