März 2026

Der März war ein ganz schöner Monat. Ich hatte die letzten Einheiten meines Tai Chi Kurses. Insgesamt war der ganz ok und ich würde es an sich gerne weitermachen, aber dafür passen einigen Randbedingungen des Vereins, wo ich war, für mich nicht. Also vielleicht irgendwann mal woanders weiter machen. Außerdem hatte ich wieder Fußball, aufgrund der Krankheitswelle waren wir leider nur 4 Leute, aber haben die Zeit genutzt für Mini-Spiele, wovon ich eins zur Überraschung aller sogar gewonnen habe. Dann hatte ich noch diverse nette „Sozialtermine“ auf der Arbeit, alles in unterschiedlichen Konstellationen und verknüpft mit Essen, so mag ich das. Der März ist auch immer der Geburtstagsmonat, drei Freundinnen hatten die Ehre vor mir 40 zu werden, ich hab noch Schonfrist bis Mai. Bei einer Feier war ich Essen und dann in der Philharmonie bei einem Benefizkonzert, das ganz schön war. Die andere Feier verbrachten wir mit Kuchen und Spielen. Last but not least war ich bei einem lokalen Brettspieltreff, was sehr nett war und wo ich nun regelmäßig hingehen möchte.

Spiele: In Cozy Grove habe ich weitere Bärchen-Stories durchgespielt und versuche nach und nach alle Errungenschaften zu meistern. Außerdem ist Pokopia rausgekommen, was einen sehr schlimmen Suchtfaktor hat. Ich habe recht schnell alles zu dem Thema auf Social Media stummgeschaltet, damit ich nicht gespoilert werde und es in Ruhe spielen kann, das war eine sehr gute Idee. An Brettspielen habe ich meine Standards gespielt, sowie mit River of Gold und Frosted Blooms zwei neue Spiele ausprobiert. An letzteres denke ich noch immer, weil das schon ein gutes Puzzlespiel war. Aber ich fürchte, dafür finde ich tendenziell eher keine Mitspielerinnen.

Bücher:
Ganze 9 Bücher sind es im März geworden, darunter….
Schwindende Welt von Sayaka Murata. Wer ihr anderen Bücher mag, wird hieran vermutlich auch Gefallen finden.
Halbe Portion von Elisabeth Pape. Hier konnte ich die guten Reviews nicht so ganz nachvollziehen. Das Buch liest sich ok, ist eher wie ein Blog, aber am Ende fragt man sich, was das nun alles sein sollte.
Die Känguru-Rebellion von Marc-Uwe Kling. Genauso gut wie die Vorgänger, aber auch nichts neues. Habe es trotzdem gerne gehört.
Machtübernahme von Arne Semsrott. Als Angestellte im ÖD interessiere ich mich natürlich für eine Hilfestellung dazu, was passiert, wennes eine rechtsextreme Regierung geben sollte. Das Buch beschreibt sehr viele Szenarien, liefert ein paar kleine Tipps, aber wirklich gestärkt fühle ich mich nicht. Trotzdem lesenwert.
All die Liebenden der Nacht von Mieko Kawakami. War ganz ok und ich liebe Geschichten, die in Japan spielen, aber auch hier fehlte mir irgendwie die Substanz.
Die Ausweichschule von Kaleb Erdmann. Es geht hier um den Amoklauf in Erfurt, der zu meiner Schulzeit passierte, aber ich erinnere mich nicht so wirklich an meine Eindrücke damals. War eine gute Aufarbeitung, auch wenn mich der Schreibstil etwas nervte.
Throne of Glass – Band 5 der Reihe von Sarah J. Maas. Ich hasse meinen Komplettierungsdrang und diesen vage Hoffnung, dass die Reihe doch irgendwann mal gut wird. Band 5 fand ich jedenfalls wieder langweilig und kann mit allen Charakteren nichts anfangen, sie wirken beliebig austauschbar. Ich furchte, ich werde trotzdem noch die restlichen zwei Bände lesen bzw. hören… immerhin ist der nächste Band wohl komplett auf den einzigen Charakter fokussiert, den ich halbwegs interessant fand.


