Previously on Firyar…Juli 2019

Der Juli war ein stressiger und erschöpfender Monat. Wenn der Partner ein Lehrer ist, wird man direkt in den Stress um die letzten Schulwochen mit eingesogen und ich war sehr froh, als die Schulferien endlich begannen. Noch dazu kam selbst verschuldeter Stress hinzu: Lange planten wir, irgendwann einen Zweithund anzuschaffen. Nun fand sich Panka im Tierheim, ebenso ein Hund aus dem ungarischen Partnertierheim. Sie schien nicht nur zu uns, sondern auch zu Franco super zu passen und zog dann ein. Ein neuer Hund bedeutet auch viel Chaos, zumal die Betreuungssituation anfangs nicht optimal war. Aber das pendelt sich mit der Zeit ein, Panka hat ihren Probetag in der HuTa mit Bravur bestanden und wird ab August Mitglied im Rudel. Mittlerweile habe ich endlich den dringend benötigten Urlaub, meine letzte Arbeitswoche war sehr kräftezerrend, als ob das Schicksal sich jeglichen Verwaltungsirrsinn dafür aufgespart hätte. Jetzt freue ich mich auf den Urlaub, auf Holland und aufs Meer.

Ich habe diesen Monat kein Buch zu Ende gelesen, was mich angesichts der vielen schönen Bücher auf meinem Wunschzettel sehr ärgert. Momentan lese ich noch immer Empire of Grass, den zweiten Band der Reihe The Last King of Osten Ard. Immerhin bin ich mit den Comics von The Walking Dead durch. So richtig durch, die Serie ist nach vielen Jahren beendet. Ich bin zufrieden mit dem Ende, auch wenn der Todesfall mich schockte. Das hat die Serie gut gemacht, obwohl viele Leute gestorben sind, hat es mich immer wieder emotional berührt. Bei der Fernsehserie bin ich ja schon vor Jahren ausgestiegen und belasse es auch dabei wenigstens die Comicreihe in guter Erinnerung zu behalten.

Bei den Serien bin ich mit dem Re-Run von Battlestar Galactica (2004) durch und bin aufs neue verliebt. Besonders war diesmal für mich, dass ich schon alle Cylonen inkl. der Final Five kannte und es einen natürlich zum Schmunzeln bringt, wenn ausgerechnet diese über Cylonen herziehen. Nach wie vor ist BSG für mich die beste Sci-Fi-Serie. Ich weiß, dass viele die mystischen Elemente für ihre Schwäche halten, ich finde genau das hebt die Serie nochmal ab. Hach und der Cast, ich könnte mich gar nicht entscheiden, wen ich am liebsten hab, auch wenn diesmal Kara Thrace (Katie Sackhoff) ganz oben auf meiner Liste stand. Ich hoffe sehr, dass es irgendwann ein (gutes) Sequel gibt, die letzte Folge schreit ja gerade zu danach.

Ansonsten habe ich mit Neon Genesis Evangelion angefangen, was ein netter Zeitvertreib ist, aber auch nicht mehr. Die vierte Staffel von Queer Eye fand ich von den Personen her nicht ganz so interessant wie die Staffeln davor, aber trotzdem war es wieder sehr schön und besonders die Folge mit dem adoptierten Hund rührend. Die vierte Staffel von You Me Her war auch ganz ok, wobei die Spießigkeit und Whiteness der Serie schon peinlich ist. Die dritte Staffel von Stranger Things fand ich bei weitem besser als die zweite Staffel, es tat der Serie sehr gut, die Handlung aufzusplitten, wobei ich mit dem Ende nicht ganz so zufrieden war. Weitergeschaut habe ich auch Marie Kondo, ich finde die Serie an sich nicht ganz so spannend, aber es motiviert mich, auch bei mir weiter aufzuräumen. Ich habe zwar viele viele Stellen abgebaut, aber für einige Sachen ist mir noch kein befriedigendes Ordnungskonzept eingefallen. Last but not least, momentan gucke ich Rome, wovon ich schon vor Jahren die erste Staffel gesehen habe. Viel ist nicht in Erinnerung geblieben. Die Serie ist besser als erwartet, kein blutiges Schlachtepos, damals war HBO noch eher Sex als Gewalt zugetan. Die historischen Aspekte interessieren mich nicht wirklich,  aber immerhin sind die individuellen Geschichten recht interessant und das Setting hilft sich vorzustellen, wie die Menschen damals wirklich gelebt habe. Und irgendwie ist es putzig, dass sie alle britisches Englisch sprechen.

Eine filmische Überraschung gab es diesen Monat. Wir haben auf Netflix Maggie gesehen, ein Zombie-Film mit Arnold Schwarzenegger. Der war wirklich um einiges besser als erwartet. Die schlechten Bewertungen kann ich mir nur dadurch erklären, dass Leute einen Actionstreifen erwarteten. Das ist Maggie nicht, sondern ein Drama um eine todkranke Tochter, die im Endstadium ihrer Krankheit zu einer Gefahr für andere wird.

Der Juli dürfte damit auch hoffentlich der Monat mit der größten Spielflaute sein: bis auf  Carpe Diem und Terraforming Mars ist nichts auf dem Tisch gelandet. Immerhin waren es zwei sehr spaßge Runden.