[Serie] The OA

Die folgende Review ist ohne Spoiler. Innerhalb von drei Tagen habe ich die neue Netflixserie The OA geschaut. Sie war ganz anders als ich es anhand des Trailers vermutet hatte (dachte an Sci-Fi in Richtung Orphan Black). Mir hat sie trotzdem ganz gut gefallen. Die Story ging in Richtung Mystery. Hier wurde zurecht von vielen der Vergleich zu Lost gezogen, auch wenn The OA einen deutlich geringeren Mystery-Level hat als die späteren Staffeln von Lost. Weitere Vergleiche gab es zu Stranger Things, weil auch The OA mit dem Thema „coming-of-age“/ „Freunde erkunden ein Geheimnis“ spielt.

Was den Spannungsbogen betrifft, wirkt The OA weniger wie eine Serie, sondern eher wie ein langer Film, in wohlbekannter hoher Netflix-Qualität. Ich glaube, die Serie würde nicht gut funktionieren, wenn man die Folgen in wöchentlichen Abständen guckt.

Der Cast ist gelungen, die meisten Darsteller eher unbekannt, aber gut gewählt. Für die Darstellung eines Transjungen hat man einen Transjungen gecastet. Das finde ich sehr positiv, da die Trans-Community die Besetzung solcher Rollen (in Hollywoodfilmen) oft kritisiert hatte. Die Transidentität des Charakters spielt allerdings keine besondere Rolle. Alle Hauptcharaktere gehören zu einem „großen Ganzen“. Mehr kann man dazu nicht sagen ohne zu spoilern 😉

Die Serie war an vielen Stellen sehr überraschend und ging andere Wege als ich zunächst vermutete. Man sollte The OA auf jeden Fall zu Ende schauen bevor man ein Urteil fällt. Wer Mystery mit“Alltagscharakteren“ mag, sollte reinschauen und zumindest die ersten zwei Folgen sehen.

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