[Film] Guardians of the Galaxy (2014)

Was habe ich mich auf diesen Film gefreut. Wieso eigentlich? Ich mochte irgendwie die Idee und wollte endlich mal wieder einen gute Weltraum-Film sehen, von mir aus auch als Comicverfilmung. Außerdem hagelte es begeisterte Stimmen und dieser Film solle ja so in sich geschlossen sein, dass selbst Marvel-Unwissende ihren Spaß haben. Tja. Nope.

Fangen wir aber erstmal mit dem üblichen Rant an: Wieso 3D? Kann das nicht endlich mal aufhören? Finden das Leute wirklich toll oder hab ich irgendeinen Augendefekt? Dass ich 3D sehen kann, weiß ich schon seit den 3D Büchern, die es in meiner Kindheit gab. Ich finde 3D-Filme schrecklich flach und unrealisitisch. Hinten eine Ebene und vorne auf der Ebene passiert was. Es erinnert mich an Puppentheater mit Papierfiguren. Für mich bleibt 2D das realistischere Bild, 3D zerstört für mich jegliche Immersion.

Aber hey, ich hatte tatsächlich eine Vorstellung gefunden, wo der Film auf 2D lief. Nicht in OV (mein liebstes OV-Kino ist leider mit auf den 3D-Zug gesprungen). Aber bei Schauspielern, die ich nicht kenne, kann ich auch eine deutsche Synchro halbwegs ertragen. Im Nachhinein ärgere ich mich, zu dieser Vorstellung gegangen zu sein. Nicht nur, dass die Tickets teuer waren, ich hatte auch gar nicht daran gedacht eigene Getränke und Snacks mitzubringen und wäre fast in Ohnmacht gefallen bei den dortigen Preisen. Und letztendlich hab ich für 2 Personen 30 Euro für einen schlechten Film ausgegeben.

Wieso schlecht? Ich hatte das Gefühl, dass der Film selbst für Marvelfilme nicht so ist, wie er sein sollte. Zwar konnte ich bei Marvelfilmen auch nie wirklich der übergeordneten Story und den zahlreichen Crossovers folgen, aber sie hatten noch einen gewissen Unterhaltungswert. Auch wenn mich Mainstream-Comicverfilmungen total nerven, fand ich sie ganz gut gemacht, für Hollywood-Kino.

Bei Guardians of the Galaxy hab ich mir irgendwann nur noch gewünscht, dass der Film bitte bald aufhört. Alles war so vorhersehbar, alles so langweilig und unbeeindruckend. – Halt, alles? Nein, nicht alles, ich fand das Setting grafisch echt toll gemacht. Sowas hätte ich gerne als Videospiel. – Aber als Film hat die Erzählung versagt. Man merkte auch dem Publikum an, dass es nur wegen der animierten Figuren Groot (Baumwesen) und Rocket (Waschbär) sich amüsierte…mein Humor war’s nicht, aber für irgendwelche Sidekicks konnte ich mich noch nie begeistern (ich hab das Gefühl, dass die Figur Magnitude aus Community mit seiner „Pop Pop“ Catchphrase genau solche Charaktere karikiert….). Einmal gab es einen „erwachsenen Moment“ mit Rocket als er erzählte, dass sein Körper auseinander genommen und dann wieder zusammengesetzt wurde, aber leider war der sehr flüchtig. Ja, und die menschlichen/menschenähnlichen Charaktere? Gääähn. Und seriously, Aliens, die wie Menschen aussehen aber eine blaue/rote/grüne Hautfarbe haben? Sind wir in den 70ern? Außerdem versteh ich bis heute nicht die Verkettung von Ronan, Thanos und den zwei Alien-Weibern. Ach, eigentlich interessiert es mich auch nicht.

Fazit: Guardians of the Galaxy war für mich ein Firefly in schlecht und schlechter. Und ich hab das Gefühl, dass der Film zwar im Marveluniversium mitspielt, aber da doch irgendwie nicht wirklich dazugehört. Vielleicht hat man auch nur versucht mit Groot und Rocket neue Zuschauer an Land zu ziehen. Wer Superhelden/Comics nicht mag, soll wenigstens über die Disney Pixar-Klone lachen können…

4 Gedanken zu „[Film] Guardians of the Galaxy (2014)“

  1. Marvel melkt für mich schon lange tote Kühe. Die ständigen Crossovers und Teil2,3 und sonstwas von den Filmen sind einfach zu viel.
    Man versucht mit ewig gleiche Charakteren einen typischen Hollywoodfilm zu machen und das gelingt ja- aber nicht so, dass es mir gefallen würde.
    Für ich ist Marvel einfach gestorben im Kino, als diese Avengersfilme kamen, die irgendwie zusammenhingen mit anderen Filmen.. und jedes Mal 10 Euro 3D Kinokarte. Oder achja, 12 Euro. Ich verzichte, spare das Geld und kaufe mir lieber etwas anderes. So plumpe Unterhaltung kann ich daheim vorm Fernseher auch haben.

    1. Bei den Comics ist es ja erst recht unmöglich überhaupt einzusteigen, ständig gibt es Reboots und Crossover. Ich hab einfach das Gefühl, dass die Generation Ü30, die damit aufgewachsen ist, gemelkt wird. Und in 10 Jahren sind wir dran mit einer Fülle an Reboots á la die Hexe Sabrina, Dawson’s Creek und Friends o_O

  2. Wie passend, ich versuch auch gerade meine Meinung zu dem Film in einen Blogpost zu packen xD
    Ich fand ihn zwar nicht ganz so schlecht wie du, hatte mir aber auch einiges mehr davon versprochen. Da war Abrams Star Trek ja ein besserer Weltraum-Film und der war schon naja^^ Bin ja eigentlich schon ein Marvel-Fangirl, aber selbst ich kann hier weder mit Handlung noch Figuren was anfangen.

    1. Ahh, da lag ich also nicht ganz falsch, dass der Film auch Marvelfans weniger gefällt. Ein Bekannter meinte dazu auch nur, er hätte eine Sci-Fi-Komödie gesehen aber keinen Marvelfilm.

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