Juni 2026

Ein Monat des Horrors! Naja, ganz so schlimm war es nicht, aber die 11 Tage Hitzewelle haben mich total fertig gemacht, mein Kopf war Matsch, ich hatte diverse Panikattacken, weil es ja jetzt jedes Jahr schlimmer wird und sich auf politischer Ebene einfach nichts tut außer der Rolle rückwärts. Also werde ich im Winter mal nach einer Klimaanlage schauen. Ich hoffe, die wird man irgendwann wieder kaufen können. Aktuell sind die ja so begehrt wie Klopapier während Corona. What are those times. Außerdem haben wir im Büro neue Drucker bekommen und es war eine einzige Katastrophe. Zum Glück drucken wir nicht mehr viel und haben andere Wege. Zb. Dinge auf den Tischdrucker eines Kollegen drucken, der selbst damit nicht drucken kann. Der normale Wahnsinn.
Abgesehen davon war der Juni aber wirklich nett mit viel Entspannung, einigen schönen Tagen mit Freundinnen und Kolleginnen. Ich hatte ein Bewerbungsgespräch und hab deswegen sehr gezittert. (Spoiler alert für den Juli: ich hab die Stelle bekommen juhuu!). Ein kleines Highlight war das Konzert von Pulp in Köln. Ich hatte die Tour schon in London gesehen, wo das Konzert sogar aufgezeichnet wurde. Jetzt in der Halle war es etwas anders, aber trotzdem großartig. Die Band spielt unheimlich gut und Jarvis ist ein lustiger Host. Es war also eine gute Entscheidung nochmal hinzugehen. But no shit was given ich hab den großen Dude, der sich direkt vor mich stellte wegbewegt (also mit antippen und Handgeste, die ich sonst bei den Hunden nutze). Hat geklappt.

Spiele: Ich bin durch mit Pokopia!! Es war ganz süß, aber irgendwie underwhelming und seitdem hab ich es nicht mehr gespielt. Aber vielleicht dann wenn neuer content kommt. Danach saß ich wieder an Cozy Grove und versuche da Sammlungen zu komplettieren. Außerdem haben wir auf der PS5 weiter Lego Horizon Zero Down gespielt, was ein süßes Spiel für Zwischendurch ist. An Brettspielen lief nicht viel, außer, dass ich Mischwald mit der sehr süßen Alpin Erweiterung probiert hab.

Bücher:
Neun Bücher sind es diesen Monat geworden, anbei eine Auswahl:
Die Wand von Marlen Haushofer. Großartige Dystopie. Es hat mich so berührt und mitgenommen. Aber Achtung, es ist nichts für Leute, die sehr viel Action erwarten.
Moi qui n’ai pas connu les hommes* von Jaqueline Harpman. Auch eine ältere Dystopie und einfach großartig. Es hat von der Stimmung her Ähnlichkeiten zu Die Wand und ich würde beide Bücher allen als Grundlagen zum Thema feministische Dystopie empfehlen. (* Ich habe es auf Deutsch gelesen, aber im Deutschen Titel Ich, die ich Männer nicht kannte geht leider die Doppeldeutigkeit des Wortes les hommes verloren.)
The Ministry of Time von Kaliane Bradley. Ich will dazu nicht viel spoilern, aber es war doch mehr Romance als erwartet und ich habe es geliebt. Bitte mehr MMC, die schüchterne viktorianische Seemänner sind.
Famesick von Lena Dunham. Noch ein Opfer ihrer Zeit, die ich irgendwann total blöd fand. Ich weiß nicht, ob ich sie jetzt wirklich mögen würde, aber nach dem Buch sehe ich doch, wie unfair und schlecht gezeichnet sie im Medienlicht war.
Hen Na Ie (Das seltsame Haus) von Uketsu. Irgendwie war die Story doof, aber das Buch hat mir trotzdem viel Spaß gemacht, vermutlich weil ich als alte Sims-erin Hauspläne sehr liebe.
Das kunstseidene Mädchen von Irmgrad Keun. Noch ein älterer Roman mit einer jungen Frau als Protagonistin. Es war eher locker leicht, an manchen Stellen wirkte es unglaublich aktuell und zeitgeist-ig.

Serien:
Percy Jackson: Muss leider sagen, dass ich die zweite Staffel nicht so toll fand und den Cast nicht mag. Wieder das selbe Problem: die Schauspieler:innen sind zu alt für ihre Rollen.
Beef: Die zweite Staffel fand ich sogar noch viel besser als die erste, einfach großartig. Gehört zum Genre rich people are stupid, mit einem Hauch von koreanischen Krimi-Drama.
Virgin River: Auch die 7. Staffel lieferte die coziness in hübschen Bildern, die man haben möchte.
The Boys: Wir haben das Serien-Ende mit Staffel 5 gesehen. Die Serie hat sich irgendwie selbst überholt und wirkt so als ob sie das nun sei, was sie vorher parodierte. Langweilig und unkreativ.
The Last of US: Ich kann mich mit der Serie nicht so ganz anfreuden, obwohl ich die Hauptcharaktere mag. Ich glaub ich bin die dystopischen Stoffe mit viel Gewalt, Grausamkeit und weirden Kulten einfach leid.
Monarch: Kenne irgendwie niemanden, der die Serie guckt, dabei ist sie wirklich ganz ok, wenn man Godzilla und Anhänge mag.

Filme:
Es gab nur einen Film. Hundreds of Beavers. Er war filmtechnisch sehr interessant gemacht, ob ich den Film sehr gut oder sehr schlecht fand, das weiß ich bis heute nicht.

Mai 2026

Retrospektiv fühlte sich mein Lieblingsmonat wirklich voll an. Mit einer Freundin hatte ich einen schönen Museumstag in der Yayoi Kusama Ausstellung, die doch deutlich größer war als ich es mir vorgestellt hab. Danach gab es leckere Snacks im Botanischen Garten. Meinen Geburtstag hab ich nicht ganz so spektakulär verbracht wie gewünscht, aber immerhin war das Wetter schön genug für einen tollen Vormittag am See mit den Hunden. Wir waren im Mai auch direkt ein zweites Mal da und ich hoffe wir machen das noch öfters! Das eigentliche Geburtstags-Highlight folgte dann einige Tage später mit einer Reise nach Paris mit zwei Freundinnen. Leider wurde ich davor krank, sodass ich mich irgendwie mit Wick Daymed über Wasser gehalten habe. Aber trotzdem fand ich es sehr schön, das Hotel war perfekt und ich würde gerne nochmal hin um den Louvre zu besuchen und dann mehr in dem Viertel meines Hotels zu erkunden. Die touristischen Sachen hab ich ja quasi abgefrühstückt.
Es gab auch einige gesundheitliche Termine, die alle positiv verlaufen sind und hoffentlich einige meiner Beschwerden etwas lindern. Außerdem hatte Franco seinen Termin bei der Kardiologin und tatsächlich hat sich sein Zustand sogar gebessert im Vergleich zum letzten Mal.
Last but not least tun sich weiter Dinge auf der Arbeit, die hoffentlich im Juni finanlisiert werden können.

Spiele: Ich spiele noch immer an Pokopia und bin ehrlich gesagt etwas genervt von der Main Story, aber kann die auch nicht ruhig beiseite lassen. Bei Cozy Grove suchte ich weiter vor mich hin und versuche alle Abzeichen zu knacken. Außerdem haben der Freund und ich Lego Horizon Zero Dawn auf der Playstation angefangen, was ein schönes, entspanntes Couch Coop ist. An Brettspielen habe ich nicht so viel gespielt, aber natürlich mal wieder alle Clevers, Flügelschlag und meine neuen Erweiterungen zu Planet Unknown.

Bücher:
Ups, auch wieder recht viel konsumiert mit insgesamt 11 Büchern. Hier eine kleine Auswahl.
Nobody’s Girl von Virginia Roberts Giuffre: Die inzwischen verstorbene Virginia berichtet von ihrer Zeit als Opfer von Jeffrey Epsteins und seiner Partnerin Ghislaine Maxwell. Zusätzlich tragisch ist, dass Virgina später auch von ihrem Ehemann misshandelt wurde, was man im Vorwort des Bruders erfährt, aber nur in ganz kleinen Schnipseln in ihren Memoiren rauslesen kann. Ein sehr berührendes Buch.
The Easy Life in Kamusari von Shion Miura: Fand ich ehrlich gesagt sehr langweilig, selbst für eine cozy novel.
Shroud von Adrian Tchaikovsky: Einer meiner liebsten Sci-Fi-Autoren und zu recht ein gefeiertes Buch. Hat mir sehr gefallen!
Effie Briest von Theodore Fontane: Ja, war ok, aber nicht sonderlich spannend. Außerdem find ich es immer weird, wenn alte Männer über teenager Mädchen schreiben. (Wir haben in der Schule das Genre auch behandelt, aber mit Kabale und Liebe von Schiller)
Platform Decay von Martha Wells: Hat mir nicht so gut gefallen wie die anderen Teile, aber vielleicht lag es auch daran, dass ich es als Audiobuch gehört hab und für Murderbot eine männliche Stimme unpassend finde. Ich hab Murderbot immer als tiefere weibliche Stimme vorgestellt.
Ich habe außerdem eher durch Zufall zwei Ernährungsratgeber bei Migräne gelesen. Dein Ernährungsratgeber bei Migräne fand ich nicht so gut, es ging mir letztendlich zu sehr um low carb. Migräne Doc war da deutlich differenzierter und die Autorin auch qualifizierter. Letztendlich muss natürlich jede für sich selbst schauen, was gut funktioniert und was nicht. Bei mir wird Migräne nicht durch spezielles Essen getriggert, aber durchaus durch zu wenig Essen. Und es muss immer eine gezuckerte Cola im Kühlschrank sein, die hilft gut bei Vorstufen.

Serien:
For All Mankind: Das Staffelfinale von der 5.Staffel war ziemlich unrund, da wurde sehr viel geschummelt und quetscht, damit timelines aufgehen. Ist mir aber egal, denn ich mochte den Plot insgesamt sehr, auch wenn es Abschiede gab.
The Pitt: Wir haben direkt die zweite Staffel durchgesuchtet, für mich schon defintiv die Serie des Jahres. Tolle Charaktere (shoutout an Dr. Robby, Dana und Dr. King), großartiges Erzählformat.
Hacks: Hier habe ich endlich aufgeholt und Staffel 4 und 5 geschaut. Nach wie vor eine der besten Comedys der letzten Jahre.
Euphoria: Ich kann die Kritik an Staffel 3 sehr verstehen, es wirkt doch übertrieben sexualisiert, dazu werden die Charaktere einfach nur gequält und der Zeitsprung von Staffel 2 bleibt weird. Aber ich mag Zendaya nach wie vor sehr.

Filme:
Remarkably Bright Creatures: Ich wusste gar nicht, dass es diesen Film gibt, bis ich ihn zufällig gesehen habe. Ich fand die Umsetzung sehr gelungen und den Film genauso schön wie das Buch.
The Menu: Vom Genre her ist der Film eindeutig der Kategorie crazy rich people zuzuordnen. Ralph Fiennes hatte wohl genauso viel Spaß in dieser Rolle wie in 28 Years Later.
The Naked Gun: Ob es letztendlich nur PR war oder nicht, die Romanze zwischen Liam Neeson und Pamela Anderson war schon sehr cute und wirksam,, denn allein deswegen habe ich den Film angesehen. Er schafft es genau so einen Blödelhumor wie das Original zu haben. Nicht so ganz mein Humor, aber es war kurzweilig und unterhaltsam.
Dust Bunny: Kategorie „Weirde Filme mit Mads Mikkelsen“, man kriegt, was man erwartet!

April 2026

Urlaubsmonat! Ich war nicht weg, aber hatte eine Woche frei. Der Urlaub startete schon gut mit einem Brettspieltag und anschließendem schönen Konzert von Franz Ferdinand. Dann gab es noch ein paar weitere schöne Brettspieltreffen, sowie auf der Arbeit eine Jubiläumsfeier mit einem wunderbaren Buffet. Außerdem geht es in einer Causa auf der Arbeit endlich weiter, nachdem es eine monatelange Zitterpartie gab, scheint sie jetzt auf dem Endspurt zu sein. Finally.

Spiele: Das war ein sehr schöner Brettspiel-Monat! Gespielt habe ich neben den Standards Clever und Azul auch Mischwald, Flügelschlag, Planet Unknown, Garum und 7 Wonders. Beim monatlichen Brettspieltreff konnten wir endlich Endeavor ausprobieren, was uns etwas zu gut gefiel. Es muss Platz im Regal geschaffen werden… und Rebirth von Knizia fand ich dann auch noch überraschend gut und werde es vermutlich mal in meine Sammlung holen müssen. Auf der Switch spiele ich nach wie vor alternierend Cozy Grove und Pokopia, wobei letzteres weiterhin sehr overwhelming ist und ich mir fasst wünschte, es gäbe nur eine Welt….

