[Film] The Lost Daughter

Der Film The Lost Daughter von der Regisseurin Maggie Gyllenhaal ist 2021 erschienen und handelt von der britischen Professorin Leda Caruso, die sich für einige Wochen eine Ferienwohnung auf einer griechischen Insel mietet. Ihre Ruhe wird gestört von dem Einmarsch einer Großfamilie aus New York, in deren Dynamiken Leda schnell reingezogen wird.

Die Rolle der Leda ist mit Olivia Colman perfekt besetzt. Es fällt schwer Ledas Charakter genau einzuschätzen, einerseits sympathisch, andererseits irgendwie kühl und bissig. Als sie einem Kind eine Puppe klaut, entfaltet sich durch Rückblicke Ledas Vergangenheit und ihr Kampf mit ihrer Mutterrolle.

Eine spannende Charakterstudie mit einem gesellschaftlich relevanten Themen. Das Thema „Kinder haben“ ist nicht meins, aber dank des exzellenten Casts hat mich der Film trotzdem gut unterhalten und schnell eingesogen in die Geschichte.

[Buch] The Testaments

The Testaments von Margaret Atwood ist die Fortsetzung zu Handmaid’s Tale und spielt 15 Jahren nach diesen Ereignissen. Atwood hat das Buch in Koordination mit den Serienproduzenten geschrieben, damit die beiden Plots aufeinander abgestimmt sind. In The Testaments geben drei Frauen ihre Zeugenberichte ab: Daisy, eine Teenagerin, die in Kanada lebt, Agnes, eine Teenagerin in Gilead und Aunt Lydia, die wir aus der Serie bzw. aus dem Prequel kennen. Aunt Lydias Geschichte wurde laut Atwood sehr von Ann Dowds Performance in der Serie geprägt. Hier lohnt es sich, zum Hörbuch zu greifen, weil Ann Dowd auch Lydias Zeugenbericht vorliest.

Mir hat The Testaments richtig gut gefallen, es schließt sich perfekt an die Serie an (man sollte aber zumindest Staffel 2-3 schon gesehen haben), ohne viel zu spoilern. Gerüchteweise soll The Testaments auch als Serie verfilmt werden, das fände ich großartig, zumindest wenn Ann Dowd Aunt Lydia wieder spielt.

[Film] I am Mother

Die Menschheit wurde ausgelöscht. Ein humanoider Roboter lebt in einem hoch technisierten Bunker, hat eine Sammlung an menschlichen Embryonen und zieht einen davon groß. Als Teenagerin hinterfragt dieses Kind ihre Lebensumstände und ob der Roboter, von ihr „Mother“ genannt, ihr tatsächlich die Wahrheit erzählt. Dann taucht eines Tages eine Frau vor der Schleuse auf.

Der Film hat einige Logiklöcher, beispielsweise wieso der hoch technisierte Roboter stellenweise eine sehr lasche Security hat. Die Storyline der Frau fand ich auch irgendwie unschlüssig. Aber alles in allem war der Film besser als gedacht und hat mich ganz gut unterhalten.