[Buch] Traumjäger und Goldpfote

Autor: Tad Williams

Original Titel: Tailchaser’s Song

VÖ: 1985, USA. Deutsche Neuauflage von Klett Cotta März 2012

Hardcover: 432 Seiten

Stichwörter: Katzen, Fantasy

Schlimmes geht vor unter den Nachfahren von Harar Goldauge und Fela Himmeltanz. Wohin bloß sind Fritti Traumjägers Freunde und Gefährten verschwunden? Und vor allem: Wo steckt Goldpfote, seine geliebte Gespielin? Zusammen mit Raschkralle und Dachschatten macht sich der Kater auf die Suche. Er kommt an den Königshof des ältesten Katzengeschlechts der Geschichte, und sein Weg führt ihn hinab bis in die dunkelste Katzenhölle. Und schließlich findet er, was kein Mensch und keine Katze je zuvor auch nur geträumt hatten …

Tad Williams ist der Autor von epischen Fantasyreihen wie Otherland und Das Geheimnis der Großen Schwerter. Sein Erstlingswerk Traumjäger und Goldpfote ist ein kleines bisschen anders, denn hier sind nämlich Katzen die Protagonisten.

Ich muss sagen, dass der deutsche Titel bei mir für einige Verwirrungen gesorgt hat, da Goldpfote letztendlich keine wirklich große Rolle in der Erzählung spielt und ich unter dem Namen „Traumjäger“ etwas anderes erwartet hatte. Der Originaltitel Tailchaser’s Song trifft die Thematik des Buches schon besser. („Song“ hier in dem Sinne einer epischen Erzählung, ähnlich „A Song of Ice and Fire“)

Bei Traumjäger und Goldpfote handelt es sich letztendlich um eine coming of age Erzählung, um den jungen Kater Fritti, der auf eine Reise aufbricht und währenddessen zu sich selbst findet. Den Anfang empfand ich, wie bei allen Büchern von Tad Williams, recht langatmig und schleppend, aber wie immer hat sich „durchhalten“ gelohnt. 😉 Denn auf der Suche nach Goldpfote erlebt Fritti so einige Abenteuer, mit frechen Eichhörnchen, kuriosen Katzen und Grausamkeiten, die sich im Untergrund tummeln.

Besonders gelungen fand ich die Beschreibung der Katzen-Protagonisten. Kleine kätzische Eigenheiten, wie die Abneigung gegen Wasser oder das Treten bevor Katze sich hinlegt, finden hier in der Katzenmythologie eine Erklärung. Als kleinen Bonus gibt es sogar einige Wörter aus der Katzensprache, die meiner Meinung nach sehr gut zu den tatsächlichen Katzenlauten passen.

Tad Williams selbst besitzt zahlreiche Tiere, darunter auch Katzen. Meiner Meinung nach hat er es wirklich gut geschafft, die Eigenheiten der Tiere einzufangen und dazu noch eine passende Fantasy-Erzählung zu schaffen. Hach ja, die felligen Protagonisten sind einfach niedlich, ich hätte sie zugern aus dem Buch zu mir Nachhause genommen!

 

 

Ich bedanke mich bei Klett-Cotta für das zur verfügung gestellte Rezensionsexemplar!