[Film] Pacific Rim

Nach langer laaaanger Zeit ging es mal endlich wieder ins Kino. Wobei dem Kinobesuch eine Oddysee voranging…ja, während alle Welt von Zombies redet, wird der derzeit grassierende 3D Virus völlig ignoriert. Pacific Rim im Kölner Raum ohne 3D Effekte (aka „2D“) sehen? Nope. In Aachen gab’s eine Vorstellung. Und Düsseldorf. Also wurde es Düsseldorf. Der Ufa Palast ist zwar nicht der günstigste, aber doch noch immer mein liebstes Kino. Also, es ward eine Vorstellung in 2D gefunden (Übrigens nur um 14 oder 16 Uhr, die coolen Abendmenschen schauen wohl nur cooles 3D). Ich glaub ja, dass Pacifc Rim in 3D nett ist, aber ich möchte dennoch nicht 2,5h lang eine 3D-Brille auf der Nase haben…tja, und früher (anno 90er) noch gemeckert, dass die 3D Filme nur kurzzeitige 3D Sequenzen hatten, mit „Bitte setzen Sie ihre Brille“ auf 😉
Jedenfalls: ich wünsch mir diesen scheiß Trend weg.

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Achso, da war ja noch was, der Film.
Meine Erwartungen: Unterhaltsames Popcornkino, Monster und Mechs.

Story: Monster kommen per Tunnel aus einer anderen Dimension just durch den Ozean auf die Erde. Und riesige Mechs sollen sie platt machen.

Unterhaltsames Popcornkino: check. Ich hatte ein kleines Popcorn und wurde auch trotz der Dauer die ganze Zeit unterhalten. Das heißt schonmal was, wenn man Langfilm-Hasser ist. Mein Gehirn musste auch nichts tun, weil die Storyline eine Ansammlung von Klischees und tropes war. Man kam sich fast vor, als ob man eine Folge Community vor der Nase hat. Nur, dass es eben keine Meta-Plot gab. Da ich sehr wenig Filme gucke, kann ich nicht sagen, ob’s jetzt normal war, dass die Story so vorherbar war. Alles war vorhersehbar. Und wenn es nicht vorhersehbar war, dann weil die Story selbst einige Erzähllöcher hatte. Wobei ich es einfach darauf zurückführe, dass zu viel für zu wenig Zeit geplant war. Schade, wie auch bei vielen anderen Stoffen, ein Serienformat wäre schöner gewesen 😉

Monster: check. Hmm. Ja, sie waren zu sehen und deren Größe wurde auch immer wieder schön verdeutlicht. Leider wirkten die Monster, Kaiju, zu uniform, da hätte ich mir etwas mehr Diversität gewünscht. Vor allem den Unterschied zwischen den Stufen hätten sie etwas mehr herausarbeiten können.

Mechs: check. Auch hier wurde die Größe der Mechs gut dargestellt. Auch interessant, dass zwei Menschen den Mech per Gehirnverbindung steuern. Leider wurde dieser überaus interessante Aspekt so gut wie gar nicht ausgearbeitet, was passiert mit Menschen, die lange Zeit im Hirn eines anderen sind? Wäre das nicht neben Geschwistern, Eltern-Kindern, Freunden und Partnern eine neue Art der sehr innigen Bezeihung? Schade, dass auch hier der Film an der Oberfläche schwomm und vieles nur andeutete.

Fazit: Die Erwartungen wurden erfüllt. Alles gut also, das Geld fürs Ticket nicht verschwendet. Aber dennoch hinterlässt der Film ein komisches Gefühl, weil man einfach gesehen hat, was sie daraus hätten machen können…aber wie gesagt, nicht das erste Mal, dass ich einen Filmplot sehe und mir denke, wie geil das im Serienformat wäre.

Der Anfang mutete noch an, dass der Film etwas mehr in die Tiefe geht. Aber nein, es bleibt am Ende dabei: Ein Monster vs. Mech Film. Nicht mehr. Entschuldigung, Monster vs Mech + etwas Schnulze + Blödelhumor. Was soll’s, Spaß gemacht hat’s trotzdem.

4stars

Für mehr bleiben wohl japanisches Anime. Candidate for Goddess, Gundam Wing und Neon Genesis Evangelion hab ich nie zu Ende gesehen, wird Zeit. Keine Ahnung, ob sie tiefergehender sind, aber zumindest NGE soll nicht ganz so oberflächlich sein.