Previously on Firyar…Januar 2018

Der Jahresbeginn war alles in allem super, viele Spiele, viele Serien und meine berufliche Fortbildung ist gestartet. Aber kommen wir erst mal zum schweinischen Thema des Monats: der kleine Cicero ist in die Jungsgruppe gezogen. Die Vergesellschaftung war unspektakulär. Spartacus schaute uns entsetzt an, Cato versucht den Kleinen zu essen, gab aber schnell genervt auf. Der kleine ist noch etwas schüchtern gegenüber Menschen, aber hat sich bei den Jungs gut eingelebt. Mittlerweile erkundet er auch die zweite Etage. Achtung, der folgende Post wird lang, falls ihr nicht alles lesen wollt, hier die thematische Reihenfolge: Zoo, Burger, Brettspiele, Serien, Bücher.

Ende Januar konnte ich endlich meine vergünstigen Zootickets einlösen. Es war wie immer schön, sogar den neuen Star des Tages habe ich gesehen, das Erdferkel Jimmy. Er lag schlafend in seiner UV-Box, Fotos wurden leider nichts. Aber auch alte Stars konnten bestaunt werden, der arme Zickenbock des lokalen Fußballvereins war Zuhause und erholte sich vom letzten Spiel. Er tut mir schon leid, aber immerhin hat er jetzt endlich wieder Gesellschaft.

Nach dem Zoo wollten wir eigentlich schnell im Zoorestaurant etwas essen, aber das war dann doch zu sehr wie in einer Schulkantine. Also ging es auf die Ringe (aka Kölns Partymeile) zu Marx & Engels. Ich erwartete aufgrund der Lage nicht viel, war dann umso überraschter. Die Bedienung war freundlich und flott (muss man ja leider mittlerweile positiv hervorheben) und das Essen spitze. Endlich mal ein veganer Burger, wo man mir die genauen Zutaten nennen konnte. Es waren keine Pilze drin, juhuu, und durch die selbstgemachten Soßen schmeckte er tatsächlich mal anders. Für mich bisher der beste Burgerladen in Köln.


So viele Spiele landeten diesen Monat auf dem Tisch, ziemlicher Aufwand für die Grafik des Monats 😀 Hier meine kurzen Eindrücke zu den neuen Spielen:

The Godfather: Corleone’s Empire ist von Eric M. Lang, dem „Dudes on a Map“-Spieledesigner. Es ist für etwa 80 Euro im Handel zu haben. Für ein schnödes Workerplacement ein ganz schön happiger Preis, den auch nicht die ca. 40 Plastikfiguren und die 5 Metallboxen schmackhaft machen können. Das Spiel ist ganz okay und hat in so fern eine witzige Komponente, dass man sein erwirtschaftetes Geld mit einer Spielaktion in seiner persönlichen Metallbox verstauen muss, ansonsten zählt es nicht bei der Endwertung. Das Thema ist gut umgesetzt, aber für mich persönlich ist das nicht Anreiz genug, das Spiel unbedingt nochmal spielen zu müssen.

Mit Capone haben wir noch ein Mafiaspiel von 1993 ausprobiert. Auch ein Workerplacement, allerdings mit höherer Glückskomponente. Kann mit aktuellen Spielen im einfachen Segment gut mithalten, man muss sich aber seine Mitspielerinnen gut aussuchen, da es ziemlich fies ist.

Argonauts ist ein unproblematisches Coop mit antikem Thema, das gut eine Stunde braucht. Ist jetzt kein must-buy, aber dank des unkomplizierten Aufbaus und der kurzen Spielzeit ganz nett.

Agricola – Master of Britain  ist ein Einzelspieler-Spiel, kann man aber natürlich auch zu zweit spielen, wenn man zusammen über die besten Züge rätseln mag. Hat mir sehr gut gefallen, man konnte schön knobeln und es ist nicht so mega kompliziert wie andere Wargames.

Heiß ersehnt war bei mir Civilization – A New Dawn, welches deutlich besser als das alte Civilization-Brettspiel ist. Nur leider trotzdem absolut nicht mein Fall. Ich hab keine Lust Civilization als Rennspiel zu spielen. Außerdem scheitert es hier für mich an der „Barrierefreiheit“, da zig kleine Karten mit viel Text irgendwo auf dem Spieltisch ausliegen und ich die nicht permanent im Blick haben kann. Das nervt mich bei Spielen, wo jeder Zug total optimiert sein muss.

Mit Die Sternenfahrer von Catan landete etwas ganz ungewöhnliches auf dem Tisch. Die Komponenten sind wirklich klasse, jeder hat ein eigenes großes Raumschiff, kann dies mit Plastikkomponenten ausbauen und „würfelt“ damit. Auch das Spielprinzip, dass grundlegend wie beim großen Bruder funktioniert, ist ganz nett und erhält durch Ereigniskarten eine neue witzige Note. Nur die Spielzeit könnte etwas kürzer sein, am Ende zog es sich doch. Aber das könnte man anpassen, indem jeder mit mehr Siegpunkten startet. Catan finde ich langweilig, es ist nicht gut gealtert. Aber die Sternfahrer-Version ist so trashig, das es schon wieder Spaß macht.

