Carcassonne

Spiel des Jahres 2001 und ich glaube, genau so lange liegt es schon unbenutzt in meinem Regal :D Ich hatte es auf gut Glück gekauft, dann einmal (alleine) angetestet und für blöd befunden. So staubte das Ding langsam vor sich hin, bis ich es (mit zwei Erweiterungen) dieses Jahr auf einem Spieleabend getestet habe. Da fand ich es ganz nett. Beim zweiten Mal auf dem Spieleabend hatte mich schon die Sucht gepackt!

Ich habe meine Version mal wieder hervorgeholt und das Grundspiel diesmal mit Mitspielern getestet. Was soll ich sagen, es hat Spaß gemacht! Eine Partie ist zwar ohne Erweiterungen deutlich schneller gespielt, aber macht nicht weniger Spaß.

Worum geht's? Es gibt diverse Landschaftskarten mit darauf abgebildeten Stadtteilen, Straßenabschnitten, Wiesen oder Klöstern. Diese muss man nun ähnlich einem Puzzle pro Spielzug aneinander legen. Straße an Straße, Stadtteil an Stadt usw. Jeder Spieler besitzt einige Gefolgsmänner, die für ihn die Punkte auf der Karte sammeln. Stelle ich meinen Gefolgsmann auf eine Straße, bekomme ich nach Beendigung jener pro Kartenteil einen Punkt. Und den Gefolgsmann wieder zurück. Selbst bei unfertigen Baustellen gibt es am Ende (wenn alle Landschaftskarten aufgebraucht sind) noch Punkte für jeden besetzten Abschnitt.

Was ist der Kniff? Es geht nicht nur darum, für sich selbst genug Punkte zu bekommen, sondern auch den Mitspielern ihre Punkte zu versauen oder gar zu stehlen. :D Legt man ein Landschaftsplättchen geschickt in die Nähe einer fremden Stadt, kann man es dem Mitspieler schwer machen, seine Stadt fertig zu bekommen. Oder man plaziert das Plättchen so, dass man sich in die Stadt eines Mitspielers "reinschleichen" kann und seine Punkte auch bekommt.
Man kann also richtig schön fies zu seinen Mitspielern sein, das macht wohl den wahren Reiz des Spieles aus!

Für 2-5 Spieler, wobei ich persönlich dazu tendiere, noch ein paar Erweiterungen zu kaufen, um die Spielzeit zu erhöhen ("Händler und Baumeister" ist bereits erprobt worden und unterwegs). Mittlerweile gibt es ja mehr als genug zur Auswahl.
Caracassonne ist sehr einfach zu lernen und ideal für einen Spieleabend mit mehreren Leuten.



Einfach Genial!

Da Gesellschaftspiele zu einer meiner zahlreichen Leidenschaften und Hobbys gehören, werde ich hier auch nun welche vorstellen. Ich beginne mit "Einfach Genial" von Rainer Knizia.

Material: Spielplan, 120 Spielsteine, 1 Stoffbeutel, 4 Ablegebänke, 4 Punktetafeln, 24 Wertungssteine

Transport: Ohne Verpackung einfach im Rucksack mitzunehmen

Altersempfehlung: ab 8 Jahren (keine Lesekenntnisse nötig)

Spieler: 1-4

Dauer: ~30min

Art: Strategie mit etwas Glück

Einfach Genial verspricht was der Name sagt: es ist einfach zu spielen und bietet kurzweiligen "genialen" Spielspaß.

Das Konzept ist entfernt verwandt mit Domino. Der Spieler hat 6 Plättchen auf seiner Ablagebank. Jedes Plättchen zeigt zwei Symbole. Diese Plättchen werden nach und nach auf dem Spielplan abgelegt und so für jedes Symbol Punkte gesammelt. Punkte gibt es, wenn ein abgelegtes Plättchen an ein gleiches (oder direkt mehrere gleiche) Symbol abgelegt wird. So legen die Spieler nach der Reihe Plättchen ab und ziehen dann auch wieder immer eins nach.

Der Clou der ganzen Sache: Es gewinnt nicht der, der die meisten Punkte sammelt, sondern dessen schwächstes Symbol die meisten Punkte hat. Hat ein Spieler fünf Symbole auf 13 und eins auf 6, der Gegenspieler vier Symbole auf 7 und eins auf 13, so gewinnt der Gegenspieler, da seine schwächstes Symbol weiter ist. Es gilt also geschickt zu taktieren, welches Symbol man weiter ausbaut, oder, wenn man gemein wie ich ist, wo man auf dem Spielplan Symbole blockt, sodass der Gegenspieler mit seinem schwächstes Symbol nicht weiter Punkte machen kann.

Das Spielprinzip ist schnell verstanden und ist sowohl für den Spieleabend unter Gleichaltrigen, als auch für die gesamte Familie geeignet. Interessant ist auch das Solospiel für Zwischendurch oder die Teamvariante für vier Spieler.



Es gibt von Einfach Genial noch eine kleine abgewandelte Variante, die etwas mehr mit Risiko und Glücksspiel verbunden ist. Diese ist zu empfehlen für Spielrunden, wo man nicht allzu viel Konzentration aufbringen möchte, beispielsweise während einer Feier. Praktisch auch für Unterwegs, da nur ein Säckchen mit Spielsteinen benötigt wird.

3 Steine liegen auf dem Tisch, beispielsweise blau, gelb und rot. Man zieht einen Stein - gelb -passt! Jetzt heißt es: weiterziehen oder die zwei gelben Steine einsacken? Zieht man weiter, dann muss es entweder blau oder rot sein, niemals darf man eine Farbe doppelt ziehen oder eine, die nicht auf dem Tisch liegt, sonst hat man alle Steine verloren. Diese verbleiben auf dem Tisch und können nach dem gleichen Prinzip vom nächsten Spieler einkassiert werden. Wer als erstes von allen Farben 7 Stück gesammelt hat, gewinnt.