April 2026

Urlaubsmonat! Ich war nicht weg, aber hatte eine Woche frei. Der Urlaub startete schon gut mit einem Brettspieltag und anschließendem schönen Konzert von Franz Ferdinand. Dann gab es noch ein paar weitere schöne Brettspieltreffen, sowie auf der Arbeit eine Jubiläumsfeier mit einem wunderbaren Buffet. Außerdem geht es in einer Causa auf der Arbeit endlich weiter, nachdem es eine monatelange Zitterpartie gab, scheint sie jetzt auf dem Endspurt zu sein. Finally.

Spiele: Das war ein sehr schöner Brettspiel-Monat! Gespielt habe ich neben den Standards Clever und Azul auch Mischwald, Flügelschlag, Planet Unknown, Garum und 7 Wonders. Beim monatlichen Brettspieltreff konnten wir endlich Endeavor ausprobieren, was uns etwas zu gut gefiel. Es muss Platz im Regal geschaffen werden… und Rebirth von Knizia fand ich dann auch noch überraschend gut und werde es vermutlich mal in meine Sammlung holen müssen. Auf der Switch spiele ich nach wie vor alternierend Cozy Grove und Pokopia, wobei letzteres weiterhin sehr overwhelming ist und ich mir fasst wünschte, es gäbe nur eine Welt….

Bücher:
Keine Ahnung wie ich es geschafft habe, aber im April hab ich tatsächlich 12 Bücher beendet. Gut, es lag auch teilweise daran, dass ich einiges ausgeliehen hatte und unter Druck stand es zurückzugeben. Mein Lowlight war definitiv Everything I Know About Love von Dolly Alderton. Das Buch liegt ja immer sehr prominent in Buchhandlungen ausgestellt, deswegen wollte ich es doch mal unbedingt lesen und fand es dann leider extrem belanglos und langweilig.
Eine Hymne an das Leben von Gisèle Pelicot: Natürlich kein leichter Stoff, aber gut zu lesen und auch spannend, was Gisèles Lebensgeschichte Abseits von „dem Fall“ betrifft.
Margo’s Got Money Troubles von Rufi Thorpe: Inhalt sprach mich nicht so an, aber dann fand ich das Buch überraschend gut und hab es durchgesuchtet.
Girl on Girl – How Pop Culture Turned a Generation of Women Against Themselves von Sophie Gilbert: es ist genau das, was der Titel verspricht, vor allem eine chronologische Rekapitulation. War ganz interessant, mit anderem Blick in die Vergangenheit zu tauchen.
Gittersee von Charlotte Gnauß: ein Jugendroman über ein Mädchen, das in der DDR aufwächst und deren Freund eines Tages verschwindet. Fand ich ganz gut, nur mit dem Ende war ich sehr unzufrieden. Aber ähnliche Probleme mit der Art, wie das Ende gestrickt wird, hatte ich schon bei anderen neuen deutschen Romanen.
Frauen Literatur“ von Nicole Seifert: eine Abhandlung darüber, wie mit Literatur von Frauen umgegangen wurde. Für mich vor allem eine große Liste an Büchern, die ich noch nachlesen muss. Sollte man mal gelesen haben.
Yesteryear von Caro Claire Burke: Definitiv mein Highlight, ich habe das so durchgesuchtet. Es war komplett anders als erwartet, aber ich fand die Richtung, die das Buch ging super. Freue mich schon wahnsinnig auf die Verfilmung.

Serien:
Es geht endlich weiter mit For All Mankind. Auch wenn ich gefühlt 80% vergessen habe, ich mag die Serie nach wie vor und finde den Plot super spannend. Außerdem habe ich die dritte Staffel von Shrinking geguckt und dachte, das wäre das Serienfinale, weil es so abgeschlossen wirkte, aber es geht wohl weiter. Besonders schön war der Gastauftritt von Michael J. Fox. Die vierte Staffeln von The Bear habe ich auch gesehen, ähnliches Problem hier, dass ich mich an das vorherige Geschehen kaum erinnere. Aber trotzdem hat die Serie viel Spaß gemacht. Dann habe ich noch Hacks endlich weitergeguckt, eine nach wie vor sehr tolle Comedy. Und die ersten Folgen der dritten Staffel Euphoria sind draußen, juhuu. Last but not least haben wir mit The Pitt angefangen, was schon einen hohen Suchtfaktor hat. Dabei hatte ich eigentlich keine Lust auf eine weitere Arzttermin, wo ich schon bei Grey’s hinterher hänge.