Richtig witzig fand ich Between Two Cities. Die Spieler bauen gemeinsam mit dem Sitznachbarn jeweils zwei Städte auf. Dabei gibt es für bestimmte Gebäudekombinationen Punkte. Es gewinnt der, der mit seiner schwächsten Stadt die meisten Punkte hat. Ja, es ist eigentlich ein Spiel für Rechenkünstler und die Punktezählung ist holprig. Aber in der richtigen Runde macht das kurzweilige Spiel von 25 Minuten richtig Spaß.

Mein Monatshightlight war ein Spiel von meinem Lieblingsverlag Stonemaier Games: Charterstone. Ich will nicht spoilern. Wer den Spieleverlag kennt, weiß, was für süße Meeplse sie haben und Charterstone übertrifft das mal wieder. Es gibt ein paar Schwachstellen, aber das ist Meckern auf hohem Niveau und insgesamt hat es Stonemaier mal wieder geschafft, ein einfaches und dennoch komplexes Workerplacement anzubieten.

Außerdem gespielt wurden: 7 Wonders, Imhotep, Takenoko, War of the Ring und Imperial Settlers.


Gesehen habe ich die vierte Staffel von Black Mirror. Im Vergleich zu den vorherigen Staffeln war diese relativ harmlos, konnte aber dank der tollen Schauspieler*innen und der hochwertigen Produktion überzeugen. Ein Thema was besonders im Vordergrund schien: wie gehen wir mit digitalen Kopien von Menschen um? Hier ein kurzer Kommentar zu jeder Folge, spoilerfrei:
USS Callister: Bittere Hommage auf alle Star Trek Nerds. Hatte logische Schwächen, aber vom Thema her super.
Arkangel: Das Helikoptereltern-Dasein wird hier auf die Spitze getrieben.
Crocodile: Hier geht es um Erinnerungen und was passiert, wenn diese mittels einer Maschine sichtbar werden können. Klasse war, dass ein Lied, welches schon in anderen Folgen von Black Mirror auftauchte, hier eine besondere Rolle spielte.
Hang the DJ: Eine Folge, die Datingapps auf die Spitze treibt. Empfand ich als schwächste Folge, das Ende hab ich nicht kapiert.
Metalhead: Ganz in schwarz-weiß wird die Flucht einer Frau vor einem Roboter-Hund gezeigt. Optisch sehr ansprechend, inhaltlich für Blackmirror sehr geradlinig, wodurch aber das Ende besonderen Wumms bekam.
Black Museum: Eine Anthologie-Folge, die drei Geschichten erzählt. Für mich neben Crocodile die stärkste Folge.

Die 4. Staffel von Rita. Die Staffel war großartig und hatte ein schönes Ende, das die Story abschließt, aber auch Platz für eine 5. Staffel lässt. In dieser Staffel mochte ich besonders Hjordis und Uffe, deren Vorliebe für Fantasy-Rollenspiel im Vordergrund stand. Die Nerdstoryline diente hier aber nicht für billige Lacher wie bei The Big Bang Theory, sondern war ein positiver Motor für die Serienhandlung. Aber das Highlight war definitiv die Besetzung der jungen Rita. Wow! Die Schauspielerin Tessa Hoder passt nicht nur optisch, sondern hat offensichtlich auch viel mit der älteren Rita Mille Dinesen an der Rolle gefeilt, sodass Mimik, Gestik und Habitus perfekt stimmten.

Mit Akte X ging es weiter. Ich mag, dass die Serie sich noch weniger ernst nimmt als früher, aber das halten wohl nur Hardcore Fans aus. 😀

Heiß ersehnt war die zweite Staffel One Day at a Time. Noch bin ich nicht komplett durch, aber finde den Mix aus ernsten Themen, politischem Kommentar und Witz einfach klasse. Wobei die Serie vor allem wegen Penelope und der Abuelita so sehenswert ist.

Auch zwei wundervolle Hauptfiguren hat Grace und Frankie und ich habe die 4. Staffel genauso genossen wie die vorherigen Staffeln, auch wenn das Ende etwas traurig war.

Und da wäre noch Bojack Horseman, zu dem ich schon eine Review geschrieben habe. Wann kommt bitte die nächste Staffel?


Ausgelesen habe ich endlich Oathbringer, den dritten Band der Stormlight Archives von Brandon Sanderson. Nach Kaladin im ersten Band und Shallan im zweiten Band ist hier Dalinar der Hauptakteur, dessen Vergangenheit der Leser kennenlernt. Die Überraschungen haben für Gänsehaut und Staunen gesorgt, das Worldbuilding wurde noch mal getoppt und die Geschichte ist trotz der ernormen Komplexität wunderbar nachvollziehbar und spannend. Wer in die Reihe einsteigen möchte, hat jetzt die beste Gelegenheit. Nach dem dritten Band gibt es nämlich einen Abschluss, der eine längere Lesepause verträgt. Mit der Reihe geht es leider erst 2020 weiter. Also hättet ihr noch etwa 2 Jahre für die ca. 3500 Seiten. 😉

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