Serien:
Im März habe ich nicht ganz so viele Serien geguckt. Es ging weiter mit Ghosts, was langsam seinen Reiz verliert, sowieso Bridgerton, das sehr erwartbar ist, aber besser als die vorherigen Staffeln war. Außerdem habe ich Upload endlich weiter gesehen, konnte mich an kaum etwas erinnern, war aber auch egal. Die Serie war schon immer eher durchschnittlich und das Ende ok, aber irgendwie wirr. Danach ging es mit The Connors weiter, auch hier habe ich das Serien-Ende erreicht. Es war insgesamt eine schöne Fortsetzung von Roseanne und ich bin etwas traurig, dass diese Serie nun endgültig zu Ende ist, ich mochte insbesondere Darlene und Jackie sehr. Jetzt habe ich Lust nochmal das Original anzuschauen, man muss da nur ausblenden, dass die echte Roseanne leider in rechte Schwurbelgewässer gesegelt ist.


Filme:
Weapons – langweiliger bro movie.
One Battle After Another – Unglaublich anstrengender Anfang mit TikTok-artigen Schnitten. Die Story ganz ok, Leonardo DiCaprio halbwegs zu ertragen, aber den Hype um den Film verstehe ich nicht.
Sinners – Hype begründet, sehr cooler Film. Man sollte nur am besten im Vorfeld nichts darüber wissen.
Predator Badlands – Dafür, dass ich das Franchise nicht kenne und alles was ich kennengelernt habe, dann eher doof fand, fand ich den Film an sich trotzdem ganz gut.
Louis Theroux: Inside the Manosphere – Ein unscheinbarer Standard-Mann entlarvt Alpha-Bros, die vor ihm in Interviews kuschen und Angst zu haben scheinen. Gute Doku.
Hoopers – Überraschend gut und unterhaltsam. Bonus: niedliche Biber.

Februar 2026

Wieso fühlt sich der kürzeste Monat des Jahres immer so lang und ewig an. Immerhin endete er mit ein paar Sonnenstrahlen, das ewige kalte und teils auch nasse Wetter hat meine Stimmung richtig runtergezogen. Rückblickend war der Februar aber ganz ok, mein Highlight war auf jeden Fall das Blossoms Konzert, es war so schön, wäre am nächsten Tag gerne nochmal gegangen und fürchte, ich muss sie auch mal in England besuchen. Mit dem Tai Chi Kurs ging es weiter, es ist nicht mehr ganz so überfordernd wie anfangs und ich kann mir die Sequenz halbwegs merken… entspannend finde ich es aber noch immer nicht, teilweise meldet meine Uhr sogar Stress. Aber da die Sequenz schnell zu machen ist, kann ich es gut in den Alltag integrieren und mache das einfach aus Prinzip, vielleicht kommt ja ein Funke Entspannung durch. Außerdem habe ich wieder Fußball gespielt, mit neuen Schuhen und diesmal sogar zwei Tore gemacht. Und ganz oft die Mitte des Torwarts getroffen! Und dann waren doch noch einige nette Treffen mit Kolleginnen und Freundinnen.

Spiele: In Cozy Grove habe ich die ersten Bärchen-Stories durchgespielt. Außerdem habe ich im Sale von Square Enix Paranormasight The Seven Mysteries of Honjo gekauft. Es ist mehr visual novel als Spiel, aber hat noch genug Spiel- und Detektiv-Anteile um mich zu fesseln. Außerdem mag ich die Art, wie die Geschichten aufgebaut sind und mich doch oft sehr überraschen. Bei Final Fantasy Tactics habe ich mich ergeben und auf „leicht“ umgestellt, weil ich keine Nerven und vor allem keine Zeit habe, das Spiel ewig zu optimieren.

