[Buch] Ender’s Game


Autor: Orson Scott Card (*1951)

: 1977, 1985, 1991 (USA)

Deutscher Titel: Das große Spiel (oder auch Enders Spiel)

Reihe: The Ender Saga, Band 1

Seitenzahl: 384 Seiten

Stichwörter: coming of age, Sci-Fi, Weltall

Inhalt: Eine erneute Invasion der Buggers scheint nicht mehr lange zu brauchen, deswegen werden hochintelligente Kinder darauf trainiert, den Krieg gegen die Alienrasse als perfekt ausgebildete Commander und Soldaten zu führen. Auch Ender Wiggin wird eingezogen, um in der Battle School zu trainieren…

Aufbau: „Coming of age“ ist hier eigentlich der falsche Begriff, da Ender über die ganze Zeit der Erzählung sehr jung ist…auch wenn man das als Leser kaum glauben mag, da er (wie auch die anderen Kinder) oft wie ein Erwachsener zu agieren scheint. Ich habe irgendwo gelesen, dass Ender’s Game ein „Harry Potter im Weltall“ sei. Da ich die Potter-Saga nicht kenne, kann ich nichts dazu sagen, außer, dass sich vielleicht die Prämisse ähnelt, dass ein ängstlicher Junge auf eine weit entfernte Spezialschule kommt. Den Rest könnte man fast mit dem Hunger Games oder Lord of the Flies vergleichen, da sich die Kinder oft nicht nur im Spaß in der Battle School bekriegen. Allerdings ist die Brutalität hier etwas subtiler gehalten als in den erwähnten Erzählungen.
Das Buch ist grob in drei Teile gegliedert, die (leider) immer kürzer werden. Jedoch kann ich mich nicht beklagen, die Geschichte verlief doch etwas anders als gedacht, besonders der letzte Teil ging immer weiter in die Tiefe, was ich sehr stark und berührend fand. Aber die Erzählung war auch in den ersten beiden Teilen als „dystopisches Abenteuer“ sehr interessant zu lesen.

Fazit: Wie gesagt, vor allem das Ende hat mir richtig gut gefallen, ich fand es schon etwas schade, dass es relativ schnell abgehandelt wurde. Als Linguist gefiel mir natürlich auch noch das allumfassende Thema der Kommunkation, auch hier vor allem im letzten Teil.
Insgesamt fühlte es sich so an, als ob man einen Klassiker wie 1984 oder Brave New World liest, dabei ist das Buch „erst“ aus den 80ern. Card schafft es, der Erzählung eine gewisse Zeitlosigkeit zu verleihen, sodass sie auch 30 Jahre später mit weiter entwickelter Technologie nicht altbacken oder unrealistisch wirkt. Schöne Erzählung, von meiner Seite aus gibt es nichts zu meckern.
5stars

PS: Ender’s Game wird aktuell verfilmt, mit Asa Butterfield als Ender. Gut, dass sie einen britischen Jungen genommen haben, irgendwie empfinde ich deren Kinder als deutlich bessere Schauspieler als US-Kinder. Mit 15 Jahren ist Butterfield eigentlich viel zu alt für die Rolle, aber ist verständlich, dass man das Alter angehoben hat. Ich freu mich jedenfalls schon sehr auf den Film!

2 Gedanken zu „[Buch] Ender’s Game“

  1. Freut mich, dass Dir das Buch so gut gefallen hat. Ich überleg ja immer noch, ob ich in der Saga mal weiterlesen soll. Bin noch unschlüssig, ob man den ersten Teil lieber nicht für sich alleine stehen lassen sollte. Hmm.

    Zur Anhebung des Alters der Schüler im Film hatte ich mich ja auch ausgelassen: Absolut richtige Entscheidung. Man darf allerdings gespannt sein, ob die visuelle Umsetzung auch die großen Themen des Romans einfängt und genauso zeitlos werden wird. Warten wir mal den Herbst ab. 🙂

  2. Ich bin noch auch unschlüssig wegen dem Weiterlesen, va. da ich noch einige Sci-Fi Klassiker gerne lesen würde, die haben erstmal vorrang.

    Ich bin echt gespannt, wie sie im Film mit dem letzten Drittel umgehen werden. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass Hollywood sich eher a la Hunger Games auf die Battle School konzentrieren wird…egal, ich freu mich schon aufs Kino^^

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