Previously on Firyar…Dezember 2018

Und schwupps war 2018 vorbei. Ich bin in das Jahr mit viel Sorge und Bauschmerzen gegangen, habe Ballast und Frust aus 2017 mitgenommen. Mein alter Job war nicht an sich stressig, aber die Umgebung machte mich depressiv und raubte mir alle Energie. Mittlerweile habe ich den zweiten Monat auf meiner neuen Arbeit hinter mir, im Dezember gab es zwei Weihnachtsfeiern und eine Veranstaltung für die neuen Tuvis (Mitarbeiter*innen Technik und Verwaltung). Ich bin nach wie vor sehr glücklich über diese Stelle und habe endlich auch nach der Arbeit den Kopf frei und wieder Energie für andere Dinge, zB. das Sortieren meiner Fotosammlung mit Photoshop Elements. Es gab einige Spieleabende, viel gutes Essen und unsere erste Trainingsstunde in der Hundeschule. Außerdem bin ich Horizon Zero Dawn verfallen, nachdem ich No Man’s Sky wegen der winzigen Texte aufgegeben habe. Bei HZD gibt es das Problem nicht, das Spiel hat eine atemberaubende Grafik und noch dazu eine interessante Story. Und es ist nicht zu schwer. Der Dezember war also ein schöner, ruhiger Jahresausklang. (Mit Ausnahme von Silvester, auch unser Hund findet Feuerwerk sehr sehr doof).

Anfang Dezember beendete ich All Systems Red von Martha Wells. Das Buch gehört zu meinen Lesehighlights des Jahres. Den Abschluss des Jahres bildete dann The Ninth Rain von Jen Williams. Leider wurde dadurch der Dezember lesetechnisch sehr zähflüssig, das Buch habe ich am Silvesterabend durchgeprügelt, nur um festzustellen, dass die letzten 50 von 500 Seiten plötzlich interessant wurden.

Gesehen habe ich im Dezember vor allem den Rerun von Battlestar Galactica. Ich finde die Serie noch immer überragend und auch um ein vielfaches besser als alles an Space Operas, was derzeit läuft. Klar, auch BSG hat seine Probleme, aber das wird für mich durch die Charaktere und das „Herz der Serie“ wett gemacht. Klingt kitschig, aber mir fehlt einfach „die Wärme“ in neuen Serien wie The Expanse oder Star Trek Discovery. Außerdem habe ich an drei Abenden Metropolis, den erste spielfilmlangen Sci-Fi-Film überhaupt, gesehen. An drei Abenden, weil der Film von seiner historischen Bedeutung her sehr interessant ist, was seine epischen Ausführung betrifft mich aber leider ziemlich eingeschläfert hat. Stummfilme und ich werde keine Freunde. Übrigens, Drehbuch und gleichnamiger Roman stammen von Thea von Harbou. Auf Amazon steht, dass Fritz Lang von dem Roman „inspiriert wurde“ *Augenroll* Noch eine Frau, die also das Sci-Fi-Genre maßgeblich geprägt hat. Interessante Geschichte zur Hauptdarstellerin Brigitte Helm: Sie hatte einen 10-Jahres-Vertrag mit der UFA, verklagte diese dann, weil sie nur Rollen der Marke „Femme Fatale“ bekam, erzielte einen Vergleich und bekam fortan auch andere Rollen. Metropolis habe ich in Ausschnitten in Schule und Uni gesehen, die beiden Frauen wurden bei den Besprechungen nicht mit einem Wort erwähnt.

Gespielt wurde im Dezember mal wieder eine Partie Star Trek Ascendancy, wo die Romulaner gemütlich Richtung Sieg schifften, während alle anderen sich vernichteten. Außerdem auf dem Tisch landete Ekö, King of Tokyo und endlich mal wieder Pen & Paper in Form von Call of Cthulhu. Begeistern konnten uns zwei Neuzugänge: Pandemic – Fall of Rome ist eine wunderbare Neuinterpretation von Pandemic und hat mit den Legionären eine spannende Neuerung. Carpe Diem ist ein schönes Puzzle-Spiel, das einem Rosenberg-Spiel ähnelt, aber nicht desen Hektik hat. Enttäuschung des Monats und des Jahres ist ganz klar Discover: Lands Unknown. Für erprobte Coop-Spieler ist es viel zu einfach, 80% der Spielmechanik ist zumindest bis Kampagne 3 von 4 irrelevant. Die Story ist langweilig, die Entdeckungen genauso. Es hat nicht annähernd den Charme und Überraschungseffekt wie bei Charterstone, im Endeffekt sind die Entdeckungskarten genauso überraschend wie die Schatzkisten bei Munchkin.