Bücher:
Das war ein ganz guter Bücher-Monat. Von Robin McKinley habe ich Beauty gelesen, es ist von 1978, also quasi ein Vorreiter der Romantasy und des Retellings von klassischen Mythen und Märchen. Hat mir gut gefallen. A Head Full of Ghosts von Paul Tremblay war genau mein Fall, es ging um eine Familie, wo eine Tochter (vermutlich) Schizophrenie entwickelte, diese aber als Besessenheit eines Dämons interpretiert wurde und man sogar eine Reality Show um die Austreibung herum machte. Odinskind von Siri Pettersen fand ich eher durchschnittlich. Vielleicht lag es daran, dass es auf deutsch war, aber norwegisch kann ich nicht nunmal nicht lesen. Breasts and Eggs von Mieko Kawakami war eher nicht mein Fall, was vermutlich daran liegt, dass es sich primär mit Mutterschaft beschäftigt. The Penelopiad von Margaret Atwood war eine interessante neue Betrachtung der alten Sage um Odysseus und seiner Frau Penelope, aber insgesamt bin ich einfach kein Fan von antiken Stoffen. Schwindene Welt von Sayaka Murata war so, wie man einen Roman von Murata erwartet. Das Buch wird auf Goodreads wegen einer Passage am Ende ziemlich abgewertet, ja, es war hart, aber ich fand es nur konsequent.

Serien:
Ich habe von ein paar Serien das Finale gesehen. Palm Royale war sehr schön aufgelöst. Sex and the City: And Just Like That verlor sich in langweiliger Belanglosigkeit und leider ebenso Queer Eye mit eher langweiligen letzten Fällen und gefühlter Lustlosigkeit bei allen. Die zweite Staffel von Fallout fand ich ganz nett, aber auch sehr verwirrend mit der ganzen alternativen Historie. Weiter ging es auch mit Ghosts und Shrinking, beides gute, kurzweilige Shows. Ebenso haben wir die ersten Folgen der vierten Staffel Bridgerton geschaut, die finde ich bisher besser als die vorherige. Mein absolutes Highlight war aber die 4. Staffel von The Traitors UK. Ich fand die Serie mit ihren Wendungen und den tollen Charakteren so herausragend, dass ich kaum glauben kann, dass das „nur“ eine reality show ist. War bis zum Ende super spannend und ich hab sehr mitgefiebert.

Filme:
Sequels können doch ganz gut sein, wie Zootopia 2 beweisen konnte. Ich glaube es hat mir sogar noch einen Ticken besser gefallen als der erste Teil. Gespaltener Meinung bin ich bei
28 years later: Bone Temple. Ralph Fiennes‘ Rolle und Auftritt war grandios, den anderen Erzählstrang fand ich unkreativ und langweilig, weil er allein auf brutalen Bildern fußte.
Ganz toll war Hamnet, die ganze Ästhetik des Films hat mir gefallen, ebenso die großartige Performance von Jessie Buckley als Agnes Shakespeare.

Januar 2026

London vibes in the area. Again. Diesmal war ich allerdings touristisch unterwegs mit dem Freund in der Gegend um den Tower herum. Nach keine Ahnung wie vielen Besuchen in London bin ich dann zum ersten Mal über die Tower Bridge gegangen! Besucht haben wir die HMS Belfast, wo ich vor allem den Maschinenraum sehr spannend fand, da man wie ein kleines Kletteräffchen da herumturnen musste, um über die schmalen Leitern und enge Gänge zu kommen. Außerdem haben wir die Cutty Sark besichtigt, ein großes Segelboot. Besonders daran ist, dass der Rumpf komplett aufgebahrt ist, sodass man darunter herlaufen kann. Ein sehr schöner Kurztrip, wo sogar das Wetter mitspielte. Natürlich gab es übliche kulinarische Leckereien von Wagamama, The Ivy und dem besten Matcha-Laden (der hoffentlich niemals von Instagram-Tourismus überrannt wird, das ist ja furchtbar).
Der Januar stand weiter im Zeichen des Bootes, es ging zur Messe Boot nach Düsseldorf. Einmal abartig riesige Mega-Yachten anschauen, aber es gab auch in den unteren Preiskategorien nette Boote, wo ich mich schon durch die Nordsee cruisen sah, mit den Doggys und ihren flatternden Öhrchen auf der Sitzbank.
Ansonsten habe ich versucht mein etwas vernachlässigtes Sozialleben wieder aufleben zu lesen. Das fand die letzte Zeit vorwiegend in London statt, wo ich es so schön fand mit der Freundin Ausflüge zu machen, durch Parks zu flanieren, in neue Restaurants und Cafés zu gehen und das ja eigentlich auch Zuhause machen könnte. Generell mehr machen und nicht mehr jeden Nachmittag komplett versacken. Ist noch nicht so ganz gelungen wie gewünscht, aber immerhin bin ich in einem Tai Chi Kurs mit einer Freundin und hatte einen nicht ganz so peinlichen Einstand beim Feierabend-Fußball auf der Arbeit. Ein paar Dinge konnten meine Füße noch, aber an der Zielgenauigkeit muss ich noch arbeiten.

