[Buch] Leviathan Wakes (The Expanse 1)

Autor: James S.A. Corey (Pen-Name)

Reihe: The Expanse (Band 1 von bisher 4)

Veröffentlichung: USA, 2011

Länge: 573 Seiten (Kindle)

Preis: 7,99 für die Kindle-Ausgabe

Stichwörter: Sci-Fi, Space Opera, Detective Noir, Horror

“What kind of half-assed apocalypse are they running down there?” Amos said.


Inhalt
: Wir befinden uns in einer Welt, in der nicht nur der Mars besiedelt ist, sondern auch zahlreiche Asteroiden des Asteroidengürtels. Anfangs ist die Erzählung in zwei Erzählstränge aufteilt. Einmal verfolgt der Leser die Abenteuer der Crew um den Erdling Jim Holden, die im ice mining-Geschäft tätig ist und mit seinem Frachter Eis zu diversen Asteroiden-Siedlungen transportiert. Bis der Tag kam, als sie die Scopuli fanden und sich immer tiefer in eine Verschwörung verstrickten. Dann wäre da Detective Miller, wohnhaft auf dem Asteroiden Ceres, der ein spurlos verschwundenes Mädchen aufsuchen soll. Was hatte sie mit der Scopuli zu tun?

Ich liebe dieses Buch! Dabei mag ich Space-Opera eigentlich nicht sooo sehr. Aber wieso konnte mich Levithan Wakes so begeistern? Nun, teilweise liest es sich wie eine Folge von Firefly. Vor allem zwei Charaktere der Crew um Holden erinnern mich sehr an bestimmte Charaktere. Stimmung und der Humor entsprechend genau dem, was man von Firefly gewohnt ist. Selbst die Detective-Story um Miller fand ich nicht so schlecht, obwohl mich Krimis ja noch mehr anöden als klassische Space-Opera. 😉 Das World-Building ist exzellent, besonders toll, wie minimale kulturelle Unterschiede zwischen Erdlingen/Marsianer und den Beltern ausgearbeitet werden, ohne dass man direkt grüne humanoide Aliens einführen muss. Natürlich ist der technische Fortschritt größer als bei uns, aber es gibt keine abgefahrene Supertechnik. Und zum Glück spart man sich auch die Erklärungen, was denn nun ein Epstein Drive sein soll, sondern belässt es einfach dabei, was der kann. Denn ehrlich gesagt hab ich in Sci-Fi lieber keine Erklärung (show, don’t tell) als eine unsinnige. Kurzum: alles wirkt „normal“. Ich hatte nie das Gefühl, hier abgedrehte Sci-Fi zu lesen, sondern eine recht stimmige und plausible Zukunftsvision. Auch schön ist, dass das Buch es schafft den Leser in die Welt einzuführen, ohne ihm alles elend lang zu erklären oder alternativ mit Überinformation zu verwirren. Eben auch das, was ich an Firefly mag. Und zur Spannung: Immer, wenn ich dachte, die Erzählung hat seinen Höhepunkt erreicht, setzte sie noch eins drauf. Spannend und unterhaltsam bis zum Ende. Der erste Band ist so weit abgeschlossen, dass man nicht zwingend weiterlesen muss. Aber man will es definitiv. 😉

Fazit: Ich würde sogar so weit gehen und Leviathan Wakes auch Leuten ans Herz legen, die sonst eher wenig mit Space-Opera/Sci-Fi zu tun haben. Übrigens kommt zu der Reihe auch eine TV-Serie raus und schon beim Lesen kann man sich einige Szenen gut als filmische Umsetzung vorstellen. Das Buch hat einfach eine sehr gelunge Mischung aus Qualität und Unterhaltung. Hoffentlich versaut die Serie es nicht, aber lest zur Sicherheit erstmal das Buch. Wie gesagt, es lohnt sich auch, wenn man sonst mit dem Thema eher wenig am Hut hat, aber z.B. Firefly mag. Da das Buch direkt Fahrt aufnimmt, reicht es, wenn man die ersten drei Kapitel liest und sich dann ein erstes Urteil bildet.

5stars