[Serie] Childhood’s End

Die 3-teilige und 4-stündige Miniserie Childhood’s End lief Ende 2015 auf Syfy. Was man darüber hörte, klang nach Rettung der Sci-Fi und einem würdigen Battlestar Galactica Nachfolger. Ich war gespannt und so schauten wir in der langen Silvesternacht die Serie an einem Stück.

Ich hasse ja lange Filme und selbst bei mir geliebten Serien mag ich es selten, mehr als zwei Folgen am Stück zu schauen. Aber die 4h Childhood’s End gingen erstaunlich gut. Und das, obwohl es mir nicht wirklich gefallen hat.

Aber fangen wir von vorne an: ich wusste so gut wie gar nichts über den Inhalt und fand die ersten paar Minuten wirklich aufregend und cool gemacht. Dann lief es wie ein schlechtes Date: nach den ersten Huihui-Minuten kam die „nun ja, wir haben uns eigentlich nix zu sagen“-Phase.  Zwischendurch warf die Serie aber doch interessante Erzählstückchen vor. Nur um sie dann wieder fallen zu lassen und das Thema zu wechseln. Noch schlimmer wurde das ganze durch die Zeitsprünge, die sich überhaupt nicht wie welche anfühlten. Steven Spielbergs Taken, welches über zehn Episoden drei Generationen behandelt, hat das deutlich besser hinbekommen.

Aber worum geht es eigentlich? Aliens kommen zur Erde und schaffen, mehr oder weniger forciert, ein Utopia für die Menschheit. Natürlich ist nicht alles Gold was glänzt. Die Erzählung ist wie das zugrundeliegende Buch von Arthur C. Clarke in drei Teile aufgeteilt: Der Invasion, der Utopia und dem Fall.
Man kennt ähnliche utopische Geschichten von 1984, Brave New World oder Fahrenheit 451.

Was macht (die Serie) Childhood’s End falsch? Man kann es von zwei Seiten betrachten: entweder gibt sie der Erzählung zu wenig Zeit oder stopft zuviele Themen in die Erzählung. Verstärkt wird das ganze durch beliebig wirkende Elemente, die hinterher keinerlei Rolle spielen oder keine Erklärung erhalten.
Ich bin mir sicher, dass man den Stoff hätte sehr cool umsetzen können, wenn man sich auf ein bis zwei Elemente („Wollen wir wirklich eine Utopie?“) konzentriert hätte. Aber nein, es müssen ja noch elend lange Liebesgeschichten und kurze belanglose Religionsszenen eingefügt werden. Schade.

2stars

Immerhin hat mich die Serie dazu gebracht, jetzt die Vorlage zu lesen. Ich bin echt gespannt, wie es das Buch schafft, diese Erzählung auf knapp 300 Seiten unterzubringen.