Spiele: Ich habe The Roottrees are Dead durchgespielt, das war ein sehr tolles Detektivspiel mit lustigen Features. Außerdem bin ich voll in Cozy Grove drin.

Bücher:
Meine Enttäuschung des Monats war The Mermaid and Mrs Hancock von Imogen Hermes Gowar. Ja, es ist gut geschrieben, aber ich fand es so langweilig und belanglos. Zumal die Mermaid eher symbolischer Natur war. Besser als gedacht fand ich dagegen Katabasis von R.F. Kuang. Gut geschrieben wie immer, hätte etwas kürzer sein können, aber trotzdem hat es mir sehr gut gefallen. Quicksilver von Callie Hart wirkt wie ein Klon von Sarah J. Maas‘ Büchern, mit einem Protagonisten der in einer Welt voller fae Namen ernsthaft Kingfisher heißt. Trotz aller Kritik hab ich es doch gerne gehört. Das verborgene Genie von Marie Benedict handelt von Rosalind Franklin, einer Wissenschaftlerin, die maßgeblich zur Entdeckung des Aufbaus der DNA beigetragen hat und aus der Geschichte quasi ausradiert wurde. Gut geschrieben und eine sehr interessante Persönlichkeit. Wer Eine Frage der Chemie mochte, könnte das auch mögen.

Serien:
Emily in Paris war mal wieder ein hate-watch. Die letzte Staffel von Stranger Things fand ich ok, das Ende auch, aber insgesamt eher enttäuschend und zum Vergessen. Die Anthologieserie Cabinet of Curiosities haben wir endlich zu Ende geschaut, fand ich ebenso enttäuschend und vielleicht maximal zwei der Geschichten gut. Zwischendurch habe ich den neuen Harlan Coban Run Away durchgesuchtet. Stabil wie immer, tolle Schauspieler*innen, aber insgesamt mir etwas zu unschlüssige Storyline. Dann haben wir die erste Staffel von Our Flags Means Death geschaut und ich war auch hier etwas enttäuscht, weil ich aufgrund der Begeisterung etwas besseres erwartet habe. Ähnlich mit Heated Rivalry, die Storyline war komisch aufgebaut und mir war das insgesamt zu wenig Story, aber trotzdem mag ich den Hype um die Serie. Tja, zahlreiche Enttäuschungen. Bis auf Traitors UK. Ich habe in London zufällig reingeschaut und war sofort hooked. Ich bin noch nicht ganz durch mit der Staffel, aber liebe bisher alles, die Wendungen, die Charaktere und vor allem die Moderatorin. Zuguterletzt habe ich Pluribus zu Ende geschaut, gefällt mir weiterhin sehr gut.

Filme:
Am 1. Januar haben wir den letzten Teil der Herr der Ringe Reihe gesehen, war schön wie immer und die UHD Version gibt nochmal echt viele Details her. Der andere Film war Bridget Jones: Mad About the Boy. Ja war ok, aber auch nicht mehr.