[Film] Ich bin dein Mensch

Ich bin auf Twitter in einem Thread zum Thema „Sci-Fi-Filme von Frauen“ über diesen deutschen Film von Maria Schrader gestolpert. Ich kann sonst nichts mit deutschen Filmen oder Serien anfangen, weil mich die gestelzte Sprache oft gruselt, aber bei einem Film über einen Androiden kann ich nicht nein sagen.

Alma ist Archäologin und lebt in Berlin. Um Gelder für ihre Forschung einzustreichen, lässt sie sich dazu überreden an einer Studie teilzunehmen: sie soll 3 Wochen mit einem Androiden zusammenleben, der als für sie perfekter Partner konzipiert wurde.

Ich glaube, der Film hätte für mich nicht funktioniert, wenn man jemanden anderen oder einen deutschen Schauspieler für die Rolle des Androiden Tom genommen hätte. Dan Stevens (Matthew aus Downton Abbey) passt einfach perfekt für die Rolle. Er spricht exzellentes Deutsch mit einem britischen Akzent, was ihn als gestelzten, sprachlich etwas ungeschickten Androiden umso glaubhafter macht.

Der Film spricht interessante Themen an (wer würde noch mit Menschen zu tun haben wollen, wenn es auf einem perfekt abgestimmte humanoide Partner*innen oder Freund*innen gibt?), punktet aber vor allem als Liebeskomödie.

Ich bin dein Mensch ist jetzt keine Überraschungsknaller und bietet nicht viel neues, ist aber ein sehr unterhaltsamer Film und für einen deutschen Film erstaunlich gut.

[Film] The Father

Wenn Anthony Hopkins und Oliva Coleman zusammen in einem Film spielen, ist das schon mal ein guter Grund reinzuschauen. Der 2020 erschienene Film hat einige Preise abgeräumt, genauso wie das französische Theaterstück, auf dem der Film basiert.
The Father handelt von Anne und ihrem Vater Anthony, der an Demenz leidet. Das besondere an dem Film ist, dass er aus der Perspektive von Anthony erzählt wird. Wie ihr euch bei dem Thema sicherlich vorstellen könnt, ist es kein einfacher, leicht verdaulicher Stoff. Dadurch, dass man Anthony Hopkins schon länger „kennt“, fällt es umso schwerer ihn hier als dementen alten Mann zu sehen, fast so als ob man einem Familienmitglied zuschaut.
Der Film ist traurig, schockierend und bietet kein Trostpflaster. Immerhin geht er nur 97min und schafft es durch seine Struktur trotz aller Traurigkeit einen gut durch die Erzählung zu begleiten. Schaut ihn euch unbedingt irgendwann mal an, wenn ihr könnt.

[Film] Malignant

Malignant von James Wan ist so ein Horror-Film, über den man im Vorfeld am besten gar nichts wissen sollte und dann alles auf sich zukommen lässt. Gerade als ich dachte, den Plot durchschaut zu haben (und es dann etwas enttäuschend fand), nahm alles nochmal eine etwas andere, sehr abgefahrene Wendung. Wer Horrorfilme mag, sollte hier definitiv mal reinschauen und Popcorn mitbringen. (Das sollte als Hinweis reichen, dass der Film eher in die Schublade „Popcorn-Kino“ einzusortieren ist). Wer Horrorfilme eher nicht so mag oder manche Themen nicht sehen mag, sollte diesen Film auf keinen Fall anschauen oder zumindest vorher bei doesthedogdie.com reinschauen.