Previously on Firyar…Oktober

Im Oktober endete bei mir auf der Arbeit das Geschäftsjahr mit einer großen Veranstaltung, die dieses Jahr in Berlin war. Die Stadt finde ich furchtbar, aber das Hotel war sehr schön und ich könnte mir vorstellen, da nochmal einzukehren und in Berlin ein paar Museen wie das Pergamonmuseum oder das Jüdische Museum zu besuchen. Nun beginnt die ruhige Winterzeit und ich frage mich, wo die Zeit schon wieder hin ist. Einen schönen Monatsabschluss gab es an Halloween, mit Grillgut und sehr leckeren Beilagen, dazu einige tolle Spielerunden.

Brillentalk: Diesen Monat habe ich intensiv nach einer neuen Brille gesucht. Da ich einen relativen kleinen Kopf und relativ nah beieinander stehende Augen habe, sind die meisten Standardbrillen für mich nicht passend. Also habe ich es online mit der Brillensuche versucht. Viele Modelle haben mir gefallen. Leider stehen mir komplett runde Brillen überhaupt nicht und eigentlich sieht gar nichts, was derzeit modern ist, an mir gut aus. Problematisch an der Online-Bestellung für mich: man kann nur 4 Brillen auf einmal vergleichen. Also bin ich mit dem Freund im Schlepptau doch zum stationären Handel gegangen. Bei Apollo war die Auswahl groß, aber nicht gerade vielfältig. So landete ich wieder beim Fielmann, wo ich seit meiner ersten Brille Stammkunde war. Zuletzt war ich sehr unzufrieden mit der Filiale im Einkaufszentrum. Also habe ich die in der Innenstadt versucht. Bei drei Etagen müsste sich doch eine Brille finden? Ja, tat es. Ich griff gezielt zu einem schönen eckigen Modell und stellte dann fest, dass es meine aktuelle Brille ist… schon wollte ich flüchten, aber der Freund zwang mich fürs Beratungsgespräch zu bleiben. Ich schilderte dem Verkäufer meine ganzen Sonderwünsche (aus Metall, mehr Sichtfläche, warme Farben, nicht glänzend, keine komischen Ecken, relativ klein…). Tatsächlich fand der Optiker ein Modell, das mir gut passte und alle Wünsche erfüllte, eine Brille von Calvin Klein mit dem Sticker „Petit Fit“ drauf 😀 Mit etwa 100 Euro ist das Modell sogar nicht so teuer, wie ich bereit war für eine perfekte Brille auszugeben. Die Gläser kosten natürlich wieder am meisten, da meine Sehstärke einen extra dünnen Schliff erfordert (aber trotzdem nicht hoch genug ist, dass es die Krankenkasse interessieren würde…). Ich freue mich jedenfalls, jetzt auch eine halbwegs moderne Brille mit einem größeren Sichtfeld zu bekommen /Brillentalk.

Gelesen habe ich diesen Monat nicht viel. Zwischendurch den Comic After Death, ansonsten hänge ich im letzten Buch vom Demon Cycle, The Core, fest. Ich finde die Reihe ganz gut, da sie über 30 Jahre Erzählzeit geht und neben dem klassischen Mittelaltersetting auch einen arabischen Kulturkreis beinhaltet und auch atypische „Helden“, wie z.B. eine martial arts Mutter mit Kleinkind. Aber die hohe Zahl an Charakteren empfinde ich als erschlagend (vor allem bei den Krasians, wo auch noch jeder mit jedem verwandt ist) und viele sekundäre Storylines nicht interessant.

Die üblichen Serien laufen endlich wieder, allen voran freue ich mich über neue Folgen von Brooklyn Nine Nine und Modern Family. Von Party of Five habe ich die dritte und vierte Staffel geschaut. Die Serie wurde erwachsen und widmete sich ernsten Themen, die auch heute noch aktuell sind und oft wenig Beachtung finden. So wird ein Charakter alkoholsüchtig, die Folge mit seiner Intervention gehört sicherlich zu den intensivsten. Ein anderer Charakter entwickelt eine schwere Depression. Und schließlich erkrankt jemand an Krebs. Was die Serie toll macht: diese Probleme treten nicht plötzlich auf, sondern werden über mehrere Folgen hinweg angedeutet und steigern sich langsam. Die Charaktere reagieren teilweise irrational und nicht immer verständlich, aber genau das macht es letztendlich realistisch. Die zweite Staffel von Stranger Things haben wir kurz nach Erscheinen gebinged. Sie hat den cthuluiden Horror der ersten Staffel nochmal ordentlich gesteigert, hatte aber auch an einigen Staffel Probleme. Trotzdem eine tolle Fortsetzung der Serie. Auf Netflix ist die neue Star Trek Serie Discovery erschienen. TNG und insbesondere Enterprise finde ich nicht gut, obwohl ich TNG gerne gemocht hätte. Dann konnte mich Discovery von der ersten Minute an packen. Michael ist ein toller Hauptcharakter (den männlichen Namen finde ich jedoch bescheuert), der Cast ist nicht überragend, aber gut, und das Artwork erste Sahne. Allerdings sinkt meine Begeisterung langsam wieder. Die Klingonen und Vulkanier finde ich absurd und langweilig klischeehaft und die letzte Folge mit der Zeitschleife war nun wenig kreativ. Das Problem mag auch sein, dass ich parallel Babylon 5 gucke, wo es auch einen Konflikt zwischen den Spezies gibt und dieser viel tiefgängiger dargestellt ist. Außerdem hat Babylon 5 deutlich mehr „Herz“ als Discovery. Letztere Serie wirkt manchmal wie eine Netflixserie aus einer Maschine, ohne dass da jemanden mit Begeisterung dahinter steht. Aber gut, das kann ja noch werden. Bis dato erfreue ich mich an jeder passablen Space Opera.

Gespielt wurde diesen Monat Time of Crisis, Alte Dunkle Dinge, Pandemic, Concordia, Codenames, Chariot Race, Die Kutschfahrt zur Teufelsburg, sowie drei Errungenschaften von der diesjährigen Spielmesse: Patchwork, Ice Cool und Photosynthesis.

Time of Crisis ist ein „deckbuilder war game“ von GMT. Die Regeln sind für ein Spiel von GMT relativ simpel, die Mechanik ist recht interessant, weil man auch mit politischer Macht sehr viel ausrichten kann. Chariot Race liegt seit der letzten Messe bei uns herum. Jetzt haben wir es mit 6 Leuten angetestet, hey, es ist gar nicht so schlecht wie erwartet. Mit weniger als 5 sollten man es aber nicht spielen. Patchwork ist schon jetzt eins meiner liebsten 2-Spieler-Spiele. Ice Cool ist sicher zu viert besser als zu zweit, aber so als Zwischendurch-Spiel witzig. Photosynthesis hat ein schönes Artwork und ein Gameplay, das schön zum Thema passt. Am meisten Spaß hatten wir wohl aber an Halloween mit der Kutschfahrt zur Teufelsburg. Man muss herausfinden, wer zu dem eigenen Team gehört und dann Gegenstände sammeln. So ein Spiel lebt natürlich von den Leuten die am Tisch sitzen, da hatten wir an Halloween eine tolle Runde zusammen getrommelt.

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