Filme:
Wuthering Heights: Hat mir sehr gefallen und war schon ziemlich hot, ist aber nur etwas für Leute, die so campy Filme wie Saltburn auch mögen. (Suprise, ist auch von der gleichen Regiesseurin Emeral Fennell)
Project Hail Mary: Ich habe schon das Buch sehr geliebt und den Film fand ich auch gelungen. Schön, dass es mal wieder humorvolleren Sci-Fi gibt, ohne dass es direkt in (zu viel) Klamauk abdriftet.
Downton Abbey: The Grand Finale: War ein schönes Wiedersehen und gleichzeitig der endgültige Abschied, aber es wirkte einfach nicht so intensiv wie der vorherige Film, wo wir uns von Violet Crawley verabschiedet haben.
Good Luck, Have Fun, Don’t Die: Komplett irre und abgefahren, am Ende war er mir ein bisschen zu sehr… auf ein bestimmtes Thema fixiert, das mit dem Holzhammer der Zuschauerin eingehämmert werden sollte. Aber hat Spaß gemacht, es zu schauen, v.a. weil der Cast grandios war.

März 2026

Der März war ein ganz schöner Monat. Ich hatte die letzten Einheiten meines Tai Chi Kurses. Insgesamt war der ganz ok und ich würde es an sich gerne weitermachen, aber dafür passen einigen Randbedingungen des Vereins, wo ich war, für mich nicht. Also vielleicht irgendwann mal woanders weiter machen. Außerdem hatte ich wieder Fußball, aufgrund der Krankheitswelle waren wir leider nur 4 Leute, aber haben die Zeit genutzt für Mini-Spiele, wovon ich eins zur Überraschung aller sogar gewonnen habe. Dann hatte ich noch diverse nette „Sozialtermine“ auf der Arbeit, alles in unterschiedlichen Konstellationen und verknüpft mit Essen, so mag ich das. Der März ist auch immer der Geburtstagsmonat, drei Freundinnen hatten die Ehre vor mir 40 zu werden, ich hab noch Schonfrist bis Mai. Bei einer Feier war ich Essen und dann in der Philharmonie bei einem Benefizkonzert, das ganz schön war. Die andere Feier verbrachten wir mit Kuchen und Spielen. Last but not least war ich bei einem lokalen Brettspieltreff, was sehr nett war und wo ich nun regelmäßig hingehen möchte.

Spiele: In Cozy Grove habe ich weitere Bärchen-Stories durchgespielt und versuche nach und nach alle Errungenschaften zu meistern. Außerdem ist Pokopia rausgekommen, was einen sehr schlimmen Suchtfaktor hat. Ich habe recht schnell alles zu dem Thema auf Social Media stummgeschaltet, damit ich nicht gespoilert werde und es in Ruhe spielen kann, das war eine sehr gute Idee. An Brettspielen habe ich meine Standards gespielt, sowie mit River of Gold und Frosted Blooms zwei neue Spiele ausprobiert. An letzteres denke ich noch immer, weil das schon ein gutes Puzzlespiel war. Aber ich fürchte, dafür finde ich tendenziell eher keine Mitspielerinnen.

