12.05.2022

Heute war ein schöner Bürotag, es war nicht nur die Kollegin 1 da, die ich fast immer am Donnerstag zum gemeinsamen Jour Fixe treffe, sondern auch noch meine direkte Kollegin 2, die heute eigentliche Homeoffice gehabt hätte, aber für uns gerne ins Büro kam. Wir haben unsere Geburtstage mit Kuchen nachgefeiert, für die Kollegin 2 gab es eine schöne Büropflanze und für mich einen Gutschein für TörtchenTörtchen. Na, da kann ich weiter meine Probierliste abarbeiten! Mit Kollegin 1 und einer anderen Kollegin 3 bin ich dann noch gemeinsam in ein vietnamesisches Restaurant gegangen, wo man uns und unsere Essensvorlieben schon kennt. Es wurde natürlich nicht nur gegessen, sondern auch ausgetauscht und ich habe schon wieder einige interessante Dinge erfahren.

Übrigens hatte ich heute tatsächlich einen Besucher im Büro! Den musste ich aber schnell darum bitten, mir sein Anliegen samt Infos per E-Mail zu schicken. Das ist keine Schikane, sondern einfach nötig bei den zahlreichen Vorgängen, wo oft mehrere Personen involviert sind. In dem Fall meine Kollegin 2, der ich eine E-Mail schickte anstatt ins Nachbarbüro zu gehen. Ich weiß, dass hier viele Boomer empört wüten würden, nur verschwinden E-Mails nicht so schnell wie Zettel oder mündlich kommunizierte Informationen.

11.05.2022

Nach mehr als zwei Jahren endete heute das Dauer-Homeoffice für mich. Zwar gibt es weiterhin viel Homeoffice, aber auch wieder etwas Zeit vor Ort im Büro. Das führte dazu, dass ich heute alleine in meinem Büro saß, der Flur fast komplett leer war und ich keinen Menschen gesprochen hab. Gut, außer meine Kolleginnen, die eine rief an, die andere meldete sich per E-Mail, wie wir es halt seit Corona machen. Immerhin konnte ich mich bewegen, denn ich musste ein paar Sachen umräumen, weil ich bald in mein Nachbarbüro umziehe. Da bin ich auch ganz froh drüber, weil ich dann endlich keine große Fensterfront zum Flur mehr habe. Heute bin ich jedes Mal aufgeschreckt, wenn Leute an meinem Büro vorbei gingen, störte mich an diversen Geräuschen und passend zum beginnenden Sommer auch an der stickigen Luft in meinem Büro. Aus Arbeitsschutzgründen kann ich nämlich nicht richtig lüften. Öffentlicher Dienst – case closed.
Morgen wird aber ein schöner Bürotag, weil ich mit zwei Kolleginnen verabredet bin. Für solche Gelegenheiten komme ich gerne ins Büro, für’s alleine konzentriert arbeiten bleibt mein Privatbüro die bessere Wahl.

10.05.2022

Heute ist meine „Schule für E-Gitarre“ gekommen und ich habe direkt losgeklimpert mit Smoke on the Water. Das ist nicht schwer, aber für Anfängerinnen schmerzhaft an den Fingern. Auf den ersten Blick gefällt mir das Buch ganz gut, es hat nicht nur Noten und Tabulaturen, sondern auch kleine Füße, da wo man mit dem Fuß den Takt mitgehen soll. Ich habe nach wie vor das Gefühl, dass meine Saiten nicht richtig eingestellt sind und müsste wirklich mal auf die andere Rheinseite zum Music Store in die Gitarrenwerkstatt, habe aber Angst, dort als Laie und Frau blöd behandelt zu werden (wie z.B. in der Fahrradwerkstatt). Diese Verunsicherung nervt mich ungemein.

Meine E-Gitarre habe ich übrigens damals dem Sänger von Travis nachgekauft. Naja, fast, er hatte eine Fender Telecaster, ich wollte eine Stratocaster und habe sie natürlich in der günstigeren Version von Fender Squier für 300DM gekauft. Aber die Farbe war die gleiche! Da war ich 15 Jahre alt und jetzt bin ich deutlich älter und fliege Ende des Monats nach Glasgow, um die Band mal wieder live zu sehen. Hätte ich mit 15 nicht gedacht, dass es so weit kommt.