[Buch] The Hero of Ages (Mistborn 3)

Autor: Brandon Sanderson

Deutscher Titel: Herrscher des Lichts

: August 2007, USA

Reihe: Mistborn, 3. und letztes Buch

Taschenbuch: 760 Seiten

Strichwörter: High Fantasy, Magie, Post-Apokalypse, Epik

Abschließende Rezension zu der Mistborn-Reihe. Ich werde es größtenteils spoilerfrei halten. Das Buch lebt von Überraschungen und der Aufklärung seiner Rätsel, die sollte man dann auch erst beim Lesen entdecken…

Im dritten und letzten Band kommt es zum finalen Showdown. War schon der zweite Band sehr spannend, so wird das hier nochmal um einiges verstärkt und in eine epische Bandbreite gezogen, denn es geht einzig und allein darum, die ganze Welt zu retten. Und dies soll der „Hero of Ages“ tun. Die zentralen Fragestellung zieht sich durch die ganze Erzählung: Wer ist der Hero of Ages und gibt es solchen überhaupt?

Was ich sehr gelungen fand, war die Auflösung vieler Rätsel und die „Entblößung“ einiger Geheimnisse. Alles fügt sich wunderbar zusammen und als Leser denkt man sich, man hätte es doch eigentlich ahnen können…aber zumindest ich war doch öfters überrascht. Mich hat der logische Zusammenhang bis zurück zum ersten Band und darüber hinaus sehr beeindruckt. Normalerweise passiert es schnell, dass ein Autor Teile seiner Erzählung „verliert“, aber Sanderson scheint wohl die Erzählung in einem Rutsch vorgeschrieben oder zumindest erdachtzu haben. Und das ist eine beachtliche Leistung in anbetracht der Tiefe.

Was ich mochte: Das Magiesystem mit den Metallen; der hohe Anteil an „nichts ist wie es scheint“; die „originialen“ Textstücke, welche zu Beginn jedes Kapitels zu lesen sind; die ganz neuen Fantasiewesen; die Charaktere, deren Entwicklung man mitverfolgen kann und die epische Bandbreite der Geschichte.

Der letzte Punkt ist auch der kritischste. Es geht wirklich bis ans äußerste, aber zuviel verraten will ich nun auch nicht. Wer keine epische High-Fantasy gewöhnt ist, könnte sich an dem dritten Band etwas stören. Aber selbst wenn man da etwas kritisch ist, so ändert das nichts daran, dass die Erzählung einfach klasse ist. Die Sicht wechselt auf verschiedene Charaktere, die kleinen Textstücke am Kapitelanfang verleiten schon allein dazu, ständig weiterzulesen. Wie auch schon in den ersten Bänden umrahmen sie die Haupthandlung geschickt und gekonnt.

Ich versuche es zusammenzufassen: Mistborn ist genial. Abseits von Fantasykonventionen, aber dennoch nicht zu abgedreht. Ein MUSS für jeden High Fantasy Fan. Definitiv. Ich freu mich jetzt umso mehr auf Sandersons neue Fantasyreihe, The Stormlight Archive, die doch Ähnlichkeiten zu Mistborn aufweist und hoffentlich genauso genial wird.

Jedenfalls, für den letzten dritten Band, als auch für die ganze Reihe insgesamt die volle Punktzahl: