2025 Konzerte

Letztes Jahr war ein wundervolles Konzertjahr, das ich hier kurz zusammenfasse bevor einiges in Vergessenheit gerät.

Das schlechteste Konzert war definitiv Morrissey im Kölner Palladium. Die Location an sich finde ich schon furchtbar, weil man als Mensch unter 180cm die Bühne kaum sehen kann. Morrissey ist live schon großartig und ich liebe seine Stimme nach wie vor. Aber das Konzert war trotzdem das schlimmste, weil der Herr uns eine Stunde lang warten ließ während irgendein artsy-fartsy Film lief. Immerhin tauchte er auf, er ist bekannt für zahlreiche spontane Absagen. Noch schlimmer war aber das Publikum, lauter aggressive Männer, die sich schamlos direkt vor kleinere Frauen stellten, manche auch noch logen, dass ihre Freunde „da vorne“ wären. Immerhin hatte ich mit zwei anderen kleineren Frauen ein Rudel gebildet und zusammen haben wir die Männer weggebeten oder direkt weggetreten. Nun gut, ist ein weiterer Punkt von der musikalischen Bucket List abgehakt. Man weiß ja nie, wen man nochmal sehen kann.

Passenderweise hatte ich ein ähnlich unangenehmes Publikum bei Johnny Maar, der mit Morrissey früher in der Band The Smiths war. Auch hier drängelten sich Kerle direkt vor mich. Einer erklärte sehr laut seiner weiblichen Begleitung ein Lied, was gerade gespielt wurde. Ich weiß jetzt, wieso Smiths-Fans in einigen Reddit Subs als arrogante Schnösel bezeichnet werden . Trotzdem konnte ich das Konzert halbwegs genießen und einen der besten Gitarristen live sehen. Außerdem war es schön, dass er andere Lieder der Smiths spielte als Morrissey.

Dann gab es eine Menge an Konzerten, die gut und unterhaltsam waren und wo das Publikum ok war. Snow Patrol hatte ich zuletzt vor 20 Jahren oder so live gesehen und es war wieder sehr schön und ich freue mich auf das nächste Mal. Ride haben eine kleine Europatour gemacht, so habe ich den Oasis-Bassisten Andy Bell mal als Gitarristen in seiner vorherigen Band gesehen. Hier hätte ich mir aber Sitzplätze gewünscht, weil das eine Musik ist, zu der man eher chillt. Ebenso beim Konzert von God is an Astronaut. Ok, eigentlich möchte ich immer einen Sitzplatz, selbst wenn ich ihn vorwiegend als Stehplatz nutzen.

Dann war da noch Robbie Williams in Gelsenkirchen. Die Vorband The Lottery Winners fand ich ganz ok, aber der etwas schrille Frauengesang war nicht mein Fall. Robbie selbst macht mehr Show als Gesang, es war ganz nett sich mal anzuschauen, aber ich persönlich brauche bei Konzerten keine begleitende Zirkusshow.

Sehr erfreut hat mich ein 2-für-1 Deal, wo ich Blossoms und Inhaler zusammen sehen konnte.
Inhaler fand ich richtig gut, aber mein Herz ging an deren Vorband Blossoms, grandioser Auftritt und ich hab dank Tom Odgens Erklärung zum ersten Mal kapiert, dass Gary (Titel des letzten Albums und eines Lied) ein großer Plastik-Gorilla ist… die Textzeile „he’s six feet tall with a fiber-glass hull“ hatte ich bis dahin wohl ignoriert und gedacht, dass Gary ein Kind oder ein Hund sei.

Ganz wundervoll war das sehr kleine Konzert von The Lathums. Großartige Stimmung, es schien, dass die Band halb Manchester mitgenommen hat. Tolles Konzert, sympathische Band, freue mich schon auf den nächsten Gig, vielleicht in UK in einer größeren Location.