Bücher:
Keine Ahnung wie ich es geschafft habe, aber im April hab ich tatsächlich 12 Bücher beendet. Gut, es lag auch teilweise daran, dass ich einiges ausgeliehen hatte und unter Druck stand es zurückzugeben. Mein Lowlight war definitiv Everything I Know About Love von Dolly Alderton. Das Buch liegt ja immer sehr prominent in Buchhandlungen ausgestellt, deswegen wollte ich es doch mal unbedingt lesen und fand es dann leider extrem belanglos und langweilig.
Eine Hymne an das Leben von Gisèle Pelicot: Natürlich kein leichter Stoff, aber gut zu lesen und auch spannend, was Gisèles Lebensgeschichte Abseits von „dem Fall“ betrifft.
Margo’s Got Money Troubles von Rufi Thorpe: Inhalt sprach mich nicht so an, aber dann fand ich das Buch überraschend gut und hab es durchgesuchtet.
Girl on Girl – How Pop Culture Turned a Generation of Women Against Themselves von Sophie Gilbert: es ist genau das, was der Titel verspricht, vor allem eine chronologische Rekapitulation. War ganz interessant, mit anderem Blick in die Vergangenheit zu tauchen.
Gittersee von Charlotte Gnauß: ein Jugendroman über ein Mädchen, das in der DDR aufwächst und deren Freund eines Tages verschwindet. Fand ich ganz gut, nur mit dem Ende war ich sehr unzufrieden. Aber ähnliche Probleme mit der Art, wie das Ende gestrickt wird, hatte ich schon bei anderen neuen deutschen Romanen.
Frauen Literatur“ von Nicole Seifert: eine Abhandlung darüber, wie mit Literatur von Frauen umgegangen wurde. Für mich vor allem eine große Liste an Büchern, die ich noch nachlesen muss. Sollte man mal gelesen haben.
Yesteryear von Caro Claire Burke: Definitiv mein Highlight, ich habe das so durchgesuchtet. Es war komplett anders als erwartet, aber ich fand die Richtung, die das Buch ging super. Freue mich schon wahnsinnig auf die Verfilmung.

Serien:
Es geht endlich weiter mit For All Mankind. Auch wenn ich gefühlt 80% vergessen habe, ich mag die Serie nach wie vor und finde den Plot super spannend. Außerdem habe ich die dritte Staffel von Shrinking geguckt und dachte, das wäre das Serienfinale, weil es so abgeschlossen wirkte, aber es geht wohl weiter. Besonders schön war der Gastauftritt von Michael J. Fox. Die vierte Staffeln von The Bear habe ich auch gesehen, ähnliches Problem hier, dass ich mich an das vorherige Geschehen kaum erinnere. Aber trotzdem hat die Serie viel Spaß gemacht. Dann habe ich noch Hacks endlich weitergeguckt, eine nach wie vor sehr tolle Comedy. Und die ersten Folgen der dritten Staffel Euphoria sind draußen, juhuu. Last but not least haben wir mit The Pitt angefangen, was schon einen hohen Suchtfaktor hat. Dabei hatte ich eigentlich keine Lust auf eine weitere Arzttermin, wo ich schon bei Grey’s hinterher hänge.

Filme:
Wuthering Heights: Hat mir sehr gefallen und war schon ziemlich hot, ist aber nur etwas für Leute, die so campy Filme wie Saltburn auch mögen. (Suprise, ist auch von der gleichen Regiesseurin Emeral Fennell)
Project Hail Mary: Ich habe schon das Buch sehr geliebt und den Film fand ich auch gelungen. Schön, dass es mal wieder humorvolleren Sci-Fi gibt, ohne dass es direkt in (zu viel) Klamauk abdriftet.
Downton Abbey: The Grand Finale: War ein schönes Wiedersehen und gleichzeitig der endgültige Abschied, aber es wirkte einfach nicht so intensiv wie der vorherige Film, wo wir uns von Violet Crawley verabschiedet haben.
Good Luck, Have Fun, Don’t Die: Komplett irre und abgefahren, am Ende war er mir ein bisschen zu sehr… auf ein bestimmtes Thema fixiert, das mit dem Holzhammer der Zuschauerin eingehämmert werden sollte. Aber hat Spaß gemacht, es zu schauen, v.a. weil der Cast grandios war.