[Serie] The Crown

Diese Woche habe ich auf Netflix mit The Crown angefangen. Ich bin ja absolut kein Fan von historischen Stoffen, aber bei der Queen kann ich nicht nein sagen. Ich bin hellauf begeistert von der Serie. Das Casting ist grandios, die Schauspieler sehen den historischen Persönlichkeiten teilweise sehr ähnlich und haben es drauf, die kleinen Feinheiten einzufangen.

Der wichtigste Charakter, Elizabeth, kann auf voller Linie überzeugen. Eine junge Frau, Mechanikerin, rational, neugierig und doch etwas verloren, zum Beispiel wenn sie sich dessen bewusst wird, dass ihre Bildung nicht so hoch ist wie bei den Politikern, die sie regelmäßig treffen muss. Das alles kann die Schauspierin Claire Foy gut einfangen. John Lithgow (Wir erinnern uns: „Hello, Dexter Morgan“) sieht Churchill nicht mal so ähnlich, aber das kann er mit der entsprechenden Mimik erschreckend gut kompensieren. Jared Harris, an dessen Rolle in Mad Men ich noch immer gute Erinnerungen habe, verkörpert George V, Elizabeths Vater. Der Mann, der eigentlich nicht König sein sollte, dessen älterer Bruder aber abdankte. Die Serie beginnt mit Elizabeths Hochzeit und der immer schlechter werdenden Gesundheit ihres Vaters. Die üblichen politischen Spielereien, ihr Aufstieg zur Königin aber auch ihre persönliche Beziehung zu Philipp werden behandelt. Für mich der amüsanteste Nebencharakter: Elizabeths etwas unkonventionelle Schwester Margaret. Neben den Charakteren können auch die Kulissen überzeugen. Man bemerkt das hohe Budget. Die Serie hat eine Qualität, die man von den Netflix-Eigenproduktionen gewohnt ist. Eine klare Empfehlung von mir.