28.06.2022

Eine Nachbarin hat mich heute im Waschkeller gefragt, ob die Hunde uns Nachts schlafen lassen. Auf mein irritiertes Gesicht fragte sie, na, ob die wie Babys sind? Nein, ich hab ihr erklärt, dass unsere Hunde für gewöhnlich von 19 Uhr bis 6 Uhr schlafen, Welpen zwar Nachts mal raus müssen, aber erwachsene Hunde nicht mehr (mit Ausnahme von Notfällen). Wenn jemand unsere Hunde wach hält, dann sind das wir, wenn wir Abends noch weg sind und dann Nachhause kommen oder Gäste sich erdreisten so spät noch da zu sein! Sie war dann sehr erstaunt, wieviel Hunde schlafen. Kurioserweise kennen es die meisten von Katzen, aber sind dann überrascht, wenn ich erzähle wieviel unsere Hunde schlafen. Morgens um 6 Uhr sind sie pünktlich zum Frühstück wach und gehen dann bei Bedarf kurz in den Garten auf Toilette. Dann schlafen sie nochmal, bis zwischen 7 oder 8 Uhr die Morgenrunde ansteht, die für gewöhnlich eine Stunde dauert. Danach wird weiter geschlafen bis 13 Uhr, wenn es nochmal für etwa eine Stunde raus geht. Essen gibt es um 16 Uhr, bis dahin dösen sie oder spielen auch mal. Gegen 18 Uhr machen wir eine kurze Runde für den Toilettengang und danach geht es in den tiefen Nachtschlaf über. Je nach Tagesform lässt Franco auch mal eine Runde ausfallen. Natürlich gibt es auch mal Tage, wo sie länger aktiv sind am Stück, aber dann fallen sie Abends auch wie Steine um und brauchen wieder einige Tage Ruhe. Das merkt man vor allem bei Franco, der einen 2-Tage-Rhythmus hat: nach einem Arbeitstag (Hundetagesstätte, Ausflug, u.ä.) nimmt er sich immer einen Tag Urlaub. Finde ich vorbildlich.

27.06.2022

Heute habe ich auf der Arbeit nach einem Jahr endlich eine Sonderaufgabe an die nächsten Verantwortlichen weitergereicht und bin froh, das erst mal los zu sein. Die nächste Sonderaufgabe ist sicher nicht weit entfernt und heute gab es auch wieder Überraschungen mit anschließenden Detektivarbeiten meinerseits, während ich von der Kollegin wegen ihrer Detektivarbeit angerufen wurde.
Mittags war ich mit den Hunden den Freund im DRK bei seinem Kurs besuchen, wo Panka erst mal vor Aufregung alles zusammenbellen musste, während Franco die Küche inspizierte.
Jetzt geht es an die letzten zwei Folgen von Ozark, was für ein wilder Trip mit dieser Serie.

[Buch] Bittersweet

Der Titel von Susan Cains neustem Buch sagt eigentlich gut, worum es geht: Bittersweet: How Sorrow and Longing Make Us Whole.
Einige werden es kennen, dass man manchmal gerne in Melancholie badet, traurige, schwere Lieder anhört (in Susan Cains Fall Musik von Leonard Cohen), traurige Geschichten liest oder anschaut und irgendwie trotzdem etwas gutes für sich da raus zieht. Susan Cain geht es nicht anders, in ihrem Buch ergründet sie die Bittersweetness von persönlicher, wissenschaftlicher, historischer und spiritueller (nicht gleichzusetzen mit religiöser) Seite aus. Insbesondere setzt sie es in Kontrast dazu, was man als toxic positivity kennt, den vor allem in den USA bekannten Zwang, stets fröhlich und positiv gestimmt aufzutreten.

Genauso wie ihr Buch Quiet, wo ich zum ersten Mal in größeren, positiven Zusammenhängen über Introvertiertheit las, ist nun ihr Buch Bittersweet für mich ein Augen-Öffner gewesen. Es schlug nicht so bombastisch bei mir ein wie Quiet, aber war für mich eine interessante Auseinandersetzung mit meiner Vorliebe für bittersweetness. Allen, die sich hier wiederfinden, kann ich das Buch wärmstens empfehlen. (Wer Audiobücher mag, der sollte dazu greifen, Susan Cain liest selbst vor und schafft es wunderbar, die bittersweetsness mit ihrer Stimme zu transportieren.)