[Serie] River

Hallo allerseits, wenn ihr Broadchurch mögt, schaut euch unbedingt auf Netflix River an! Und jetzt in der langen Version:

Die Mini-Serie River startete Ende 2015 auf BBC One und etwas später auf Netflix. John River, Detective Inspector bei der Londoner Polizei, sucht den Mörder seiner Kollegin Detective Sergeant Jackie Stevenson, kurz Stevie genannt. An seiner Seite bei der Aufklärung des Falls: Stevie. Denn River sieht tote Menschen. Urrrrgh, dachte ich. Noch so eine Polizeiserie mit übernatürlicher Komponente (=Sleepy Hollow, iZombie).  Aber nein, River hat „nur“ eine Art von Halluzinationen, er nennt sie manifests. Sein Umfeld ist sich seiner Kondition zumindest zu Teilen bewusst. Deswegen soll er die Polizeipsychologin, die entscheidet, ob er nach dem Verlust seiner Kollegin überhaupt arbeitsfähig ist.

2015 Netflix RiverWas ich an der Serie mag: John River, gespielt von Stellan Skarsgard. Ihn  kenne ich bisher vor allem als Vater hübscher Schauspielersöhne (Alexander Skarsgard alias Eric aus True Blood, oder Gustaf alias Floki aus Vikings. Und der jüngste spielt auch in irgendeiner US-Serie mit). Die Rolle des vermeidlichen Einzelgängers John River verkörpert Skarsgard grandios.  Die Darstellung von psychischen Krankheiten/Anomalien in Filmen und Serien finde ich schwierig. Oft wirken die Personen lächerlich oder total abgedreht (hier denke ich an Mickey aus Love).  Dabei gibt es so viele Leute, die „normalen“ Jobs nachgehen oder „normal“ wirken, denen man ihre inneren Kämpfe nicht direkt ansieht.
Bei River mag ich, dass seine Krankheit/Anomalie in vielen Facetten gezeigt wird, positiv und negativ, es authentisch und menschlich rüberkommt. Außerdem mag ich River auch so als Charakter, mit seinem trockenen Humor und seiner grumpyness. Jemand, mit dem ich gerne eine Tasse Earl Grey trinken würde, in einer Karaokebar.

Madness can bring its own kind of clarity.

Aber da war doch was mit einem Mordfall? Es gibt zwar anfangs Nebenerzählstränge, allerdings dreht sich die Serie vorwiegend um den Mordfall an Stevie.  Hier verweise ich auf meinen Eingangssatz: wer den Stil von Broadchurch mag, wird auch diesen Kriminalfall mitreißend finden.

Do not go where the path may lead. Go where there is no path and leave a trail.

Fazit: Die Serie bietet einen spannenden Kriminalfall, untermauert die Stimmung mit toller Musik und vielen Zitaten bzw. zitatwürdigen Szenen. Mit der Thematik um psychische Krankheiten/Anomalien sollte man etwas anfangen können, diese nimmt einen weitaus größeren Raum ein als zum Beispiel in Broadchurch. Die Mini-Serie River ist mit sechs Episoden á ~60min abgeschlossen.