[Buch] The Daylight War (The Demon Cycle 3)


Autor: Peter V. Brett

: Februar, 2013 (USA)

Reihe: Demon Cycle, Band 3

Seitenzahl: 817 Seiten

Stichwörter: Fantasy, Dämonen, Kulturkrieg

Inhalt: Sowohl der Norden, eine unserer westlichen Zivilisation gleichende Gesellschaft, als auch der Süden, unseren arabischen Staaten gleichend, bereiten sich auf den ultimativen Krieg gegen die Dämonen aus der Unterwelt vor. Jadir, der vermeidliche Deliverer aus dem Süden, versucht die Völker durch militärische Maßnahmen zu vereinen, während es die Nordländer etwas subtiler versuchen, hier mit Hilfe ihres Deliverers Arlen Bales. Doch nicht nur die Männer haben ihre Kämpfe auszurichten, da wären noch die Nordländerin Leesha und die Südländerin Inerva, die ebenso ihre Machtkämpfe ausfechten und versuchen ihrem eigenen Weg zu folgen….

Aufbau: Wie auch in den letzten Bänden haben wir wechselnde Erzählperspektiven, hauptsächlich fokusiert auf Jardir, Arlen, Leesha und Inerva. Richtig toll fand ich die längere Vorstellung von Inervas Vergangenheit, sie war mir ja bisher immer etwas unsympathisch gewesen, aber jetzt wo man den Charakter besser kennt, ist sie einem ans Herz gewachsen.
Anfangs sind die einzelnen Abschnitte noch länger, zum Schluß hin wechseln die Perpektiven öfters, hilft dem Spannungsaufbau, Tolkien hätte sich daran ein Beispiel nehmen können 😉

Fazit: Was soll ich sagen? Ich bin absolut begeistert! Wie schon oft gesagt: Eigentlich mag ich orientalisch-arabische Fantasy überhaupt nicht. Aber Peter V. Brett schafft es, diese pseudo-arabische Welt auch mir schmackhaft zu machen. Dinge wie Viel-Ehe oder das Streben nach absoluter Ehre wirken in Bretts Reihe nie klischeehaft, sondern sind plausibel dargelegt, ohne, dass der Leser belehrt werden muss. Ich bin beispielsweise sicherlich kein Freund von Viel-Ehe und möchte meinen Mann für mich alleine haben, aber die Viel-Ehe in der Kultur Krasias wirkt natürlich und nachvollziebar. Schwer zu beschreiben. Ich bin einfach begeistert, wie Brett es schafft, eine fremde Kultur so nahe zu bringen. Auch wenn Jardir die Nordlande militärisch einnimmt, kann man es ihm irgendwie nicht ganz verübeln…jeder verfolgt halt seine Ziele auf andere Art.
Und nebenbei schafft Brett noch eine relativ inovative Fantasygeschichte mit einem sich langsam, aber stetigt entwickelnden Magiesystem, welches eng verknüpft ist mit der Magie der Dämonen.

Ich bin begeistert! Ich war etwas unsicher nach dem ersten Band, wohin die Reihe führen würde, aber Brett wird immer besser und besser, nicht nur was die Erzählung angeht, sondern auch den Schreibstil. Es muss ja nicht jede Fantasy supertoll geschrieben sein, aber wenn es mal so ist, ist es umso mehr ein Genuß. Ich kann den vierten Band kaum abwarten…vor allem nach dem fiesen Ende des dritten Teils, hrmpf! 5 Sterne! Brett darf man ruhig zu zeitgenössischen Fantasy-Ikonen wie Sanderson und Rothfuss einreihen, er hat es mehr als verdient.

5stars