Mein Highlight war definitiv Pulp in London im O2. Ich war zu dem Zeitpunkt eh in London und habe mir recht spontan ein Ticket gekauft. Pulp war vor meiner Zeit, Jarvis Cockers Solokarriere habe ich nur am Rand verfolgt, aber das neue Album von Pulp fand ich ganz gut und deren Song Spike Island war mein Lied des Jahres 2025. Bei dem Konzert gab es keine Vorband, was schonmal ein großes Plus war, außerdem war genau auf der Hälfte des Konzertes die Pause, perfekt um sich nochmal eine Tüte Chips zu holen. Die Fans war sehr sympathisch und freundlich, besonders erstaunt hat mich, wie viele junge Menschen da waren. In meiner Peripherie konnte ich zwei junge Mädels beobachten, die jeden von Jarvis Cockers „Dinosaurier-Ärmen“-Tänzen mitmachten, das war sehr putzig. Als Jarvis meinte, dass er Schwierigkeiten hatte sich auf den nächsten Song vorzubereiten, „but then I just learned to sing it“, habe ich diese Spitze nicht so ganz verstanden. Ich weiß zum Beispiel, dass Liam Gallagher einige Lieder anders singen muss, weil er nicht mehr so hoch singen kann wie als 20jähriger („I can’t sing like a fairy anymore“). Aber letztendlich ging es glaube ich Jarvis darum, dass heutzutage sehr viele music acts auf der Bühne autotune verwenden, eine Software, die live beim Singen die Stimmlage korrigiert. Wozu ich später sehr viele Analyse-Videos gesehen habe und ins rabbit hole gefallen bin. Jetzt ist mir auch klar, wie Sänger:innen, die extrem viel Choreo auf der Bühne machen, trotzdem dabei so gut singen können, ein Computer richtet es. Nunja. Würde ich gerne im Vorfeld wissen, ob ich eine live show sehe oder nur pseudo-live. Anyhow, Pulp war für mich das Comeback des Jahres, deren Album ging sofort auf Platz 1, bei meinem Konzert haben sie stolz die goldene (?) Schallplatte gezeigt und das Konzert war einfach perfekt, sodass ich am liebsten am nächsten Tag nochmal gegangen wäre. Noch habe ich Hoffnungen, dass sie vielleicht 2026 nach Deutschland kommen.

In völlig anderen Sphären bewegen sich die zwei Konzerte von Oasis und auch alles Live 25. Ich weiß noch, als vor den Konzerten jemand in reddit fragte, er könne nur ein Ticket für 1000 Dollar kaufen, ob es das wert sei. Ich hab gesagt, nein, wenn du so eine Show wie bei Taylor Swift oder Coldplay erwartest, ja, wenn du eine wahnsinnige, einzigartige Publikums-Energie erleben möchtest. Nun ja, letztendlich übertraf das Publikum meine Erwartungen noch um einiges und es war schön, wie viele neue Fans sich dazu kamen. Jedenfalls, ich dachte bis dato, dass ich 2024 mit der Definitely Maybe-Tour das beste Oasis (-ish) Konzert gesehen hatte, aber 2025 hat nochmal alles um ein vielfaches getoppt, ich werde noch in 30 Jahren daran denken. Schon beim pre act Richard Ashcroft ging das Publikum sehr mit, bei Bittersweet Symphony am Ende explodierte der Saal. Und diese positive, explosive Stimmung trug sich dann 2h lang durch das Oasis-Konzert. Jedes Lied wurde von Anfang bis Ende mitgesungen, bei den ersten fünf Liedern hatte ich Schwierigkeiten Liam zu hören, same for Liam, der permanent dem Soundguy zuwinkte, ihn lauter zu stellen. Das Publikum war der Wahnsinn und einfach jedes Konzert der Live 25 Tour war das beste Konzert ever für die Leute. Ich persönlich hatte mich am meisten auf alle zweistimmigen Lieder gefreut, insbesondere Aquiesce, Hello, Stand By Me, Live Forever, Cast No Shadow und es war noch tausend Mal besser als erwartet. Auf Noels Set hatte ich mich weniger gefreut, weil ich die meisten der Lieder schon permanent auf seinen Solo Gigs gehört hatte… aber im Stadium war es doch ganz anders und es ging nicht nur mir so, dass man die Lieder quasi neu für sich entdeckt hat. Sogar so eine Ballade wie Talk Tonight funktionierte erstaunlich gut, wenn 90.000 Leute mitsingen. Aber auch Rock n Rock Star war nochmal ganz anders als 2024. In Edinburgh hatte ich etwas Befürchtung, dass gleich das Stadium zusammenbricht, so sehr bebte die Erde. Dass Oasis zurecht als band of the people bezeichnet werden, hat 2025 mehr als gezeigt.

