Buch: Throne of the Crescent Moon [Crescent Moon Kingdom 1]

Autor: Saladin Ahmed  (*1975)

: 2012, USA

Reihe: The Crescent Moon Kingdoms (Teil 1 von 3)

Taschenbuch: 304 Seiten

Preis: 4,32 Euro für die Kindle-Ausgabe.

Stichwörter: sword and sorcery, 1001 Nacht

Inhalt: Doctor Adoulla Makhslood ist ein dicker und in die Jahre gekommener ghul hunter. Zusammen mit seinem Assistenten Raseed versucht er die Straßen von seiner geliebten Heimatstadt Dhamsawaat sauber zu halten. Doch er konnte nicht ahnen, dass ein scheinbar normaler Job sich zu etwas viel gefährlicheren entwickelt, das die ganze Stadt bedroht.

Aufbau: Die Erzählung spielt in einer Welt, die angelehnt ist an Erzählungen aus 1001 Nacht. So gibt es hier auch dschinns, allerdings spielen sie (im ersten Teil?) keine Rolle, sondern es geht um Ghuls, die von Beschwörern kontrolliert werden. Die Erzählung ist stellenweise ziemlich blutig und grausam, aber auch nicht allzu extrem in dieser Hinsicht. Mit Adoulla hat man wirklich mal einen etwas anderen Protagonisten, jemanden, der schon in die Jahre gekommen ist und eigentlich über seinen Zenit hinaus. Kein typischer Held und auch nicht immer liebenswert.
Tja, insgesamt bin ich aber nicht mit der Geschichte warm geworden. Ich mag 1001 Nacht Settings sowieso kaum und konnte hier keine Ausnahme bilden (wie zb. bei den Sturmkönigen von Kai Meyer oder dem Demon Cycle von Peter V. Brett). Aber das ist nun wirklich Geschmackssache. Wirklich gestört hat mich der recht langatmige Anfang und dann das doch sehr schnelle Finale.

Fazit: Ahmed ist ein guter Schreiberling, er versteht sich im world building, nur gefällt mir rein subjektiv diese Welt nicht. Manchmal schien es mir, als ob der Autor sich nicht entscheiden könne, ob er jetzt eine flotte und durch Action geprägte Erzählung will, oder doch er den langsamen opulenten Erzählstil bevorzugt. Die „große Bedrohung“ fühlte sich jedenfalls nicht wie eine an, dafür kam das Ende zu schnell.
Ingesamt wahrscheinlich eher was für Leute, die solche Settings mögen oder mal antesten wollen, und Fans von leichterer Fantasy sind. Von mir gibt’s 3 Sterne, einerseits aus völlig subjektiven Gründen a la „hat mich nicht angesprochen“ und andererseits weil mir die Erzählung, was das Tempo anging, nicht ganz ausgeglichen schien. Allerdings werde ich wohl trotzdem auch den nächsten Band lesen, da der Autor durchaus Potenzial zu haben scheint.

3stars