Previously on Firyar…September 2018

Im September waren wir relativ viel unterwegs. Wir waren im Zoo Zoom in Gelsenkirchen, wo Franco mit durfte und erst mal in heller Aufregung ob der Waschbären den ganzen Zoo vollbellen musste. Zoom ist ein schöner, relativ kleiner Zoo, der nie so überfüllt wirkt wie der Kölner Zoo. Außerdem fand im September das Sommerfest der Meerschweinchenhilfe statt, wir waren beim Hundeschwimmen im äußerst schönen Schwimmbad in Dünnwald und auf einem Geburtstag, der in einem Ferienhaus in Köln stattfand. Was mich wieder auf die Idee zurück bringt, mit Freunden mal ein Ferienhaus für ein Spielwochenende zu mieten. Außerdem wurde die Jungsgruppe um den kleinen Caesar erweitert. Leider hat er zwei Wochen später einen Kastrationsabszess entwickelt, noch dazu hat Spartacus eine mysteriöse Krankheit. Ich selbst fühl mich nicht ganz gesund und deswegen warte sehnlichst auf meinen Urlaub Ende Oktober. Er markiert zugleich das Ende meiner Arbeitszeit beim jetzigen Arbeitgeber und im November starte ich endlich in meiner neuen Stelle.

Die Dauerbewohner der Meerschweinchenhilfe
Die Dauerbewohner der Meerschweinchenhilfe

Gesehen wurde auch diesen Monat The Fresh Prince of Bel-Air, dem aber langsam die Luft ausgeht. Die Zentrierung auf Will Smith tut der Serie nicht gut. Ich habe die japanische Serie Switched auf Netflix geguckt, war ganz ok, vor allem die Schauspieler*innen fand ich sympathisch, aber war jetzt kein Überflieger. Die koreanische Serie Re:Mind habe ich abgebrochen, weil nichts spannendes passierte. Genauso langweilig fand ich den Anime Godzilla: Planet of the Monsters. Den Disneyfilm Vaiana fand ich ganz nett, aber nicht so toll, wie ich erwartet habe. Ähnlich sieht mein bisheriges Fazit zu der neuen Netflixserie Maniac aus, es fängt sehr interessant an und hat dann leider eine sehr langweilige dritte und vierte Folge. Also hat es die dritte Staffel von Bojack Horseman nicht schwer, zu meinem Highlight des Monats zu werden. Sie war nicht ganz so gut wie die vorherigen Staffeln, aber hatte trotzdem viele grandiose, bittere Momente. Nach wie vor ein must-see und Highlight der Serienlandschaft.

Gelesen habe ich diesen Monat den zweiten und den dritten Teil der wunderbaren Wayfarer-Reihe von Becky Chambers. Der zweite Teil A Closed and Common Orbit hat sich als mein klarer Favorit der ganzen Reihe entpuppt. Es geht um eine AI, die illegalerweise in einen menschenähnlichen Roboter umzieht und bei einer Freundin unterkommt. Parallel dazu wird die Geschichte dieser Freundin erzählt, die als gentechnisch hergestelltes Kind in einer Fabrik aufwuchs und flüchtete.  Die Erzählung ist schön rund, hat einen klugen und durchdachten Zugang zum Thema „Künstliche Intelligenz“. Man kann den zweiten Teil der Reihe auch ohne Kenntnis des ersten Teils lesen, die paar fehlenden Hintergrundinfos stören den Verlauf der Geschichte nicht. Ähnlich ist es beim dritten Teil A Spaceborn Few. Mir hat dieser Teil der Reihe am wenigsten gefallen, was aber schlichtweg Geschmackssache ist. Er hat noch weniger durchgängige Story als der erste und konzentriert sich auf verschiedene Personen, die nicht miteinander bekannt sind. Auch wenn man den dritten Teil der Wayfarers ohne Vorkenntnisse verstehen kann, würde ich ihn eher als Zusatzlektüre der Vorgänger sehen. Alles in allem ist es aber Meckern auf hohem Niveau. Wer eine unaufgeregte und mit positiver Grundstimmung versehene Space-Sci-Fi-Lektüre sucht, ist hier genau richtig. Außerdem gelesen habe ich noch Lock In von John Scalzi, was mir trotz meiner Abneigung gegen Krimis ganz gut gefallen hat. Aktuell lese ich Dreams Before the Start of Time von Anne Charnock, was den diesjährigen Arthur C. Clarke Award gewonnen hat. Packen konnte es mich bisher leider nicht. Mich nervt der Schreibstil und das Thema Reproduktion finde ich hier nicht so spannend.

Der September war spieletechnisch sehr ruhig. Ok, bei Videospielen habe ich in Sims 4 reingeschnuppert, außerdem Life is Strange – Before the Storm angefangen und wurde dann von No Man’s Sky abgelenkt, was mir überraschend gut gefällt. Brettspieltechnisch sah es so aus: Wir konnten endlich Star Trek zu viert ausprobieren. Es hat sich ein bisschen in die Länge gezogen, weil noch Regelerklärungen und ein gutes Essen dazwischen kamen, aber alles in allem kann man die Spielzeit auf 1h/Spieler*in runter brechen, was noch im Rahmen ist. Nach wie vor macht mir das Spiel sehr viel Spaß, allen voran wegen des modifizierbaren Spielplans und wegen der Leichtgängigkeit. Vom Pile of Shame haben wir endlich Haru Ichiban angespielt, das ich vor glaube ich 3 Jahren auf der Spielmesse spontan mitnahm. Man kann es auf „Tic Tac Toe mit Fröschen“ runterbrechen, es ist ein schnell aufgebautes, schönes Spiel für 2 Leute. Nur wie schon beim Kanagawa vom gleichen Autor Bruno Cathala, ist das deutschsprachige Regelwerk nicht gut geschrieben. Ebenfalls vom Pile of Shame wurde Alexandria gespielt, was wie zu erwarten mit zwei Spielern nicht so gut funktioniert. Jeder Charakter hat unterschiedliche Eigenschaften, diese fehlen dann natürlich, wenn man nur zu zweit mit zwei Charakteren spielt. Auf ein Spiel zu viert bin ich gespannt. Nach einem Jahr Pause haben wir wieder Robinson Crusoe ausgepackt und versuchten mehrmals, das vierte Szenario zu gewinnen. Nach wie vor ist das Spiel total frustrierend, aber ich will es trotzdem immer wieder versuchen, weil das Spiel thematisch so mitziehend ist. Außerdem konnten wir auf einer Geburstagsfeier Ein Fest für Odin von Uwe Rosenberg ausprobieren. Es ist deutlich komplexer als Agricola und hat dazu noch ein nettes Puzzle-Element. Würde ich mir nicht kaufen, aber gerne nochmal spielen. Ich habe den Sieg sogar nur knapp verpasst!

 

 

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