Dezember 2025

Endspurt auf der Arbeit mit ganz viel burn out. Dieser Monat hat nochmal alles abverlangt auf der Arbeit, aber zum Glück kamen hier einfach so viele Ausnahme-Situation hinzu, dass sich das nächstes Jahr nicht mehr so wiederholt. Der kleine Urlaub über die Feiertage war zu wenig entspannend und zu kurz. Immerhin gab es auch einige nette Termine, wie Frühstück mit den Kolleginnen, zwei Weihnachtsfeiern von der Arbeit her, Besuche bei/von Freund:innen, leckeres Essen beim Lieblings-Italiener und zum Schluss ein sehr schönes Nerdvester.

Spiele: Ich hab Cozy Grove im Nintendo Sale gekauft und ich liebe das Spiel sehr. An Brettspielen war der Monat auch toll, wir haben Arche Nova, Flügelschlag, Pandemic Legacy Zero und einige mehr gespielt. Bin zufrieden.

Bücher: Der Dezember endete mit 11 Büchern, wow. Und dann waren auch so viele tolle dabei.
– The Humans von Matt Haig: nicht was ich erwartet habe, der auf dem Klappentext erwähnte Hund hatte zu wenige Auftritte, aber trotzdem hat mir das Buch sehr gefallen
– Supersonic/ Oasis: eine Sammlung der Interviews, die es in den Film geschafft haben und noch weitere. Die Bruder wurden separat interviewed, der Zusammeschnitt im Buch ist schon lustig, beispielsweise wie Noel ausführlich berichtet, wie schlimm es war sich mit Liam ein Zimmer in der Kindheit zu teilen und Liam dazu nur sagt: „It was alright.“ Jetzt habe ich Lust den Film nochmal anzusehen.
– Atmosphere von Taylor Jenkins Reid: Ihre Bücher fand ich bisher alle toll, aber irgendwie war die Romance hier besonders schön. Ich möchte eine Serie dazu!
– The Everlasting von Alix E. Harrow: wow, was für ein Plot, unglaublich gut geschrieben und die Romance mal etwas anderes, der hagere Wissenschaftler trifft auf eine legendäre Ritterin.
– Zeremonie des Lebens von Sayaka Murata: wer Murata kennt und mag, wird hier nicht enttäuscht werden.
– Demenz von Dietrich Grönemeyer: habe ich nicht in der Familie, aber das Buch hat mich dazu inspiriert einen Tai Chi Kurs zu machen und generell war es sehr spannend, mehr über Demenz zu erfahren.
– Gewässer im Ziplock von Dana Vowinckel: ich würde es als Jugendlektüre bezeichnen, es geht um eine Teenagerin, eine Jüdin in Deutschland mit einem Israelischen Vater und einer amerikanischen Mutter. Hat mir sehr gut gefallen.

Serien:
– Death By Lightning (Netflix): Miniserie mit starkem Cast über einen US-Präsidenten, den niemand mehr kennt.
– The Beast in Me (Netflix): Ich liebe Claire Danes und auch diese Miniserie mit ihr war einfach wundervoll.
– Cabinet of Curiosities (Netflix): Anthologie-Miniserie von Guillermo Del Toro, fand ich bisher ganz nett gemacht.
Außerdem liefen noch Emily in Paris (warum), Pluribus (noch immer gut), Palm Royale (okay).

Filme:
– Knives Out – Wake Up Dead Man: Stabil gut, aber langsam ist diese ganze murder mystery concept für mich etwas ausgelutscht
– The Woman in Cabin 10: Den Plottwist hatte ich leider sofort am Anfang erraten und das heißt nichts gutes, insgesamt war der Film aber trotzdem ok.
– Troll 2: die Fortsetzung hätte man besser sein lassen sollen.
– 28 Years Later: meine Erwartungen waren sehr niedrig, der Film hat mich dann doch positiv überrascht, was sicher auch mit an Ralph Fiennes‘ Rolle lag
– The Babadook: ein Horrorfilm, der aber eigentlich eher ein Familiendrama um eine überforderte Mutter sein soll. Fand ich ganz gut.
– Hobbit: ich weiß, es ist schick sich darüber zu empören, wie das Buch so dünn ist und man darüber drei Filme machte, aber ich find die Filme (bis auf die humoristischen Ausuferungen mit den Zwergen) ganz gut, weil hier diverse Geschichten rund um Mittelerde aufgenommen wurden
– Lord of the Rings: ja, noch immer großartig, wenn auch aufgrund der Länge ich ihn nächstes Mal doch über einen größeren Zeitraum splitten würde. Aragorn noch immer der beste male character ever, was auch daran liegt, dass Viggo Mortensen etwas von seinem weirden Charakter einfließen ließ und diese Figur dann während der Dreharbeiten auch lebte. Abseits davon ist der Film einfach nur wundervoll, die Effekte, die größtenteils noch echtes Handwerk waren, die Schauspieler:innen, die noch kein Standard-Hollywood-Gesicht hatten und diese Geschichte, um Freundschaft, Loyalität und Gemeinschaft, die einfach nie nicht aktuell sein wird.

