Wenn Anthony Hopkins und Oliva Coleman zusammen in einem Film spielen, ist das schon mal ein guter Grund reinzuschauen. Der 2020 erschienene Film hat einige Preise abgeräumt, genauso wie das französische Theaterstück, auf dem der Film basiert.
The Father handelt von Anne und ihrem Vater Anthony, der an Demenz leidet. Das besondere an dem Film ist, dass er aus der Perspektive von Anthony erzählt wird. Wie ihr euch bei dem Thema sicherlich vorstellen könnt, ist es kein einfacher, leicht verdaulicher Stoff. Dadurch, dass man Anthony Hopkins schon länger „kennt“, fällt es umso schwerer ihn hier als dementen alten Mann zu sehen, fast so als ob man einem Familienmitglied zuschaut.
Der Film ist traurig, schockierend und bietet kein Trostpflaster. Immerhin geht er nur 97min und schafft es durch seine Struktur trotz aller Traurigkeit einen gut durch die Erzählung zu begleiten. Schaut ihn euch unbedingt irgendwann mal an, wenn ihr könnt.
[Film] Malignant
Malignant von James Wan ist so ein Horror-Film, über den man im Vorfeld am besten gar nichts wissen sollte und dann alles auf sich zukommen lässt. Gerade als ich dachte, den Plot durchschaut zu haben (und es dann etwas enttäuschend fand), nahm alles nochmal eine etwas andere, sehr abgefahrene Wendung. Wer Horrorfilme mag, sollte hier definitiv mal reinschauen und Popcorn mitbringen. (Das sollte als Hinweis reichen, dass der Film eher in die Schublade „Popcorn-Kino“ einzusortieren ist). Wer Horrorfilme eher nicht so mag oder manche Themen nicht sehen mag, sollte diesen Film auf keinen Fall anschauen oder zumindest vorher bei doesthedogdie.com reinschauen.
[Film] The Green Knight
Der Fantasyfilm aus dem Jahr 2021 beruht auf der mittelenglischen Erzählung Sir Gawain and the Green Knight, die im 14. Jahrhundert verfasst wurde.
Es ist Weihnachten, der junge Ritter Gawain geht auf eine Herausforderung des Green Knight (einem mysteriösen Baumwesen) ein: jeder, der es schafft ihm einen Treffer zu verpassen, gewinnt seine grüne Axt. Im Gegenzug muss der andere zum nächsten Weihnachtsfest zur Green Chapel reisen und sich da vom Green Knight den gleichen Schlag versetzen lassen. Na, wenn das mal kein klassischer Weihnachtsfilm werden könnte.
Der Film beschäftigt sich vorrangig mit der Abenteuerreise Gawains zur Green Chapel. Ausufernde Reiseerzählungen sind nicht mein Genre, dementsprechend habe ich mich recht gelangweilt, auch wenn Dev Patel (Anwar aus der Serie Skins! Wie groß er geworden ist) eine wirklich gute Besetzung für die Rolle ist und die Atmosphäre des Films mir gefiel.
Das Ende fand ich enttäuschend und die 30minütige Nebenerzählungen eher nervig und unkreativ als überraschend. The Green Knight ist eindeutig nichts für mich, aber ich kann mir vorstellen, dass viele Fantasy-Fans ihren Spaß mit dem Film haben werden.
