[Spiel] Spartacus – A Game of Blood and Treachery

Der antike-affine Freund hat das Spiel Spartacus: A Game of Blood and Treachery natürlich direkt mit der Erweiterung erstanden. Ohne Erweiterung ist es für 3-4 Spieler, wobei ich definitiv die 4-Spieler-Variante empfehlen würde. Die Erweiterung erlaubt einen 5. Spieler, ich habe sie nicht getestet, aber hier würde ich sagen: je mehr Spieler, desto besser.
Schon die Anleitung warnt vor, dass man die Aktionen im Spiel nicht persönlich nehmen soll. Blut und Verrat, wie der Titel so sagt, sind tatsächlich Programm. Allerdings empfand ich es als gemäßigt. Eventuell lag es auch an den zu netten Mitspielern 😀 Nein, im Ernst, Verrat ist zwar eine Option, aber nur kurz vor Schluss ratsam. Vorher sollte man es sich nicht zu sehr mit den Mitspielern verscherzen.

Es gibt drei Phasen im Spiel.
In der Intrigue-Phase spielen die Spieler reihum Karten aus. Mit denen können sie Geld verdienen oder sogenannte Schemes ausspielen. Diese wirken sich negativ auf einen Mitspieler aus und/oder sind für den Spieler selbst postiv. Um diese Karten auszuspielen, braucht man eine bestimmte Anzahl an Einflusspunkten. Hat man diese nicht, darf man wie bei Munchkin Mitspieler um Hilfe bitten. Dabei steht es den Spielern frei, auf welche Art sie kooperieren und handeln. Sie können für Hilfe Gold oder zukünftige Kooperationen versprechen und müssen am Ende doch nicht zu ihrem Wort stehen.
In der drauffolgenden Market-Phase können die Spieler um neue Karten handeln. Sklaven bringen Geld, Gladiatoren können in der Arena kämpfen und Waffen ihre Kampfkraft erhöhen. Die Spieler bieten verdeckt, das höchste Gebot kriegt den Zuschlag.
In der abschließenden Arena-Phase entscheidet der Gastgeber (der natürlich dieses Recht erkauft hat), welche zwei Spieler ihre Gladiatoren in die Arena schicken müssen. Es winken Ruhm und Reichtum. Oder verlorene Köpfe. Einmal verinnerlicht sind die Kampfregeln sehr simpel. Allerdings fragt man sich, wofür das große Spielbrett eigentlich gut sein soll, letztendlich nützt weglaufen nämlich gar nichts. Das Arena würde eigentlich erst richtig spannend werden, wenn man eine Variante spielt, die mehr Gladiatoren zu den Kämpfen zulässt. Vor dem Kampf ist es den Spielern erlaubt, auf den Ausgang zu wetten.

Hat man diese drei Phasen einmal verinnerlicht, geht das Spiel recht flott mit einer Spieldauer von maximal einer Stunde. Sie kann aber auch durch andere Startbedingungen deutlich verlängert werden. Aber eine Stunde finde ich völlig ausreichend.

Fazit: Ein nettes casual game zum Einheizen. Ich bin kein Fan von Verhandlungsspielen, Spieler vs. Spieler Aktionen sind auch nicht so mein Ding, aber das ist in Spartacus noch ganz moderat. Für mich vom Spielmechanismus her auf jeden Fall das „bessere Munchkin“. Kann man sich – insbesondere als Fan der Serie oder der Blut & Verrat- Antike – kaufen, muss man aber nicht unbedingt besitzen.