Previously on Firyar…November 2018

Der November war ganz im Zeichen meiner neuen Arbeit an der Uni zu Köln. Dieser Arbeitsplatzwechsel war riskant: weniger Gehalt und weniger „Prestige“ als im vorherigen Job. Ich habe eigentlich immer gewusst, dass mich Karriere nicht interessiert, aber mich von anderen verunsichern lassen, dass ich wegen meines Studiums ja irgendwas „hochwertiges“ arbeiten müsse. (Dabei habe ich Anglistik/Linguistik nun wirklich nicht wegen der Karrierechancen studiert…). Nun aber der Absprung vom Karriere-Track. In den öffentlichen Dienst, wo ich schon mit 18 Jahren hin wollte. Zum Glück ist alles eingetroffen, was ich mir erhofft hatte: ich habe viele nette Kolleg*innen, wo ich nicht das Gefühl habe, mich verstellen zu müssen. Raus aus der sozialen Isolation! Die Universität ist sowieso ein ganz anderes Umfeld als die Wirtschaftswelt im alten Job und ich fühle mich einfach nur gut nun mehr Sneaker und weniger Anzüge zu sehen. Ich habe einen ordentlichen Computer und arbeite nicht mehr in einem verfallenen, ekligen Büro. Meine Arbeit macht mir viel Spaß – ja, ich gehöre zu den 1% Menschen, die Verwaltung lieben, und ich muss mir verhasste Dinge nicht mehr tun.  Also, win-win und nochmals win für mich.

Im November habe ich Jane The Virgin zu Ende geguckt und warte nun sehnlichst auf die Veröffentlichung der vierten Staffel auf Netflix.  Zur Neuauflage von Sabrina, in einem düsteren Format, habe ich eine gespaltene Meinung. Einerseits ist die Serie unterhaltsam genug, andererseits finde ich die jungen Charaktere ziemlich farblos. Immerhin sind die Rollen von den Tanten Zelda und Hilda grandios besetzt. Ich weiß, dass es nicht ganz zu den ernsten Tönen der Serie passen würde, aber ich vermisse doch arg den alten Kater Salem, der immer einen flotten Spruch auf den Lippen hatte. Ebenfalls neu auf Netflix: The Haunting of Hill House. Es beginnt wirklich vielversprechend mit klassischem Spukhorror, viel Familiendrama und einer schönen ersten Storyauflösung in der Mitte der Serie. Aber dann ging es für mich bergab und die Auflösung fand ich furchtbar schlecht. Langsam Zeit wurde es für einen Re-Run von Battlestar Galactica. Jetzt kenne ich ja alle Cylons, umso spaßiger ist dann das Gucken und das Entdecken von vorher unerkannten Hinweisen. Andererseits ist der Re-Run auch etwas blöd, weil ich merke, wie andere aktuelle Space-Serien wie The Expanse oder Star Trek Discovery da einfach nicht mithalten können.

Ich habe im November zwei Bücher gelesen, die zumindest ein Thema gemein hatten: Schule. Während in Nevernight von Jay Kristoff die Protagonistin eine Assassinenschule besucht, ist es in Skyward von Brandon Sanderson eine Schule für (Raumfahrt-)Kampfpiloten. Mit Nevernight wurde ich einfach nicht warm, schob es darauf, dass mich dieses ganze Schuleszenario nervt. Und dann bei Sanderson konnte ich das Bauch kaum weglegen. Wieder mal ein Hit von Sanderson, der zeigt, dass er auch Scifi kann.

Wir haben tatsächlich unseren Pilo of Shame der Spiele ein bisschen weiter abgearbeitet im November. The Rise of Augustus entpuppte sich als pupseinfaches Bingo-Spiel, trotzdem amüsant als Absacker. Ebenso ist Scare it! ein schönes Spiel für Zwischendurch, man muss Tiere in einer bestimmten Reihenfolge verschrecken. Micropolis ist ein wirklich tolles Knobelspiel mit griechischen Ameisen. My Little Scythe ist einfach nur super niedlich und spielt sich genauso gut wie die große Schwester Scythe – nur deutlich schneller.  The River haben wir nun auch zu dritt gespielt. Ein letztes Testspiel zu viert möchte ich absolvieren, bevor es eventuell verkauft wird. Es scheint so, als ob das Spiel eine Strategie präferenziert, die ein sehr schnelles Spielen und eine Missachtung der Thematik, also den Ausbau seiner eigenen Siedlung, einfordert. Und solche Diskrepanzen zwischen Thema und Spielstil mag ich nicht. Bei Star Trek Ascendancy habe ich die Ferengi ausprobiert. Wieder eine ganz andere Spielart, die mich gnadenlos scheitern ließ, aber mir Lust darauf macht, es nochmal auszuprobieren. Außerdem gespielt: Phase 10 Master, Azul, Pandemic und Terraforming Mars. Letzters hat mir beim zweiten Spielen deutlich besser gefallen als beim ersten, diesmal habe ich auch den Sieg eingefahren 😀

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