Bücher:
Ganze 9 Bücher sind es im März geworden, darunter….
Schwindende Welt von Sayaka Murata. Wer ihr anderen Bücher mag, wird hieran vermutlich auch Gefallen finden.
Halbe Portion von Elisabeth Pape. Hier konnte ich die guten Reviews nicht so ganz nachvollziehen. Das Buch liest sich ok, ist eher wie ein Blog, aber am Ende fragt man sich, was das nun alles sein sollte.
Die Känguru-Rebellion von Marc-Uwe Kling. Genauso gut wie die Vorgänger, aber auch nichts neues. Habe es trotzdem gerne gehört.
Machtübernahme von Arne Semsrott. Als Angestellte im ÖD interessiere ich mich natürlich für eine Hilfestellung dazu, was passiert, wennes eine rechtsextreme Regierung geben sollte. Das Buch beschreibt sehr viele Szenarien, liefert ein paar kleine Tipps, aber wirklich gestärkt fühle ich mich nicht. Trotzdem lesenwert.
All die Liebenden der Nacht von Mieko Kawakami. War ganz ok und ich liebe Geschichten, die in Japan spielen, aber auch hier fehlte mir irgendwie die Substanz.
Die Ausweichschule von Kaleb Erdmann. Es geht hier um den Amoklauf in Erfurt, der zu meiner Schulzeit passierte, aber ich erinnere mich nicht so wirklich an meine Eindrücke damals. War eine gute Aufarbeitung, auch wenn mich der Schreibstil etwas nervte.
Throne of Glass – Band 5 der Reihe von Sarah J. Maas. Ich hasse meinen Komplettierungsdrang und diesen vage Hoffnung, dass die Reihe doch irgendwann mal gut wird. Band 5 fand ich jedenfalls wieder langweilig und kann mit allen Charakteren nichts anfangen, sie wirken beliebig austauschbar. Ich furchte, ich werde trotzdem noch die restlichen zwei Bände lesen bzw. hören… immerhin ist der nächste Band wohl komplett auf den einzigen Charakter fokussiert, den ich halbwegs interessant fand.


Serien:
Im März habe ich nicht ganz so viele Serien geguckt. Es ging weiter mit Ghosts, was langsam seinen Reiz verliert, sowieso Bridgerton, das sehr erwartbar ist, aber besser als die vorherigen Staffeln war. Außerdem habe ich Upload endlich weiter gesehen, konnte mich an kaum etwas erinnern, war aber auch egal. Die Serie war schon immer eher durchschnittlich und das Ende ok, aber irgendwie wirr. Danach ging es mit The Connors weiter, auch hier habe ich das Serien-Ende erreicht. Es war insgesamt eine schöne Fortsetzung von Roseanne und ich bin etwas traurig, dass diese Serie nun endgültig zu Ende ist, ich mochte insbesondere Darlene und Jackie sehr. Jetzt habe ich Lust nochmal das Original anzuschauen, man muss da nur ausblenden, dass die echte Roseanne leider in rechte Schwurbelgewässer gesegelt ist.


Filme:
Weapons – es war teilweise super gruselig und spannend, die Auflösung aber enttäuschend.
One Battle After Another – Unglaublich anstrengender Anfang mit TikTok-artigen Schnitten. Die Story ganz ok, Leonardo DiCaprio halbwegs zu ertragen, aber den Hype um den Film verstehe ich nicht.
Sinners – Hype begründet, sehr cooler Film. Man sollte nur am besten im Vorfeld nichts darüber wissen.
Predator Badlands – Dafür, dass ich das Franchise nicht kenne und alles was ich kennengelernt habe, dann eher doof fand, fand ich den Film an sich trotzdem ganz gut.
Louis Theroux: Inside the Manosphere – Ein unscheinbarer Standard-Mann entlarvt Alpha-Bros, die vor ihm in Interviews kuschen und Angst zu haben scheinen. Gute Doku.
Hoopers – Überraschend gut und unterhaltsam. Bonus: niedliche Biber.

Februar 2026

Wieso fühlt sich der kürzeste Monat des Jahres immer so lang und ewig an. Immerhin endete er mit ein paar Sonnenstrahlen, das ewige kalte und teils auch nasse Wetter hat meine Stimmung richtig runtergezogen. Rückblickend war der Februar aber ganz ok, mein Highlight war auf jeden Fall das Blossoms Konzert, es war so schön, wäre am nächsten Tag gerne nochmal gegangen und fürchte, ich muss sie auch mal in England besuchen. Mit dem Tai Chi Kurs ging es weiter, es ist nicht mehr ganz so überfordernd wie anfangs und ich kann mir die Sequenz halbwegs merken… entspannend finde ich es aber noch immer nicht, teilweise meldet meine Uhr sogar Stress. Aber da die Sequenz schnell zu machen ist, kann ich es gut in den Alltag integrieren und mache das einfach aus Prinzip, vielleicht kommt ja ein Funke Entspannung durch. Außerdem habe ich wieder Fußball gespielt, mit neuen Schuhen und diesmal sogar zwei Tore gemacht. Und ganz oft die Mitte des Torwarts getroffen! Und dann waren doch noch einige nette Treffen mit Kolleginnen und Freundinnen.

