[Buch] American Gods

Neil Gaiman und ich werden wohl keine großen Freunde mehr. Neverwhere und Coraline fand ich „ganz nett“, beides aber keine Bücher, die mich groß vom Hocker gerissen haben. American Gods wird als eins der wichtigsten Werke Gaimans gehandelt, entsprechend hoch waren meine Erwartungen. Das war wohl der Fehler, so hat mich das Buch nur enttäuscht.

Den Anfang fand ich noch vielversprechend, Shadow wird nach einigen Jahren aus dem Gefängnis entlassen, nur um festzustellen, dass seine Frau und sein bester Freund, die einzigen Anlaufpunkte in der Draußen-Welt, bei einem Unfall ums Leben kamen. Der mysteriöse Mr. Wednesday bietet Shadow noch am Flughafen einen Job an und so beginnt ein wirrer Roadtrip durch die USA. „Ein Sturm zieht sich zusammen“, spürt Shadow und findet mit der Zeit langsam heraus, was das genau heißen soll.

Mich störten die zahlreichen Interludes, auch wenn ich die Intention dahinter verstehe, dass damit etwas über die Gaiman’sche Göttermythologie erzählt werden sollte. Nachdem schon 3/4 der Erzählung mit dem Roadtrip vergangen waren, ohne, dass signifikante Dinge passierten, langweilte ich mich einfach nur noch und hoffte, dass die Geschichte bald sein Ende findet. Die Auflösung des Konflikts war zwar ganz gelungen, aber es machte für mich nicht die langweilige Hinführung wieder gut. Schade, denn ich wollte das Buch ob der Begeisterung darum wirklich mögen.

Ich denke aber, dass mir die Serienumsetzung trotzdem gefallen könnte und hoffe, dass die Story mit Visualisierung etwas spannender für mich ist. Ian McShane als Mr. Wednesday ist jedenfalls eine perfekte Besetzung (schaut euch Deadwood an).

 

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