[Film] The Lighthouse

Der Horrorfilm The Lighthouse vom Regiesseur Robert Eggers ist 2019 erschienen, imitiert aber aufgrund der schwarz-weißen Optik und dem Format in 4:3 einen deutlich älteren Film, was ganz gut zu der im späten 19. Jahrhundert angesiedelten Handlung passt. Willem Dafoe spielt einen älteren Seemann, der auf einem entlegenenen Steinhaufen im Meer – Insel kann man es kaum nennen – als Leuchtturmwärter arbeitet. Sein junger Gehilfe Ephraim (Robert Pattinson) soll ihn vier Wochen lang unterstützen. Nach und nach verfallen die beiden ihrem Wahnsinn. Die Optik, aber auch die Akustik mit dem ständig dröhenden Nebelhorn und dem Klickern und Klappern der Maschinen, gibt dem Film einen ganz besonderen Anstrich, der dadurch besonders gut funktioniert und schnell eine beklemmende Atmosphäre aufbaut. Dazu tragen auch die beiden Protagonisten bei, deren schauspielerische Leistung überzeugt. Cthulhu-Fans dürften an dem Film ihre Freude haben, auch wenn der Film nicht als cthulhoid beworben wird, so kann er doch ganz klar diesem Horror-Genre zugeordnet werden. Und ich hoffe, ihr habt spätestens nach diesem Film Respekt vor Möwen.

[Film] The Old Guard

Der Film war so gar nicht auf meinem Schirm und dementsprechend bin ich ohne viel Vorwissen da rangegangen. Umso überraschender war dann, als kurz zu Beginn des Films heraus kam, was es mit den Protagonisten auf sich hat. Falls ihr es noch nicht wisst, lasst am besten alles stehen und liegen, lest nicht weiter und schaut den Film, ohne die Beschreibung bei Netflix zu lesen.

Ich fand the Old Guard überraschend gut, allem voran dank Charlize Theron, die einen Ruby-Rose-Charme verströmte und für mich überzeugend die Rolle einer uralten, wirklich uralten, unsterblichen Kriegerin Andromache spielte. Zusammen mit drei weiteren Unsterblichen, die ein bisschen so wie in Sense 8 mental verbundenen zu sein scheinen, versucht sie Gutes auf der Welt zu tun. Doch eine böse Pharmafirma, angeführt von einem bösen englischen Bubi, hat es auf die Unsterbllichen abgesehen…

Unterhaltsam, cool, wie bei Wonder Woman merkt man bei der Heldinnen des Films, dass eine Frau (Gina Prince-Bythewood) Regie geführt und auf einen langweiligen male-gaze verzichtet wurde. Naja, außer vielleicht bei dem schwulen Heldenpaar, das eine Szene mit einer starken Liebesbekundigung bekam.

Schaut rein, auch, oder gerade wenn, ihr kein Marvel mögt.

[Film] The Color ouf of Space

Der 2019 erschienene Film basiert auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von H.P. Lovecraft. und soll der erste Film aus einer Trilogie von Lovecraft-Verfilmungen werden. Vorweg: ich kenne die Kurzgeschichte nicht und lese ungern die Original-Literatur von Lovecraft, sondern habe eher über Spiele Kontakt mit dem Mythos.

Was passiert? Nathan Gardner ist mit seiner Familie auf ein abgelegenes Landhaus gezogen und möchte dort Alpakas züchten. Eines Tages landet ein Meteorit im Garten, der nicht nur komische Farben abstrahlt…

Ich finde Nicolas Cage furchtbar, aber vielleicht war er deswegen für mich perfekt besetzt für die Rolle des langsam wahnsinnig werdenden Vaters. Auch die anderen Rollen, z.B. die der Goth-Tochter waren ganz okay besetzt und die Familie hat einen guten Job beim Wahnsinnig-Werden gemacht. Der Film war an einigen Stellen echt gruselig und abartig, nur das langsame Erzähltempo hat mich etwas gestört und ich hätte mir die Farb-Effekte noch einen Ticken „fremder“ gewünscht. Aber insgesamt war The Color of Space ein Film, der gut das transportiert, was (für mich) den kosmischen Horror ausmacht.