Spiele: In Cozy Grove habe ich die ersten Bärchen-Stories durchgespielt. Außerdem habe ich im Sale von Square Enix Paranormasight The Seven Mysteries of Honjo gekauft. Es ist mehr visual novel als Spiel, aber hat noch genug Spiel- und Detektiv-Anteile um mich zu fesseln. Außerdem mag ich die Art, wie die Geschichten aufgebaut sind und mich doch oft sehr überraschen. Bei Final Fantasy Tactics habe ich mich ergeben und auf „leicht“ umgestellt, weil ich keine Nerven und vor allem keine Zeit habe, das Spiel ewig zu optimieren.

Bücher:
Das war ein ganz guter Bücher-Monat. Von Robin McKinley habe ich Beauty gelesen, es ist von 1978, also quasi ein Vorreiter der Romantasy und des Retellings von klassischen Mythen und Märchen. Hat mir gut gefallen. A Head Full of Ghosts von Paul Tremblay war genau mein Fall, es ging um eine Familie, wo eine Tochter (vermutlich) Schizophrenie entwickelte, diese aber als Besessenheit eines Dämons interpretiert wurde und man sogar eine Reality Show um die Austreibung herum machte. Odinskind von Siri Pettersen fand ich eher durchschnittlich. Vielleicht lag es daran, dass es auf deutsch war, aber norwegisch kann ich nicht nunmal nicht lesen. Breasts and Eggs von Mieko Kawakami war eher nicht mein Fall, was vermutlich daran liegt, dass es sich primär mit Mutterschaft beschäftigt. The Penelopiad von Margaret Atwood war eine interessante neue Betrachtung der alten Sage um Odysseus und seiner Frau Penelope, aber insgesamt bin ich einfach kein Fan von antiken Stoffen. Schwindene Welt von Sayaka Murata war so, wie man einen Roman von Murata erwartet. Das Buch wird auf Goodreads wegen einer Passage am Ende ziemlich abgewertet, ja, es war hart, aber ich fand es nur konsequent.

Serien:
Ich habe von ein paar Serien das Finale gesehen. Palm Royale war sehr schön aufgelöst. Sex and the City: And Just Like That verlor sich in langweiliger Belanglosigkeit und leider ebenso Queer Eye mit eher langweiligen letzten Fällen und gefühlter Lustlosigkeit bei allen. Die zweite Staffel von Fallout fand ich ganz nett, aber auch sehr verwirrend mit der ganzen alternativen Historie. Weiter ging es auch mit Ghosts und Shrinking, beides gute, kurzweilige Shows. Ebenso haben wir die ersten Folgen der vierten Staffel Bridgerton geschaut, die finde ich bisher besser als die vorherige. Mein absolutes Highlight war aber die 4. Staffel von The Traitors UK. Ich fand die Serie mit ihren Wendungen und den tollen Charakteren so herausragend, dass ich kaum glauben kann, dass das „nur“ eine reality show ist. War bis zum Ende super spannend und ich hab sehr mitgefiebert.

Filme:
Sequels können doch ganz gut sein, wie Zootopia 2 beweisen konnte. Ich glaube es hat mir sogar noch einen Ticken besser gefallen als der erste Teil. Gespaltener Meinung bin ich bei
28 years later: Bone Temple. Ralph Fiennes‘ Rolle und Auftritt war grandios, den anderen Erzählstrang fand ich unkreativ und langweilig, weil er allein auf brutalen Bildern fußte.
Ganz toll war Hamnet, die ganze Ästhetik des Films hat mir gefallen, ebenso die großartige Performance von Jessie Buckley als Agnes Shakespeare.