schau-doch-mal

[Blogparade] Schau doch mal!

Amerdale hat zur Blogparade „Schau doch mal!“ aufgerufen und ich find die Idee echt klasse:

Kennt ihr das auch? Ihr schaut irgendeine Serie und fragt euch, warum sie nicht viel mehr Aufmerksamkeit bekommt, obwohl sie es doch so viel mehr verdienen würde als viele andere? Ich finde es ist Zeit genau das zu ändern.

Selbst vorgestellt hat Amerdale Äkta Människor / Real Humans / Echte Menschen, Blood and Bone China sowie Dollhouse und Welcome to Sweden. Bei Dollhouse und Äkta Människor kann ich mich nur anschließen und stelle hier daher andere Serien vor.

Meine erste Vorstellung ist Battlestar Galactica (2003). Die Serie ist zwar durchaus bekannt, für meinen Geschmack aber nicht bekannt genug. In Listen mit den besten Serien findet sie oft keinen Platz und wird von vielen Serienjunkies wohl wegen des Space-Opera Themas umgangen. Ja, Battelstar Galactica spielt im Weltraum und hat auch ein paar Folgen, die sich dem Militär-/Weltraum-Thema widmen.  Das sollte allerdings niemanden abschrecken, der zum Beispiel Star Wars und/oder Star Trek nicht mag. Battlestar Galactica lebt von seinem grandiosen Cast, von den Figuren mit ihren eigenen Geschichten, hat mit der übergreifenden Erzählung um künstlichen Intelligenzen/Androiden ein sehr aktuelles Thema und – weil auch das sehr aktuell ist – Battlestar Galactica ist eine der wenigen Serien, die es schafft, Frauenfiguren als normale Menschen darzustellen. Es gibt dort keine „strong female characters“, sondern einfach strong characters (oder meistens eher weak characters), egal welchen Geschlechts.
Battlestar Galactica ist eine der besten Drama-Serien, die ich kenne. Da verzeiht man auch die etwas komischen Storyelemente der späteren Staffeln 😉 Insgesamt gibt es vier Staffeln, sowie ein paar Webisodes. Die Serie ist abgeschlossen und sollte wirklich von jedem Serienjunkie mal angeschaut werden.

Und nun zu einer britischen Produktion mit dem etwas ausgelutschten Thema „Zombies“: In The Flesh. Die Serie spielt in einer alternativen Gegenwart, die einen Zombie-Ausbruch erlebt hat, aber nun dank eines Heilmittels den ehemaligen Zombies erlaubt wieder normal handeln zu können. Kieren Walker hat mit 18 Jahren Selbstmord begangen, weil sein Freund ihn verließ.  Er kehrte dann als Zombie zurück. Jetzt gilt Kieren als geheilt und darf wieder bei seiner Familie leben. Die Nachbarn sind besorgt, die Familie weiß nicht, wie sie mit dem Sohn umgehen soll. Es geht hier um gesellschaftliche Ächtung, um den Umgang mit Andersartigkeit und dem eigenen Anders-Sein. Auch die Schuldfrage spielt eine große Rolle, denn Kieren hat als Zombie einige Schäden angerichtet, erinnert sich daran auch diffus.  In The Flesh ist also weniger ein klassisches Zombie-Format sondern eher eine Gesellschaftsstudie um Ausgeschlossene. Es gibt zwei Staffeln, eine dritte Staffel wurde nicht abgesegnet. Kann man aber trotzdem gucken.

Zum Schluss eine Serie, die sogar schon zwei mal das „Glück“ hatte, als US-Serie kopiert zu werden: Les Revenants  (The Returned). Diese Serie wiederrum basiert auf dem gleichnamigen Film.  In einem französischen Dorf erwachen eines Tages Tote wieder zum Leben. Die 15-jährige Camille starb vor einigen Jahren bei einem Busunfall und wacht nun verwirrt mitten auf der Straße auf. Sie kehrt Nachhause zurück, zu einer Familie, wo die Eltern mittlerweile getrennt sind und die eigene Zwillingsschwester eine rebellische 19-Jährige geworden ist. So behandelt die Serie bis kurz vor dem Staffelfinale die Geschichten der Zurückgekehrten, immer recht düster und mysteriös. Eine zweite Staffel ist in Planung, aber noch nicht erschienen. Empfehlenswert für Freunde von Mysteryserien und Charakterstudien. Und wie oft schaut man schon französische Serien?

Ein Gedanke zu „[Blogparade] Schau doch mal!“

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>