[Film] I am Mother

Die Menschheit wurde ausgelöscht. Ein humanoider Roboter lebt in einem hoch technisierten Bunker, hat eine Sammlung an menschlichen Embryonen und zieht einen davon groß. Als Teenagerin hinterfragt dieses Kind ihre Lebensumstände und ob der Roboter, von ihr „Mother“ genannt, ihr tatsächlich die Wahrheit erzählt. Dann taucht eines Tages eine Frau vor der Schleuse auf.

Der Film hat einige Logiklöcher, beispielsweise wieso der hoch technisierte Roboter stellenweise eine sehr lasche Security hat. Die Storyline der Frau fand ich auch irgendwie unschlüssig. Aber alles in allem war der Film besser als gedacht und hat mich ganz gut unterhalten.

[Film] Ich bin dein Mensch

Ich bin auf Twitter in einem Thread zum Thema „Sci-Fi-Filme von Frauen“ über diesen deutschen Film von Maria Schrader gestolpert. Ich kann sonst nichts mit deutschen Filmen oder Serien anfangen, weil mich die gestelzte Sprache oft gruselt, aber bei einem Film über einen Androiden kann ich nicht nein sagen.

Alma ist Archäologin und lebt in Berlin. Um Gelder für ihre Forschung einzustreichen, lässt sie sich dazu überreden an einer Studie teilzunehmen: sie soll 3 Wochen mit einem Androiden zusammenleben, der als für sie perfekter Partner konzipiert wurde.

Ich glaube, der Film hätte für mich nicht funktioniert, wenn man jemanden anderen oder einen deutschen Schauspieler für die Rolle des Androiden Tom genommen hätte. Dan Stevens (Matthew aus Downton Abbey) passt einfach perfekt für die Rolle. Er spricht exzellentes Deutsch mit einem britischen Akzent, was ihn als gestelzten, sprachlich etwas ungeschickten Androiden umso glaubhafter macht.

Der Film spricht interessante Themen an (wer würde noch mit Menschen zu tun haben wollen, wenn es auf einem perfekt abgestimmte humanoide Partner*innen oder Freund*innen gibt?), punktet aber vor allem als Liebeskomödie.

Ich bin dein Mensch ist jetzt keine Überraschungsknaller und bietet nicht viel neues, ist aber ein sehr unterhaltsamer Film und für einen deutschen Film erstaunlich gut.

[Film] The Father

Wenn Anthony Hopkins und Oliva Coleman zusammen in einem Film spielen, ist das schon mal ein guter Grund reinzuschauen. Der 2020 erschienene Film hat einige Preise abgeräumt, genauso wie das französische Theaterstück, auf dem der Film basiert.
The Father handelt von Anne und ihrem Vater Anthony, der an Demenz leidet. Das besondere an dem Film ist, dass er aus der Perspektive von Anthony erzählt wird. Wie ihr euch bei dem Thema sicherlich vorstellen könnt, ist es kein einfacher, leicht verdaulicher Stoff. Dadurch, dass man Anthony Hopkins schon länger „kennt“, fällt es umso schwerer ihn hier als dementen alten Mann zu sehen, fast so als ob man einem Familienmitglied zuschaut.
Der Film ist traurig, schockierend und bietet kein Trostpflaster. Immerhin geht er nur 97min und schafft es durch seine Struktur trotz aller Traurigkeit einen gut durch die Erzählung zu begleiten. Schaut ihn euch unbedingt irgendwann mal an, wenn ihr könnt.