[Buch] The Martian

Autor: Andy Weir (*1972)

Veröffentlichung: USA, 2011

Länge
: 385 Seiten (Kindle)

Preis
: 7,99 für die Kindle-Ausgabe

Stichwörter: Sci-Fi, Technik, Abenteuer

Nachdem mich Gravity und Interstellar mehr oder weniger enttäuscht haben, habe ich mit dem bald erscheinenden Kinofilm „The Martian“ neue Hoffnung. Ich war sehr erfreut als ich hörte, dass der Film auf einem Buch basiert und musste es natürlich vor dem Film lesen. Und ich bin begeistert.

Die Prämisse ist schnell erklärt. Bei der dritten bemannten Mars-Mission geht etwas schief, der Astronaut Mark Watney bleibt totgeglaubt auf dem roten Planeten zurück. Seine Hoffnung: 4 Jahre überleben bis die nächste Mars-Mission kommt.

Allein schon das Entstehen des Buches ist recht interessant. Andy Weir ist Informatiker und recherchierte intensiv für sein Buchprojekt. Und das merkt man schon nach den ersten Seiten. Dem Leser werden permanent Fakten und Zahlen präsentiert, es liest sich wie ein realer Bericht. Ist es in einer Art auch, da der größte Teil des Buches aus Watneys Logs besteht, der wie ein humorvoller MacGyver versucht auf dem Mars zu überleben. Und da NASA natürlich Satelliten auf den Mars gerichtet hat, bleibt ihnen nicht verborgen, dass Watney alles andere als tot ist. The Martian ergibt dann eine schöne Mischung aus Watney Logs, kurzen Erzählstücken aus der dritten Person und der Storyline auf der Erde.

Nachdem kein Verlag Weirs Geschichte publizieren wollte, stellte er Kapitel für Kapitel kostenlos online. Die Leser wurden ein Teil des Editing und wiesen auf Fehler hin. Schließlich landete das PDF auf Wunsch der Leser bei Amazon und wurde am Ende dort öfter verkauft als gratis auf der Homepage runtergeladen. Soviel zum Thema Kostenlos-Mentalität 😉

Fazit: Es ist mir schon fast egal, wie der Film wird, da dieses Buch eine Perle ist. The Martian ist dank Watneys Charakter lustig, es ist spannend und wirkt technisch sehr akkurat. Kein Patriotismus, keine Liebesgeschichte, keine Aliens, noch nicht mal philosophische Anhauchungen. Hier geht es allein um das Überleben eines Astronauten auf dem Mars.  Toll!