Previously on Firyar…Juli 2018

Der Juli schrie nur danach, dass ich endlich Urlaub brauche. So viel zu tun, so wenig Zeit und dann kam die schreckliche Hitzwelle dazu. Die Dürre kann ich daran abmessen, dass seitdem wir den Hund haben (2 Monate) es keine Regentage hab, nur ein paar Verlegenheitsschauer. Francos Kreuzbandriss wurde diesen Monat operiert. Der arme Kerl hat jetzt Leinenpflicht, darf nur 15min spazieren und das nagt sichtlich an ihm. Den Verband wurde er schnell los, morgen werden die Fäden gezogen. So weit scheint alles gut zu verheilen und im Herbst darf er dann auch wieder sprinten.

Kurz vor der Hitzwelle hat sich unser 9jähriger Senior Cato wohl gedacht: „Nee, ich bin raus“ und ist für immer friedlich eingeschlafen. Zehn jüngere Meerschweinchen hat er überlebt. Ihm ging es gut, sein Gewicht war stabil, seine zahlreichen Baustellen okay und er hat noch gut gefrühstück. Dann fand ich nachmittags tot vor, in einer normalen Schlafposition. Er konnte also in Frieden gehen und mehr kann man sich nicht wünschen. Mach’s gut, Cato!

Cato 2014 mit 5 Jahren
Cato 2014 mit vermutlich 5 Jahren
Cato 2018 mit vermutlich 9 Jahren
Cato 2018 mit vermutlich 9 Jahren

Gelesen habe ich im Juli den zweiten und dritten Band von Octavia E. Butlers Xenogenesis-Reihe (Review zum ersten Band). Die Bücher hatten andere Hauptcharaktere und behandelten weiterhin die Vermischung der Alienrasse mit den Menschen. Auch hier ging es um die Frage, was das „Menschsein“ aus macht. Außerdem war auch indirekt das Thema Gender sehr wichtig, da die Alienrasse neben männlich und weiblich ein drittes neutrales Gender hat und dies auch bei der Vermischung mit den Menschen beibehalten werden sollte. Die letzten Bände fand ich nicht so stark wie den ersten, aber trotzdem ist Xenogenesis eine absolut lesenswerte Buchreihe. Wenn man daraus eine Serien- oder Filmreihe machen würde, würde es sicher viel Unbehagen und Kontroverse auslösen. Als kleinen Abschluss gab es Butlers Kurzgeschichte Bloodchild, die auch eine nicht ganz unkritische Alien-Mensch-Symbiose thematisiert. Derzeit lese ich Dark Eden von Chris Beckett, das 2013 den Arthur C. Clarke Award gewonnen hat. Ich muss sagen: es reißt mich noch nicht vom Hocker.  Aber ich bleibe vorerst am Ball.

Einiges zum Schauen gab es im Juli: Die erste Staffel von Good Girls war überzeugend. Nanette von Hannah Gadsby war einfach nur großartig und man kann nicht viel dazu sagen, außer, dass es jeder gesehen haben sollte (gute Review von der SZ). Umstylingshows find ich ja eher blöd, aber dann war ich doch sehr neugierig und habe bei Queer Eye reingeschaut. Es ist absolutes Wohlfühlfernsehen und hat noch dazu einen gesellschaftlichen Auftrag: Männern aus der toxischen Maskulinität zumindest ein bisschen raus helfen. Denn auch sie dürfen sich nett kleiden, etwas für ihre Körperpflege tun, self-care betreiben und sich dann gut fühlen. Anders als bei anderen Stylingshows wird hier auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Betroffenen eingegangen, sodass die Veränderungen leichter in den Alltag zu integrieren sind. Tolle sehenswerte Show, vor allem, wenn man einen Stimmungsaufheller braucht. Außerdem gesehen: nochmal die erste Staffel von Glow und direkt mit der zweiten angefangen, die ich genauso toll finde wie die erste. Auf Netflix ist nun The Fresh Prince of Bel-Air verfügbar. Eine Sitcom, die ich als Kind nicht gerne geguckt habe, ich mochte Will Smiths Albernheit nicht. Dass die Serie politisch ist, ist mir damals nicht aufgefallen. (Allein die ganzen Witze darüber, dass Carlton wie ein Weißer ist). Parallel liefen die Cosbys, dass eine reiche, „gut situtierte“ schwarze Familie etwas ungewöhnliches ist, wusste ich als Kind nicht und fand einfach nur den Reichtum befremdlich. Ich war etwas verwirrt, dass Vivianne College-Professorin ist, ich hatte sie als Hausfrau in Erinnerung. Stimmt auch: in der dritten Staffel wurde die Schauspielerin gefeuert und die Rolle umgedichtet.

Die Meerschweinchen haben vor einiger Zeit ihr eigenes Zimmer bekommen, so wurde im Wohnzimmer mehr Platz für Spiele frei. Dringend nötig, ein 5x5er Kallax hat schon lange nicht mehr gereicht und alles stapelte sich sonstwo. Das 5er Kallax nimmt nun den Platz von den Meerschweinchen ein, ein 4er Kallax zog auf den alten Platz des 5ers. Ziel für die nächsten Monate: den Pile of Shame abspielen (nein, auf dem Foto ist er nicht zu sehen, sondern ein Großteil, unserer Spielesammlung beim Umräumen).

Umräumaktion
Umräumaktion

Gespielt wurde diesen Monat: Imhotep, Scrabble, Azul, Chimera Station, Twilight Imperium 4th Edition, Firefly The Game, Hey That’s My Fish und Hellas. Azul habe ich mir direkt gekauft, weil es schnell aufgebaut ist und auch gut für Wenig-Spieler geeignet. Neu ausprobiert: Chimera Station ist ein witziges Worker-Placement mit niedlichen Aliens und Hellas ist ein kurzweiliges Spiel für zwei, eine Mischung aus Kriegsspiel und Carcassonne.

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