November 2025

Die Arbeit ist noch immer unfassbar anstrengend und mich belastet der aktuell ungewisse Zustand meiner Zukunft sehr. Auch wenn es nur besser werden kann, aber ich wäre froh, wenn manche Spielchen ihr Ende finden. Ich hatte aber endlich etwas Urlaub, juhuu! Wieder mal war ich meine Freundin in London besuchen, diesmal tatsächlich zum letzten Mal. Ich freue mich, dass sie wieder nach Deutschland kommt, werde aber auch ihre Wohngegend in London vermissen. Wir haben diesmal endlich Bath besucht, für uns beide der erste Besuch. Ein sehr hübsches Städtchen, ich liebe ja generell die Orte in Südengland, wo die Häuser vorwiegend aus dem leicht gelblichen bath stone gebaut sind. Natürlich waren wir auch im Museum des Aquae Sulis drin, den Überresten der römischen Stadt inklusive heißer Quelle. Weiteres Highlight des Urlaubs war der Afternoon Tea in einem gehobenen Hotel in London Kensington. Der Speiseraum war recht klein mit nur wenigen Tischen, an den Wänden lauter Bücherregale. Das üppige Mahl aus Sandwiches, Scones, Macarons und Törtchen haben wir nicht ganz geschafft, aber man konnte sich alles hübsch zum Mitnehmen einpacken lassen. Auch schön fand ich, dass man sich immer wieder neue Teesorten nachbestellen durfte. Bin sehr happy, das mal gemacht zu haben und generell Stand der November sehr unter dem Motto, mir mal schöne Dinge zu gönnen, auch wenn sie teuer sind.
Meine Hauptbeschäftigung des Jahres fand ihr Ende, die letzten Konzerte der Oasis Tour sind vorbei. Meine eigenen sind zwar schon länger her, aber ich habe mich auch danach immer an den zahlreichen Fotos, Videos und Reviews sehr erfreut. Es ist so schön, sich mit anderen Fans austauschen zu können, früher hatte ich sowas nicht. Und früher gab es natürlich auch nicht so viele Fotos und Mitschnitte der Live-Auftritte, da war das Sammeln noch mühseliger. Zur Feier des Tourendes habe ich auch die letzten gewünschten Oasis x Adidas Sachen ergattern können. Ein äußerst gelungenes 25-Jahre-Fan Jubiläum, bin nur noch immer so baff, dass als ich vor einem Jahr in Manchester für Liams Tour da war, alles schon im Hintergrund fest stand und Noel bei dieser Tour nur wegen Terminschwierigkeiten noch nicht dabei war. Total weird. Nun ja, nach dem Konzert ist vor dem Konzert, mein Oasis-Sparschwein ist gut gefüllt, aber es darf natürlich noch dicker werden, um mir für das nächste Mal vielleicht sogar 3 (oder mehr) Konzerte gönnen zu können.

Spiele: Besonders toll war, dass wir diesen Monat endlich mal wieder Twilight Imperium 4 gespielt haben und ich am Ende einen etwas überraschenden Sieg einfahren konnte. Yay. Auf der Switch spiele ich weiterhin Final Fantasy Tactics, was auf dem normalen Schwierigkeitsgrad schon recht knifflig ist, aber genau richtig ausgeglichen. In jedem zweiten Kampf sterbe ich und mache es dann besser.

