Buch: The Blinding Knife [Lightbringer 2]

Autor: Brent Weeks  (*1977)

: 2012, USA

Reihe: The Lightbringer Series (Teil 2 von 4. Zu Teil 1.)

Deutscher Titel: Die blendende Klinge

Taschenbuch: 671 Seiten

Preis: 10,99 Euro für die Kindle-Ausgabe.

Stichwörter: Magie, coming of age, Krieg, Politik, Verrat

Inhalt: Nun ja, es ist die Fortsetzung zum ersten Teil The Black Prism. Weiterhin verfolgt der Leser die Entwicklung von Kip, der neue Freundschaften schließt und im Laufe der Erzählung mehr über sein „Geheimnis“ erfährt. Ebenso geht es weiter mit Gavin Guile und seinem dunklen Geheimnis. Und natürlich lesen wir auch einiges von der charmanten Karris White Oak, einem der gefährlichsten Blackguards und Gavins ehemaliger Verlobten.

Aufbau: Es werden neue Charaktere eingeführt, einige Kapitel und ihre Charaktere fand ich etwas nervig, vor allem, da sich mir der Sinn nicht erschloss. Aber was soll’s, denn dieser Band war nochmal besser als der erste Teil. Fällt mir etwas schwer in Worte zu fassen, wie begeistert ich bin. Die Charaktere sind toll, der Erzählstil super (episch, aber im Gegensatz zu „Sanderson“ etwas dreckiger, „erwachsener“, und ja, gegen gewisse Szenen mit Gavin hab ich auch nichts *pfeif*) und die Erzählung an sich einfach nur fesselnd. Was mir so gut gefällt ist, dass es hier eigentlich keine gute und keine böse Seite gibt, auch wenn man als Leser natürlich dazu tendiert, die Seite von Kip und Gavin als „gut“ einzustufen. Allerdings stellt man doch vieles in Frage und kann die Argumente der Gegenseite nachvollziehen. Die zentrale Frage ist, ob man Drafter die das „Halo brechen“ (wenn sie sehr viel Magie im Laufe des Lebens eingesetzt haben, bricht die Iris und die Magiefarbe verteilt sich im Auge) zum Selbstmord zwingen kann, nur weil viele (einige?) nach dem Halobruch verrückt werden. Und weil das System seit Jahrzehnten schon so läuft. Ebenso eine Rolle spielt auch die Frage, wieviel Kollateralschaden man für Kriege verantworten kann und ob viele Opfer eine vermeidlich gerechte Sache rechtfertigen können.

Fazit: Ich liebe dieses Buch abgöttisch. Ich habe es verschlungen und einige Stunden an Schlaf eingebüßt. Und das schlimmste war, als der Kindle bei 91% war, und dann plötzlich das Ende schon da war. Ja, ich hab mich „ein bisschen“ aufgeregt, dass der Leser mit so einem Cliffhanger verabschiedet wird. Ich liebe Weeks‘ Charakterbildung. Kein schwarz-weiß, nicht annährend. Ich war in Erfurcht als die Erzählung eine bestimmte Wendung nahm.

Die Lightbringer Reihe kann ich wirklich jedem empfehlen, der Bücher von Rothfuss und Sanderson mag, oder auf Fantasy steht, die weniger nach dem schwarz-weiß Schema verläuft und auch ein sehr geiles Magiesystem hat. Ahhhhh, ich liebe diese Reihe und kann es kaum abwarten, mir sie vollständig ins Regal zu stellen (sofern es sie hoffentlich in einem schönen Schuber dann gibt).

5stars

 

Teil 3 erscheint leider erst 2014…*grummel*