Strange Days 1
Autor: Fred Ink
VÖ: Mai 2011, Deutschland
Reihe: Strange Days, Band 1
Taschenbuchausgabe: 220 Seiten
Stichwörter: Fantasy, Horror
Klappentext:
Was tust du, wenn dich geflügelte Killer jagen, die niemand außer dir sehen kann? Und was denkst du, wenn sich die deinem Kater entsprungene Einbildung als real entpuppt?
Alex Vendigs Leben scheint eine Gratwanderung zwischen Wahnsinn und Halluzination zu sein: Eine Verflossene, gegen die aller Alkohol der Welt nichts hilft, ein blaues Äffchen namens Mojo, das schreckliche Gefahren prophezeit, ein durchgeknallter Polizist, der ihn umbringen will ...
Aber alles ist real, selbst die Monster, die ihn bis in die Wohnung seines Freundes David verfolgen. Die beiden Jungs müssen verschwinden, und es gibt nur einen Ort, an den sie fliehen können: die Welt des kleinen blauen Affen. Sie ahnen nicht, dass dort noch viel größere Schrecken auf sie lauern ...
Folge Alex und David in den Beginn einer Fantasy-Trilogie voller Action, Humor, Parallelwelten, Sex, Drogen und Gewalt, gewürzt.
"Schauen Sie doch einfach mal rein - es lohnt sich, großes Ehrenwort!" schrieb der Autor Fred Ink in seiner Email. Tatsächlich hatte er recht. Dabei waren meine Erwartungen ziemlich gering, deutsche Autoren im Bereich Fantasy mag ich überhaupt nicht, bei Erstlingswerken habe ich sowieso immer bedenken und das Cover von Strange Days, sowie der Titel selbst, spricht mich auch nicht an. Eigentlich war das Buch schon deshalb zum scheitern verurteilt, umso erstaunlicher, dass Strange Days mich dennoch überzeugt hat.
Kurz und knackig präsentiert der Autor hier eine Fantasywelt, die sowohl an altbekannte Elemente anlehnt als auch neues bietet. Besonders gut gefallen hat mir die Parallelwelt, deren Bewohner in einer Dystopie ähnlich der von Brave New World (oder auch der vom Spiel Final Fantasy 7) leben: jeder hat vom ersten Atemzug an seine vorherbestimmte Rolle, aber auch hier gibt es Rebellen, die sich gegen die Herrscherklasse auflehnen. Einer von ihnen ist das affenähnliche Wesen Mojo. Zusammen mit Alex versuchen diese Rebellen zu verhindern, dass der Imperator die Ressourcen der Parallelwelt vollends aussaugt. Nur welche Rolle spielt Alex wirklich? Wieso wird ausgerechnet er von dem Imperator gesucht und was hat es mit Alex' Träumen auf sich?
Nicht so gut gefallen hat mir der Slang, cränker shize, oh weh, sowie die etwas plumpe Lösung, dass David mittels Marihuana das sonst unsichtbare blaue Äffchen Mojo sehen kann. Auch die Sexszenen waren meiner Meinung nach unnötig und eher nach dem Motto "ein bisschen Sex ist immer gut" reingequetscht.
Streiche ich also für mich die Punkte Humor, Sex und Drogen, so bleibt doch noch genug übrig: "Eine Messerspitze Horror" (für meinen Geschmack hätte es ruhig mehr sein können), Fantasy und Action. Besonders löblich ist die Schnelligkeit der Erzählung, sie schafft es glaubhaft komplexe Welten zu erschaffen, ohne den Leser mit ausschweifenden Erzählungen zu langweilen.
Frische Ideen kombiniert mit bekannten Konventionen. Fertig ist ein gelungenes Erstlingswerk was definitiv Lust auf mehr macht.
4,5 Sterne!

Ich bedanke mich bei Books on Demand für das Rezenionsexemplar.

"Mojo" Copyright bei Fred Ink