Bücher: Im November habe ich nur drei Bücher beendet. Einmal von Yeon Somin Jeongmin töpfert das Glück, was ich ganz nett fand, aber nicht überragend. Außerdem bin ich weitergekommen in der Throne of Glass Reihe von Sarah J. Maas, Buch 3 und 4 habe ich als Audiobuch gehört. Und war dann ganz erschrocken, dass die Reihe ja noch ewig weiter geht. Der Hauptcharakter hat eine total komische, unlogische Verwandlung vernommen, ohne, dass man als Leserin diesen Prozess mitbekommen hätte. Die ganze Geschichte wirkt wie ein riesiger Retcon des ersten Bands. Ich weiß nicht, ob ich die drei folgenden Bände mit 700, 800 und 1000 Seiten schaffe, aber es juckt mich doch sehr, die Serie zu beenden.

Serien:
Ghosts (Netflix): hat etwas gedauert bis ich mit der Idee warm wurde. Ein New Yorker Paar erbt ein altes Landhaus, inkl. der darin spuckenden Geister, die Verstorbene aus diversen Zeitaltern sind, darunter ein Vikinger, ein Mann aus der Zeit der Gründerväter und eine Sängerin aus der Zeit der Prohibition.
The Morning Show (Apple): Die vierte Staffel spielt zur Amtszeits Joe Bidens, kann sich also Verquerungen mit Trumps Faschismus sparen, konzentriert sich hier auf außenpolitische Konflikte und spielt etwas mit dem Thema KI. Letztendlich war es spannend wie die vorherigen Staffeln.
Pluribus (Apple): Die neue Show von Vince Gilligan wollte ich erst nicht anschauen, weil der deutsche Untertitel „Glück ist ansteckend“ mich eher verschreckte. Ich wusste überhaupt nicht, worum es geht, aber das Teaserbild hat mich doch neugierig gemacht. Und ich finde die Serie ganz gut, vor allem, weil sie mit diversen tropes spielt und diese neu angeht. Am besten sollte man ohne Vorwissen die erste Folge anschauen.
Stranger Things (Netflix): Ich mochte die letzten Staffeln schon nicht so sehr, aber die fünfte noch weniger. Es erinnert mich an eine Soap, wo einfach random Dinge passieren, immer ein neues Drama, ohne, dass es irgendein Konzept gibt. Die Charaktere sind unglaublich flach geworden und unterscheiden sich kaum noch voneinander. Hätte die Serie keine 80er Jahre Ästhetik und kein so exzellentes Marketing, würde sie wohl schnell im nichts versinken.
A Man on the Inside (Netflix): Die zweite Staffel der Detektiv-Show spielt in einem kleinen College. Wie schon die erste Staffel ganz nett gemacht und gut zum Abschalten.
Palm Royale (Apple): Wieder eine Dramedy des Genres „horrible rich people“. Die Serie spielt in den 70ern auf einer Art Martha’s Vineyard. Da ich Kristen Wiig und den Charakter, den sie spielt, nicht so ganz leiden kann, war es schwer für mich reinzukommen, aber dann habe ich doch Gefallen daran gefunden, was vor allem an dem Machtspielchen der älteren reichen Damen liegt.

Filme:
Wicked 2: Der zweite Teil des Films hat mir nicht so gut gefallen wie der erste, aber deutlich mehr als der zweite Teil des Musicals.
Die My Love: Während des Schauens fand ich den Film nicht wirklich unterhaltsam oder spannend, aber insgesamt empfinde ich ihn trotzdem als gelungen, weil er psychische Krankheit bei Frauen nicht in einer Blümchenversion zeigt, sondern unschön und brutal. Tolle schauspielerische Leistung von Jennifer Lawrence und Robert Pattinson.
Frankenstein: Nette Bilder, hübsch gemacht, aber insgesamt langweilig und seine Chance nicht genutzt.
Let The Right On In: Ein etwas älterer, schwedischer Vampirfilm, hat mir sehr gut gefallen!
A House of Dynamite: Die schlechten Bewertungen auf Letterboxd finde ich mehr als unfair. Vom Storytelling her fand ich den Film super gemacht und sehr spannend, es hat mich sehr an die Serie 24 erinnert. Dass hier eine idealisierte USA gezeigt wird, wo Menschen noch Ehre haben und kompetent sind, muss man halt so hinnehmen.