[Buch] The Colour of Magic

Ich kenne viele Leute, die die Scheibenweltromane lieben. Darunter sowohl Wenig-Leser, die höchstens mal zu Die Zwerge greifen, als auch Leute, die einen mir ähnlichen Lesegeschmack haben und High Fantasy mögen. Das ist schon eine Kunst, wenn man zwei so unterschiedliche Lesertypen ansprechen kann. Lesen wollte ich die Bücher trotzdem nie, weil ich das Gefühl hatte, dass der Humor mir nicht gefällt, den ich in der gleichen Ecke wie Monty Python verankerte.  Aber nun habe ich doch meinen ersten Scheibenweltroman gelesen, und zwar den allerersten überhaupt: The Colour of Magic. Leider hat mir das Buch wie befürchtet überhaupt nicht gefallen.

Inhalt: Rincewind, ein gnadenlos versagender Magier, soll den Touristenführer für Twoflower spielen. Praktisch, so lernt der Leser Ankh-Morpork und die Discworld direkt kennen. Das Duo stolpert von einem Abenteuer zum nächsten und landet am Ende am Ende: dem Rand der Discworld. Diese steht auf vier wirklich großen Elefanten, die wiederum auf einer gigantischen Schildkröte stehen, die durchs Weltall gleitet.

Die „Physik“ der Discworld fand ich unglaublich spannend. Aber die ganze Geschichte um Rincewind und Twoflower war leider gähnend langweilig. Die Erzählung nimmt (damals) gängige Fantasyklischees auf den Arm und bietet einen recht platten Humor. Man hetzt von einer Location zur anderen, mich wundert es nun nicht, dass so viele Wenig-Leser von den Büchern begeistert sind.

Der Humor und der Stil war absolut nicht mein Fall, ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass ich einen gewöhnlichen, eher schlechten, Fantasyroman lese. Das fand ich sehr schade, da ich einige nette Zitate aus den Discworld-Büchern kenne und Terry Pratchett schätze, besonders nachdem ich seine bewegende Doku über (seine mögliche) Sterbehilfe sah.

Fazit: Die Discworld kann ich wohl zu Harry Potter und Monty Python stecken, den Fandoms, mit denen ich nichts anfangen kann. Aber halt! Bevor ich mich endgültig von der Discworld verabschiede, werde ich ihr irgendwann noch eine Chance geben und Mort lesen, denn der Charakter Death hat es mir schon angetan. Der vierte Discworld-Roman war auch der erste, mit dessen Plot Pratchett zufrieden war. Vielleicht wird es bei mir ähnlich sein?

Ein Gedanke zu „[Buch] The Colour of Magic“

  1. Das Schwierige an der Scheibenwelt ist, dass sie so komplex ist … Und meiner Meinung nach gerade von den Plots her sehr reichhaltig sind. Die Geschichten um die Zauberer mag ich bspw. allesamt überhaupt nicht, dafür liebe ich die Stadtwachen- (bzw. die Storys aus Ankh Morpok insgesamt, außer eben die mit den Zauberern :D) und Hexenromane. Es kann durchaus nicht schaden, der Scheibenwelt eine zweite Chance mit einem anderen Protagonisten zu geben.

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