[Buch] The Testaments

The Testaments von Margaret Atwood ist die Fortsetzung zu Handmaid’s Tale und spielt 15 Jahren nach diesen Ereignissen. Atwood hat das Buch in Koordination mit den Serienproduzenten geschrieben, damit die beiden Plots aufeinander abgestimmt sind. In The Testaments geben drei Frauen ihre Zeugenberichte ab: Daisy, eine Teenagerin, die in Kanada lebt, Agnes, eine Teenagerin in Gilead und Aunt Lydia, die wir aus der Serie bzw. aus dem Prequel kennen. Aunt Lydias Geschichte wurde laut Atwood sehr von Ann Dowds Performance in der Serie geprägt. Hier lohnt es sich, zum Hörbuch zu greifen, weil Ann Dowd auch Lydias Zeugenbericht vorliest.

Mir hat The Testaments richtig gut gefallen, es schließt sich perfekt an die Serie an (man sollte aber zumindest Staffel 2-3 schon gesehen haben), ohne viel zu spoilern. Gerüchteweise soll The Testaments auch als Serie verfilmt werden, das fände ich großartig, zumindest wenn Ann Dowd Aunt Lydia wieder spielt.

[Film] I am Mother

Die Menschheit wurde ausgelöscht. Ein humanoider Roboter lebt in einem hoch technisierten Bunker, hat eine Sammlung an menschlichen Embryonen und zieht einen davon groß. Als Teenagerin hinterfragt dieses Kind ihre Lebensumstände und ob der Roboter, von ihr „Mother“ genannt, ihr tatsächlich die Wahrheit erzählt. Dann taucht eines Tages eine Frau vor der Schleuse auf.

Der Film hat einige Logiklöcher, beispielsweise wieso der hoch technisierte Roboter stellenweise eine sehr lasche Security hat. Die Storyline der Frau fand ich auch irgendwie unschlüssig. Aber alles in allem war der Film besser als gedacht und hat mich ganz gut unterhalten.

[Film] Ich bin dein Mensch

Ich bin auf Twitter in einem Thread zum Thema „Sci-Fi-Filme von Frauen“ über diesen deutschen Film von Maria Schrader gestolpert. Ich kann sonst nichts mit deutschen Filmen oder Serien anfangen, weil mich die gestelzte Sprache oft gruselt, aber bei einem Film über einen Androiden kann ich nicht nein sagen.

Alma ist Archäologin und lebt in Berlin. Um Gelder für ihre Forschung einzustreichen, lässt sie sich dazu überreden an einer Studie teilzunehmen: sie soll 3 Wochen mit einem Androiden zusammenleben, der als für sie perfekter Partner konzipiert wurde.

Ich glaube, der Film hätte für mich nicht funktioniert, wenn man jemanden anderen oder einen deutschen Schauspieler für die Rolle des Androiden Tom genommen hätte. Dan Stevens (Matthew aus Downton Abbey) passt einfach perfekt für die Rolle. Er spricht exzellentes Deutsch mit einem britischen Akzent, was ihn als gestelzten, sprachlich etwas ungeschickten Androiden umso glaubhafter macht.

Der Film spricht interessante Themen an (wer würde noch mit Menschen zu tun haben wollen, wenn es auf einem perfekt abgestimmte humanoide Partner*innen oder Freund*innen gibt?), punktet aber vor allem als Liebeskomödie.

Ich bin dein Mensch ist jetzt keine Überraschungsknaller und bietet nicht viel neues, ist aber ein sehr unterhaltsamer Film und für einen deutschen Film erstaunlich gut.