[Buch] Edgedancer

Edgedancer von Brandon Sanderson wird unter Stormlight Archives #2.5 geführt, das heißt, man sollte die ersten Bände von den Stormlight Archives gelesen haben und Edgedancer vor dem kürzlich erschienenen dritten Band Oathbringer lesen. Brandon Sanderson hat Edgedancer extra geschrieben, weil die Charaktere aus Edgedancer in Oathbringer eine größere Rolle spielen sollen und so noch ein bisschen Hintergrundgeschichte erzählt wird. Er schüttelte also mal wieder einen kurzen Roman aus dem Ärmel, so kennen wir ihn.

 

Edgedancer handelt von der jungen Lift (die man sich wie eine Latina vorstellen kann), die zusammen mit ihrem Spren Wyndle – einem Wesen, das wie eine Ranke aussieht und das nur Lift sehen kann – auf Diebestour geht. Ihre Awesomeness, wie sie es nennt, hilft ihr öfters, zum Beispiel kann sie sich glitschig machen und so fiesen Wachen einfach entgleiten. Bei ihren Touren bemerkt sie, dass eine unangenehm anmutende Gestalt, die sie Darkness nennt, ihr auf den Fersen ist.

Lift und Darkness sind wohl schon im zweiten Band der Stormlight Archives kurz aufgetreten, aber da erinnere ich mich bei bestem Willen nicht mehr dran, den habe ich 2014 gelesen. Es ist auch für die Story in Edgedancer nicht besonders relevant. Mich hat erstaunt, wie schnell ich in die Geschichte reingekommen bin. Ich habe zwar nicht alle Subtexte/Andeutungen sofort verstanden (hier oder hier kann man alles nachlesen), aber ich fühlte mich direkt heimisch und nicht so verloren wie zu Beginn von anderen Fantasygeschichten. Sanderson schafft es eine einfache Geschichte zu erzählen und diese ganz natürlich in eine Welt voller Magie und Mythen einzuweben. Das ist wirklich bewundernswert. Auch in Edgedancer lernt die Leserin wieder etwas mehr über Cosmere, dem gigantischen Universum zu dem neben den Stormlight Archives auch die Serie Mistborn und diverse Standalones gehören.

Fazit: Edgedancer macht Lust auf das Cosmere und natürlich auf den dritten Band der Stormlight Archives. Dadurch, dass die Hauptfigur im Teenager-Alter ist, hat das Buch den leichten Charakter einer young adult novel. Also kein Problem das durchzulesen, bevor man sich an den dritten Band der Stormlight Archives setzt. Ich war nach dem Lesen mal wieder sehr verzaubert von dem was Brandon Sanderson hier geschaffen hat. Leicht zugängliche Fantasy, die trotzdem tiefgängig und sehr komplex ist.

Wer mit Sanderson starten möchte, ist bei der dreiteiligen Reihe Mistborn gut aufgehoben. Oder einem der Standalones, Elantris oder Warbreaker.

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